In der anhaltenden Debatte um die drei Nonnen des Klosters Goldenstein in Elsbethen (Flachgau) hat sich die Situation zugespitzt. Eine angebliche Helferin hat nun Anzeige gegen Christina Wirtenberger erstattet, die als Sprecherin der Ordensschwestern fungiert. Der Vorwurf lautet auf Veruntreuung von Spendengeldern in Höhe von rund 32.000 Euro.
Wichtige Punkte
- Anzeige wegen Veruntreuung von Spendengeldern gegen die Sprecherin der Goldensteiner Nonnen.
- Es geht um den Verdacht, dass 32.000 Euro nicht auf das Treuhandkonto gelangten.
- Die Beschuldigte weist die Vorwürfe zurück und bietet die Offenlegung ihres Kontos an.
- Hintergrund sind Streitigkeiten um die Social-Media-Präsenz der Nonnen.
Verdacht auf Unregelmäßigkeiten bei Spendengeldern
Die Sachverhaltsdarstellung, die bei der Polizei eingereicht wurde, beschreibt Auffälligkeiten bei den Spendengeldern bereits seit Anfang Dezember. Eine Salzburgerin, die sich als Helferin der Nonnen bezeichnet, erstattete laut Polizei bereits Mitte Dezember Anzeige. Diese Vorwürfe richten sich direkt gegen Christina Wirtenberger.
Wirtenberger, die ehemalige Schülerin und heutige Sprecherin der betagten Ordensschwestern, sieht sich nun mit ernsten Anschuldigungen konfrontiert. Ihr wird vorgeworfen, Spendengelder in mehreren Fällen nicht auf das vorgesehene Treuhandkonto der Schwestern eingezahlt zu haben. Die Summe beläuft sich auf etwa 32.000 Euro.
Faktencheck
- Betroffener Betrag: Rund 32.000 Euro
- Zeitraum der Auffälligkeiten: Seit Anfang Dezember
- Status der Ermittlungen: Die Polizei hat die Ermittlungen bestätigt.
Sprecherin weist Anschuldigungen zurück
Christina Wirtenberger hat die Vorwürfe am Montagabend gegenüber dem ORF vehement zurückgewiesen. Sie erklärte, dass die angebliche Helferin nie Teil des offiziellen Unterstützerteams der Nonnen gewesen sei. Die Beschuldigte betonte, das Geld befinde sich bereits auf dem Konto der Schwestern.
"Das ist nicht so, das Geld befindet sich bereits auf dem Konto der Schwestern. Ich habe nichts veruntreut. Ich habe der Polizei mitgeteilt, dass ich jederzeit mein Konto offen lege, weil ich auch beschuldigt worden bin, dass angeblich Spendengelder auf meinem privaten Konto sind."
Christina Wirtenberger
Wirtenberger bat die Polizei um eine vollständige Offenlegung ihres privaten Kontos, um die Vorwürfe zu entkräften. Sie ist überzeugt, dass sich keine Spendengelder auf ihrem persönlichen Konto befinden.
Hintergrund der Auseinandersetzung
Die Sprecherin sieht die Anzeige als direkte Folge von internen Streitigkeiten. Diese sollen im Zusammenhang mit dem Rückzug der Schwestern aus den sozialen Medien Mitte Dezember stehen. "Die Anschuldigungen rühren leider von Streitigkeiten im Team und kommen von jenen, die unbedingt den Instagram-Account der Schwestern hochhalten wollen", so Wirtenberger.
Der Disput um die Internet-Auftritte der Nonnen scheint ein zentraler Punkt der Konflikte zu sein. Die Nonnen hatten sich nach internen Differenzen von ihren Social-Media-Accounts zurückgezogen.
Hintergrundinformation
Die drei Nonnen von Goldenstein in Elsbethen erlangten in den letzten Jahren größere Bekanntheit. Ihr Kloster, das vom Abriss bedroht war, wurde durch eine breite Spendenkampagne gerettet. Diese Kampagne wurde auch über soziale Medien stark beworben. Der nun aufkommende Streit um die Spendengelder und die Social-Media-Präsenz wirft neue Fragen auf.
Gegenanzeigen wegen Verleumdung angekündigt
Christina Wirtenberger kündigte an, mit Gegenanzeigen wegen Verleumdung auf die Anschuldigungen zu reagieren. Sie sieht sich als Opfer einer Kampagne, die ihren Ruf schädigen soll.
Die Person, die Anzeige erstattet hat, gab an, eine Klärung der offenen Fragen mit Wirtenberger sei nicht möglich gewesen. Auf Nachfragen sei mit "Angriffen, Verleumdungen und einer Kontaktunterbindung mit den Nonnen per Betretungsverboten" reagiert worden.
Die Polizei hat die Ermittlungen in dieser Angelegenheit bestätigt. Es bleibt abzuwarten, welche Ergebnisse die Untersuchungen liefern werden und wie sich die Situation rund um die Goldensteiner Nonnen weiterentwickelt.
Auswirkungen auf das Unterstützerteam
Der Vorfall deutet auf tiefgreifende Spannungen innerhalb des Unterstützerkreises der Nonnen hin. Solche Konflikte können das Vertrauen der Spender erheblich beeinträchtigen und die weitere Arbeit des Klosters erschweren.
Die Transparenz bei der Verwendung von Spendengeldern ist entscheidend, besonders wenn es um karitative oder religiöse Einrichtungen geht. Die Forderung nach Offenlegung der Konten ist in diesem Zusammenhang ein wichtiger Schritt zur Klärung.
- Vertrauensverlust: Interne Streitigkeiten können das öffentliche Vertrauen in die Spendenaktionen schädigen.
- Rechtliche Schritte: Die Situation könnte in langwierige rechtliche Auseinandersetzungen münden.
- Zukunft der Nonnen: Die Auswirkungen auf die betagten Ordensschwestern und ihr Kloster sind noch unklar.
Die Öffentlichkeit verfolgt die Entwicklungen mit großem Interesse. Die Klärung der Vorwürfe ist essenziell, um die Integrität der Spendenkampagnen zu wahren und das Vertrauen der Unterstützer wiederherzustellen.





