Ein musikalisches Highlight aus dem Großen Festspielhaus findet seinen Weg auf die Fernsehbildschirme. Das traditionelle Dreikönigskonzert der Salzburg Wind Philharmonic, das Anfang des Jahres das Publikum begeisterte, wird in Kürze auf ORF III ausgestrahlt. Damit erhält ein breites Publikum die Möglichkeit, das gefeierte Programm unter der Leitung von Chefdirigent Hansjörg Angerer zu erleben.
Das Konzert, das unter dem Motto „Musik der Romantik“ stand, bot eine sorgfältig kuratierte Auswahl an Werken, die von festlichen Märschen über beschwingte Walzer bis hin zu virtuosen Solostücken reichte. Die Ausstrahlung ist für Sonntag, den 8. Februar, um 20:15 Uhr angesetzt.
Das Wichtigste in Kürze
- TV-Premiere: Das Dreikönigskonzert der Salzburg Wind Philharmonic wird am Sonntag, 8. Februar, um 20:15 Uhr auf ORF III ausgestrahlt.
- Programm: Der Schwerpunkt liegt auf der „Musik der Romantik“ mit Werken von Mendelssohn, Tschaikowsky und der Strauss-Dynastie.
- Stargast: Wenzel Fuchs, Soloklarinettist der Berliner Philharmoniker, tritt als Solist auf.
- Leitung: Chefdirigent Hansjörg Angerer führt durch den Abend.
Vom Festspielhaus ins heimische Wohnzimmer
Für viele Musikliebhaber ist das Dreikönigskonzert der Salzburg Wind Philharmonic ein fester Bestandteil des kulturellen Jahreskalenders. Die Aufführung im renommierten Großen Festspielhaus war auch in diesem Jahr ein großer Erfolg. Nun ermöglicht die Übertragung im Fernsehen, dass dieses Erlebnis weit über die Grenzen des Konzertsaals hinaus geteilt werden kann.
Die Entscheidung, das Konzert einem landesweiten Publikum zugänglich zu machen, unterstreicht die Bedeutung des Orchesters in der österreichischen Kulturlandschaft. Es bietet die Chance, die einzigartige Atmosphäre und die hohe musikalische Qualität des Ensembles bequem von zu Hause aus zu genießen.
Eine Institution in Salzburg
Die Salzburg Wind Philharmonic hat sich unter der künstlerischen Leitung von Hansjörg Angerer als ein Orchester etabliert, das für seine dynamischen Interpretationen und innovativen Programme bekannt ist. Das traditionelle Dreikönigskonzert ist dabei ein jährlicher Höhepunkt, der die Vielseitigkeit und das Können der Musikerinnen und Musiker eindrucksvoll zur Schau stellt.
Eine Reise durch die Klangwelten der Romantik
Das Programm des Abends ist eine Hommage an eine der emotionalsten und ausdrucksstärksten Epochen der Musikgeschichte. Chefdirigent Hansjörg Angerer hat eine abwechslungsreiche Folge von Stücken zusammengestellt, die das Publikum auf eine „faszinierend vielfältige Reise durch Zeit und Raum“ mitnimmt, wie es in der Programmbeschreibung treffend heißt.
Die musikalische Darbietung spannt einen Bogen von der Hochromantik bis ins frühe 20. Jahrhundert und zeigt die unterschiedlichen Facetten dieser Epoche auf.
Festlicher Auftakt und tänzerische Eleganz
Den Auftakt macht Felix Mendelssohn Bartholdys weltberühmter „Hochzeitsmarsch“ aus seiner Bühnenmusik zu „Ein Sommernachtstraum“. Das jubilierende und prachtvolle Stück sorgt für einen glanzvollen Beginn und stimmt das Publikum auf den festlichen Charakter des Abends ein.
Direkt im Anschluss entführt das Orchester die Zuhörer in die Welt des Wiener Walzers. Johann Strauss Sohns „Frühlingsstimmen“-Walzer ist ein Meisterwerk der tänzerischen Leichtigkeit und Lebensfreude. Ergänzt wird der Strauss-Block durch die furiose Polka „Stürmisch in Lieb' und Tanz“, die die unbändige Energie und den Charme der Wiener Tanzmusik verkörpert.
Wussten Sie schon?
