Rund 100 Personen haben am Freitagnachmittag am Platzl in der Salzburger Innenstadt gegen geplante Lohnkürzungen für Tagesmütter und -väter demonstriert. Die Protestaktion richtete sich gegen die Pläne des Tageselternzentrums Salzburg (TEZ), die Gehälter von 83 Mitarbeitenden ab März zu reduzieren. Die Gewerkschaft GPA unterstützte die Kundgebung.
Das Wichtigste in Kürze
- In der Salzburger Innenstadt fand eine Protestkundgebung gegen Lohnkürzungen statt.
- Betroffen sind 83 Tagesmütter und -väter des Tageselternzentrums (TEZ).
- Der Betriebsrat fordert ein faires Angebot und hat die Verhandlungen vorerst ausgesetzt.
- Die Gewerkschaft GPA unterstützt die Forderungen der Angestellten.
Kundgebung im Herzen der Stadt
Am Freitagnachmittag versammelte sich eine bunte Gruppe von rund 100 Demonstrierenden am belebten Platzl in Salzburg. Unter den Teilnehmenden waren betroffene Tageseltern, Eltern mit ihren Kindern sowie Großeltern, die ihre Solidarität zeigten. Die Stimmung war entschlossen, aber friedlich. Mit Plakaten und Wortmeldungen machten sie auf ihre Situation aufmerksam und forderten ein Umdenken seitens des Betreibervereins des Tageselternzentrums.
Die Gewerkschaft GPA war ebenfalls vor Ort, um die Anliegen der Angestellten zu unterstützen. Sie betonte die Wichtigkeit einer fairen Bezahlung für die verantwortungsvolle Arbeit in der Kinderbetreuung.
Wer ist vom Lohnschnitt betroffen?
Die angekündigten Kürzungen betreffen insgesamt 83 Tagesmütter und -väter, die beim Tageselternzentrum Salzburg angestellt sind. Diese Personen leisten einen wesentlichen Beitrag zur flexiblen Kinderbetreuung in der Region und sind für viele Familien eine unverzichtbare Stütze im Alltag.
Hintergründe des Konflikts
Der Protest entzündete sich an der Ankündigung des Trägervereins des TEZ, die Löhne der Tageseltern ab März dieses Jahres zu kürzen. Diese Maßnahme hat für erhebliche Unruhe unter den Mitarbeitenden gesorgt, die sich in ihrer Existenz bedroht sehen und ihre Arbeit nicht ausreichend gewürdigt fühlen.
Der Betriebsrat, der die Interessen der Belegschaft vertritt, hat die Verhandlungen mit der Geschäftsführung daraufhin unterbrochen. Die zentrale Forderung ist die Vorlage eines „fairen Angebots“, das die Leistungen der Tageseltern anerkennt und eine angemessene Entlohnung sicherstellt.
„Wir werden nicht an den Verhandlungstisch zurückkehren, solange kein faires Angebot auf dem Tisch liegt“, erklärte ein Vertreter des Betriebsrats während der Kundgebung. Diese klare Haltung unterstreicht die Ernsthaftigkeit der Lage.
Verhandlungen auf Eis gelegt
Die Weigerung des Betriebsrats, die Gespräche fortzusetzen, setzt den Betreiberverein unter Druck. Ohne eine Einigung droht der Konflikt weiter zu eskalieren, was auch Auswirkungen auf die betreuten Familien haben könnte. Die Tagesmütter und -väter sind ein fundamentaler Baustein der Kinderbetreuungslandschaft in Salzburg.
Die Rolle der Tageseltern
Tageseltern bieten oft eine flexiblere und familiärere Betreuungsform als große Einrichtungen. Sie ermöglichen es vielen Eltern, Beruf und Familie zu vereinbaren. Eine Kürzung ihrer Gehälter könnte nicht nur die Motivation der bestehenden Betreuungskräfte beeinträchtigen, sondern auch die Attraktivität des Berufs insgesamt senken.
Die Arbeit von Tageseltern ist durch kleine Gruppengrößen und eine enge persönliche Bindung zu den Kindern gekennzeichnet. Dies erfordert ein hohes Maß an Verantwortung und pädagogischem Geschick, was sich nach Ansicht der Protestierenden auch in der Bezahlung widerspiegeln muss.
Ausblick und offene Fragen
Die Zukunft der 83 betroffenen Tageseltern und der von ihnen betreuten Familien hängt nun von der Reaktion des Betreibervereins ab. Die Demonstrierenden machten deutlich, dass sie nicht bereit sind, die Lohnkürzungen widerstandslos hinzunehmen. Sie hoffen, dass der öffentliche Druck den Verein zu einem Einlenken bewegt.
Bisher liegt noch kein neues Angebot vor. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob eine Lösung am Verhandlungstisch gefunden werden kann oder ob weitere Protestmaßnahmen notwendig sein werden, um die Forderungen der Angestellten durchzusetzen. Die Situation bleibt angespannt.





