Die Stadtbibliothek Salzburg setzt ihre erfolgreiche Workshop-Reihe „Spürnasenecke“ auch im Jahr 2026 fort. Das Programm richtet sich an Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren und soll auf spielerische Weise die Begeisterung für Naturwissenschaft und Technik wecken. Insgesamt sind zehn Termine geplant, die jungen Teilnehmern die Welt der MINT-Fächer näherbringen.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Stadtbibliothek Salzburg bietet 2026 erneut die „Spürnasenecke“-Workshops für Kinder von 6 bis 10 Jahren an.
- Der Fokus liegt auf MINT-Themen wie Robotik, Stromkreise, Magnetismus und Astronomie.
- Besondere Formate wie „Girls Only“ und Kooperationen sollen gezielt Mädchen für Technik begeistern.
- Die Initiative verwandelt die Bibliothek in ein interaktives Labor für junge Entdecker.
Ein Labor für junge Köpfe
In der Stadtbibliothek wird wieder geschraubt, experimentiert und gestaunt. Die „Spürnasenecke“-Workshops bieten Kindern die Möglichkeit, Phänomene aus Naturwissenschaft und Technik hautnah zu erleben. Das Ziel ist es, komplexe Themen verständlich und greifbar zu machen.
Die Teilnehmer tauchen in eine Welt voller Entdeckungen ein. Auf dem Programm stehen spannende Bereiche, die den Forscherdrang anregen und Neugierde wecken. Die Kinder lernen auf spielerische Weise, wie die Welt um sie herum funktioniert.
Von Robotern bis zu den Sternen
Das Themenspektrum der Workshops ist breit gefächert und altersgerecht aufbereitet. Kinder können sich unter anderem mit folgenden Gebieten beschäftigen:
- Robotik: Erste Schritte im Programmieren und Steuern von kleinen Robotern.
- Stromkreise: Einfache Schaltungen bauen und verstehen, wie Elektrizität fließt.
- Magnetismus: Die unsichtbare Kraft von Magneten erforschen.
- Astronomie: Eine Reise zu den Planeten und Sternen unseres Sonnensystems.
- Mikroskopieren: Die verborgene Welt des ganz Kleinen entdecken.
Ein speziell geschultes MINT-Team der Bibliothek begleitet die Kinder bei ihren Experimenten. Schritt für Schritt werden sie an die Themen herangeführt, sodass sie selbstständig ausprobieren und eigene Lösungswege finden können.
Gezielte Förderung von Mädchen
Ein besonderes Anliegen der Stadtbibliothek ist die Förderung von Mädchen in den MINT-Bereichen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik). Studien zeigen, dass Mädchen in diesen Fächern oft unterrepräsentiert sind, obwohl großes Potenzial vorhanden ist.
MINT-Lücke in Österreich
Obwohl sich die Situation langsam verbessert, entscheiden sich in Österreich nach wie vor deutlich weniger Frauen für eine Ausbildung oder einen Beruf im technischen oder naturwissenschaftlichen Bereich. Initiativen wie die „Spürnasenecke“ sind daher wichtig, um bereits im Kindesalter Vorurteile abzubauen und Talente zu fördern.
Um Mädchen gezielt zu ermutigen, gibt es spezielle Formate. Ein Workshop findet unter dem Motto „Girls Only“ statt. Hier können Mädchen in einem geschützten Rahmen gemeinsam experimentieren, Technik ausprobieren und ihre Fähigkeiten ohne Druck entfalten.
Zusätzlich werden zwei Termine in Zusammenarbeit mit dem Verein „Einstieg – Kompass Bildungsberatung für Mädchen*“ angeboten. Bei diesen Workshops sind auch die Eltern eingeladen, gemeinsam mit ihren Kindern zu forschen. Dies stärkt nicht nur das Interesse der Kinder, sondern informiert auch die Eltern über die vielfältigen Möglichkeiten in MINT-Berufen.
Die Bibliothek als moderner Lernort
Die „Spürnasenecke“ ist ein Beispiel für die moderne Ausrichtung von Bibliotheken. Längst sind sie nicht mehr nur Orte zur Ausleihe von Büchern, sondern haben sich zu lebendigen Zentren für Bildung, Begegnung und Wissensvermittlung entwickelt.
„Bibliotheken sind heute weit mehr als Orte zum Ausleihen von Büchern. Mit Angeboten wie der Spürnasenecke werden wir zum Labor für junge Köpfe – offen, spielerisch und niedrigschwellig.“
Helmut Windinger, Leiter der Stadtbibliothek Salzburg
Helmut Windinger, der Leiter der Stadtbibliothek, betont die Bedeutung solcher niedrigschwelligen Angebote. Sie ermöglichen allen Kindern, unabhängig von ihrer Herkunft oder dem Bildungshintergrund der Eltern, einen Zugang zu wissenschaftlichen Themen.
Die Rolle moderner Bibliotheken
Öffentliche Bibliotheken erweitern kontinuierlich ihr Angebot. Neben Büchern und digitalen Medien bieten sie zunehmend auch Werkstätten (sogenannte „Maker-Spaces“), Lernprogramme, Sprachkurse und kulturelle Veranstaltungen an. Sie positionieren sich als wichtige soziale und bildungspolitische Akteure in den Gemeinden.
„Besonders freut mich, dass wir mit speziellen Formaten Mädchen ermutigen, sich selbstbewusst in MINT-Bereichen auszuprobieren“, fügt Windinger hinzu. Die Initiative trägt dazu bei, das Selbstvertrauen junger Mädchen zu stärken und sie für eine Zukunft in der Technik zu begeistern.
Informationen zur Teilnahme
Die Workshop-Reihe für das Jahr 2026 umfasst insgesamt zehn Termine. Eltern, die ihre Kinder für die „Spürnasenecke“ anmelden möchten, sollten die offiziellen Kanäle der Stadtbibliothek Salzburg im Auge behalten. Dort werden die genauen Termine, Themen und Anmeldeinformationen rechtzeitig bekannt gegeben.
Die Teilnahme an den Workshops ist eine hervorragende Gelegenheit für Kinder, ihre Talente zu entdecken und zu erfahren, wie viel Spaß Forschen und Experimentieren machen kann. Die Stadtbibliothek leistet damit einen wichtigen Beitrag zur frühen Bildungsförderung in der Region Salzburg.





