Ein tragischer Skiunfall auf der Schmittenhöhe in Zell am See hat am Samstag das Leben eines 49-jährigen Einheimischen gefordert. Nach einer Kollision auf der Piste verstarb der Mann noch am Unfallort. Die Polizei hat eine großangelegte Fahndung nach dem zweiten beteiligten Skifahrer eingeleitet, einem Jugendlichen, der die Unfallstelle verließ.
Das Wichtigste in Kürze
- Ein 49-jähriger Mann aus dem Pinzgau kam bei einer Skikollision auf der Schmittenhöhe ums Leben.
- Der zweite Beteiligte, ein etwa 15- bis 16-jähriger Jugendlicher, flüchtete vom Unfallort.
- Die Polizei hat eine detaillierte Personenbeschreibung veröffentlicht und bittet die Bevölkerung um Mithilfe.
- Am Unfallort wurden Leih-Skistöcke sichergestellt, die dem flüchtigen Jugendlichen zugeordnet werden.
Tragödie auf der Piste
Der Vorfall ereignete sich am Samstag, dem 24. Jänner 2026, auf der roten Piste Nummer 2 im Skigebiet Schmittenhöhe. Auf einer Höhe von 1.444 Metern kam es aus bisher ungeklärter Ursache zur Kollision zwischen dem 49-jährigen Pinzgauer und dem unbekannten Jugendlichen. Trotz des schnellen Eintreffens von Rettungskräften und einem Notarzt konnte für den Einheimischen nichts mehr getan werden. Er erlitt bei dem Zusammenstoß so schwere Verletzungen, dass er noch an der Unfallstelle verstarb.
Die Staatsanwaltschaft Salzburg hat zur Klärung der genauen Todesursache eine Obduktion des Verstorbenen angeordnet. Die Nachricht von dem tödlichen Unfall löste in der Region große Bestürzung und Trauer aus.
Großfahndung nach flüchtigem Jugendlichen
Unmittelbar nach dem Zusammenprall verließ der jugendliche Skifahrer den Unfallort, ohne sich um den Verletzten zu kümmern oder seine Daten zu hinterlassen. Zeugenaussagen zufolge wurde er von einer blonden Frau begleitet, bei der es sich vermutlich um seine Mutter handelt. Die Polizei geht davon aus, dass auch der Jugendliche selbst bei der Kollision verletzt wurde.
Hinweise deuten auf eine Verletzung an der Innenseite des rechten Oberschenkels hin. Diese Information könnte bei der Identifizierung des Flüchtigen entscheidend sein. Die Alpine Einsatzgruppe der Polizei hat die Ermittlungen übernommen und eine umfassende Fahndung gestartet.
Ermittlungsdetails
Zur Unterstützung der Suche am Berg wurde ein Polizeidrohne eingesetzt, um das Gebiet aus der Luft abzusuchen. Zudem wurde ein Alpinsachverständiger hinzugezogen, der den Unfallhergang rekonstruieren soll. Seine Expertise ist entscheidend, um die Umstände der Kollision zu verstehen.
Polizei veröffentlicht Personenbeschreibung
Um den flüchtigen Skifahrer schnellstmöglich zu finden, hat die Polizei eine detaillierte Beschreibung des Jugendlichen und seiner Begleiterin veröffentlicht. Jeder Hinweis aus der Bevölkerung kann für die Ermittler von großer Bedeutung sein.
Beschreibung des Jugendlichen:
- Alter: ca. 15 bis 16 Jahre
- Größe: 170 bis 175 cm
- Haare: brünett
- Kleidung: schwarzer Skianzug, dunkelblauer Skihelm
- Ausrüstung: weiße Alpinskier, vermutlich Leihausrüstung von Bründl Sports
Beschreibung der Begleiterin:
Die Frau, die den Jugendlichen begleitete, wird als blond beschrieben. Sie trug ebenfalls einen schwarzen Skianzug.
Wichtiger Fund am Unfallort
Die Ermittler stellten am Unfallort ein Paar Skistöcke sicher, die dem Jugendlichen zugeordnet werden. Es handelt sich um Leihstöcke der Marke Komperdell mit einer Länge von 120 cm. Dieser Fund könnte über den Skiverleih zur Identität des Flüchtigen führen.
Dringender Zeugenaufruf
Die Polizei bittet Skifahrer, die sich am Samstag im Bereich der Piste 2 auf der Schmittenhöhe aufgehalten haben, um erhöhte Aufmerksamkeit. Wer hat die Kollision beobachtet oder kann Angaben zu dem beschriebenen Jugendlichen und seiner Begleiterin machen? Auch Mitarbeiter von Skiverleihen, Unterkünften oder gastronomischen Betrieben werden gebeten, sich bei verdächtigen Beobachtungen zu melden.
Hinweise werden von jeder Polizeidienststelle entgegengenommen. Die Ermittler hoffen, durch die Mithilfe der Öffentlichkeit den flüchtigen Jugendlichen ausfindig zu machen, um die genauen Umstände dieses tragischen Unfalls aufklären zu können.
Fahrerflucht nach einem Skiunfall ist kein Kavaliersdelikt, besonders wenn dabei ein Mensch zu Tode kommt. Die Aufklärung des Falls hat für die Behörden oberste Priorität.





