Das ORF-Landesstudio Salzburg widmet sich in einer neuen Dokumentation der sprachlichen Vielfalt des Bundeslandes. Der Film „Wia uns da Schnobe gwoxn is“ zeigt, wie tief der Dialekt in der regionalen Identität verwurzelt ist und wie lebendig er von allen Generationen gepflegt wird. Die Ausstrahlung ist für den 1. März 2026 geplant.
Das Wichtigste in Kürze
- Neue Dokumentation: Der Film „Wia uns da Schnobe gwoxn is – Mundart in Salzburg“ wird am 1. März 2026 um 16:30 Uhr auf ORF 2 ausgestrahlt.
- Fokus auf Identität: Die Doku untersucht die Bedeutung der Mundart als Teil des Heimatgefühls und der kulturellen Identität im Salzburger Land.
- Generationenübergreifend: Es wird gezeigt, wie sowohl ältere als auch jüngere Menschen den Dialekt leben, von traditionellen Gstanzln bis hin zu modernem Rap.
- Regionale Vielfalt: Der Film nimmt die Zuseher mit auf eine Reise durch die verschiedenen Gaue wie Pinzgau, Pongau und Lungau.
Ein Spiegelbild der Salzburger Seele
Dialekt ist weit mehr als nur eine Art zu sprechen; er ist ein Ausdruck von Zugehörigkeit und Heimat. Genau diesem Phänomen geht die neue „Erlebnis Österreich“-Dokumentation aus dem ORF-Landesstudio Salzburg nach. Unter dem Titel „Wia uns da Schnobe gwoxn is“ wird die sprachliche Seele des Bundeslandes eingefangen.
Der Film beleuchtet, wie die Mundart den Alltag, die Kultur und das Selbstverständnis der Menschen in den verschiedenen Regionen prägt. Von den Bergen des Pinzgaus bis zu den Tälern im Lungau zeigt sich ein vielfältiges sprachliches Mosaik, das die Landschaft und die Menschen untrennbar miteinander verbindet.
Was bedeutet „Wia uns da Schnobe gwoxn is“?
Die Redewendung bedeutet wörtlich übersetzt „Wie uns der Schnabel gewachsen ist“. Sie steht für die natürliche, ungezwungene und authentische Art zu sprechen – direkt aus dem Herzen, ohne sich zu verstellen. Der Titel fängt somit perfekt die Essenz des Films ein: die unverfälschte Darstellung der Salzburger Dialekte.
Eine Reise durch die sprachliche Vielfalt der Gaue
Salzburg ist bekannt für seine landschaftliche Schönheit, aber auch für seine sprachlichen Eigenheiten. Die Dokumentation nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise durch das Bundesland und zeigt die feinen, aber bedeutenden Unterschiede in der Sprechweise.
Ob im Pongau, im Pinzgau oder im Lungau – jede Region hat ihre eigenen Wörter, ihre eigene Melodie und ihren eigenen Charme. Der Film lässt Menschen aus diesen Gauen zu Wort kommen, die ihre Liebe zur lokalen Sprache teilen und authentische Einblicke in ihre Lebenswelt geben.
Tradition trifft auf Moderne
Entgegen der Annahme, Dialekte seien ein Auslaufmodell, stellt der Film eindrucksvoll unter Beweis, dass die Mundart lebendig ist und sich weiterentwickelt. Er zeigt, wie alte Traditionen und moderne Ausdrucksformen nahtlos ineinander übergehen.
So stehen traditionelle Gstanzlsänger neben jungen Rappern, die ihre Texte im Dialekt verfassen. Dichter und Musiker verschiedener Generationen demonstrieren, wie kreativ und wandelbar die regionale Sprache ist. Diese Begegnungen zeigen, dass die Mundart kein Relikt der Vergangenheit ist, sondern ein dynamisches Kulturgut, das von der jungen Generation selbstbewusst in die Zukunft getragen wird.
Sendetermine im Überblick
- Premiere: Sonntag, 1. März 2026, 16:30 Uhr, ORF 2
- Wiederholung: Montag, 2. März 2026, 05:50 Uhr, ORF 2
Die Gestaltung des Films lag in den Händen von Valentin Badura, die Redaktion wurde von Karin Meyer-Smejkal geleitet.
Dialekt als verbindendes Element
Die Dokumentation macht deutlich, dass die Mundart eine Brücke zwischen den Generationen schlägt. Sie ist ein gemeinsamer Nenner, der Jung und Alt verbindet und ein starkes Gemeinschaftsgefühl schafft.
In einer zunehmend globalisierten Welt gewinnt die Rückbesinnung auf regionale Wurzeln an Bedeutung. Die Salzburger Dialekte sind ein wesentlicher Teil dieser Identität. Sie vermitteln nicht nur Informationen, sondern auch Emotionen, Witz und eine tiefe Verbundenheit mit dem Ort, den man Heimat nennt.
Der Film „Wia uns da Schnobe gwoxn is“ ist somit mehr als nur ein Porträt über Sprache. Er ist eine Hommage an das Salzburger Land, seine Menschen und ein wesentliches Stück ihrer Kultur, das mit Stolz und Kreativität gelebt wird.