Der „Hochzeitsmarsch“ von Mendelssohn wurde erstmals 1843 aufgeführt, erlangte seine weltweite Popularität aber erst, als er 1858 bei der Hochzeit von Prinzessin Victoria von Großbritannien und Prinz Friedrich Wilhelm von Preußen gespielt wurde.
Ein Solist von Weltrang: Wenzel Fuchs
Ein besonderer Höhepunkt des Konzerts ist der Auftritt des Soloklarinettisten Wenzel Fuchs. Als einer der führenden Instrumentalisten seines Fachs und langjähriges Mitglied der Berliner Philharmoniker bringt er eine außergewöhnliche Virtuosität und musikalische Tiefe auf die Bühne.
Fuchs interpretiert Carl Maria von Webers „Concertino für Klarinette in Es-Dur, op. 26“. Dieses Werk gilt als Prüfstein für jeden Klarinettisten und ist bekannt für seine anspruchsvollen technischen Passagen und seinen lyrischen Ausdruck. Webers Komposition nutzt die gesamte Bandbreite des Instruments und verbindet brillante Läufe mit zarten, gesanglichen Melodien.
„Die Zusammenarbeit mit einem Solisten wie Wenzel Fuchs ist für jedes Orchester eine Bereicherung. Seine Interpretation von Webers Concertino verspricht ein unvergessliches musikalisches Erlebnis zu werden.“
Das Herzstück des Programms: Tschaikowskys „Nussknacker“
Einen zentralen Schwerpunkt des Abends bildet die Suite aus Pjotr Iljitsch Tschaikowskys Ballett „Der Nussknacker“. Diese Musik gehört zu den beliebtesten und meistgespielten Werken des klassischen Repertoires und entführt das Publikum in eine zauberhafte Märchenwelt.
Die Salzburg Wind Philharmonic präsentiert eine Auswahl der bekanntesten Sätze, darunter:
- Marsch: Der charakteristische und schwungvolle Marsch, der die Kinderszene einleitet.
- Tanz der Zuckerfee: Berühmt für den ätherischen Klang der Celesta, der eine magische Atmosphäre schafft.
- Russischer Tanz (Trepak): Ein energiegeladener und mitreißender Tanz voller folkloristischer Elemente.
- Blumenwalzer: Einer der berühmtesten Walzer der Musikgeschichte, der durch seine opulente Instrumentierung und eingängige Melodie besticht.
Die Aufführung dieser Suite stellt die klangliche Vielfalt und das präzise Zusammenspiel des Blasorchesters eindrucksvoll unter Beweis.
Hintergrund: Die Salzburg Wind Philharmonic
Gegründet mit dem Ziel, die symphonische Blasmusik auf höchstem Niveau zu pflegen, besteht die Salzburg Wind Philharmonic aus professionellen Musikerinnen und Musikern. Unter der Leitung von Hansjörg Angerer hat sich das Orchester einen Ruf für seine exzellenten Aufführungen und seine anspruchsvolle Programmauswahl erarbeitet. Es gilt als eines der führenden Ensembles seiner Art in Europa.
Großes Finale mit Richard Strauss
Den krönenden Abschluss des Konzerts bildet eine mitreißende Walzerfolge aus der Oper „Der Rosenkavalier“ von Richard Strauss. Mit diesem Werk schlägt das Programm eine Brücke ins frühe 20. Jahrhundert. Die Musik aus dem „Rosenkavalier“ ist bekannt für ihre üppige Orchestrierung, ihre sinnlichen Melodien und ihre nostalgische Wehmut.
Die von Hansjörg Angerer und seinem Orchester präsentierte Walzerfolge fängt die opulente Atmosphäre der Oper perfekt ein und entlässt das Publikum mit einem Gefühl von Rausch und Eleganz. Es ist ein fulminanter Schlusspunkt, der die musikalische Reise durch die Romantik schwungvoll abrundet.
Die bevorstehende TV-Ausstrahlung auf ORF III ist eine willkommene Gelegenheit, dieses außergewöhnliche Konzerterlebnis nachzuerleben oder neu zu entdecken. Sie bietet einen perfekten Einblick in die hohe Kunst der symphonischen Blasmusik und die zeitlose Schönheit der romantischen Meisterwerke.





