Ein Mann wurde am späten Freitagabend bei einer Explosion in einem Schützenheim in St. Veit im Pongau verletzt. Der Vorfall ereignete sich gegen 21:00 Uhr, als das Mitglied des Schützenvereins offenbar mit Schwarzpulver hantierte, um Munition herzustellen. Trotz seiner Verletzungen konnte der Mann das Gebäude eigenständig verlassen und Hilfe rufen.
Das Wichtigste in Kürze
- Ein Mann wurde bei einer Schwarzpulverexplosion in einem Schützenheim in St. Veit im Pongau verletzt.
- Der Vorfall ereignete sich bei dem Versuch, Kartuschenmunition herzustellen.
- Ein Großaufgebot von 90 Einsatzkräften von Feuerwehr und Rotem Kreuz war vor Ort.
- Die genaue Ursache der Explosion wird derzeit von der Polizei ermittelt.
Der Vorfall am Freitagabend
Am Freitagabend wurde die ruhige Atmosphäre in St. Veit im Pongau jäh unterbrochen. Gegen 21:00 Uhr kam es im örtlichen Schützenheim zu einer Explosion. Ein Mitglied des Vereins war zu diesem Zeitpunkt im Gebäude und arbeitete Berichten zufolge an der Herstellung von Kartuschenmunition.
Bei diesem Vorgang kam es aus bisher ungeklärter Ursache zur Detonation von Schwarzpulver. Der Mann erlitt dabei Verletzungen. Glücklicherweise war er in der Lage, das Gebäude selbst zu verlassen und die Rettungskette in Gang zu setzen. Weitere Personen befanden sich zum Zeitpunkt des Unglücks nicht im Haus und waren somit nicht in Gefahr.
Umgang mit Schwarzpulver
Schwarzpulver ist ein hochexplosives Gemisch, dessen Herstellung und Handhabung strengen gesetzlichen Regelungen unterliegt. Es wird häufig von Sportschützen und bei traditionellen Böllerschüssen verwendet. Unsachgemäßer Umgang kann schnell zu schweren Unfällen führen, da das Pulver sehr empfindlich auf Funken, Hitze und Reibung reagiert.
Großeinsatz für die Rettungskräfte
Nach dem Notruf wurde ein Großeinsatz ausgelöst. Die Freiwillige Feuerwehr St. Veit traf als eine der ersten Einheiten am Unglücksort ein. Beim Eintreffen drang noch Rauch aus dem Gebäude, und der verletzte Mann konnte zunächst keine präzisen Angaben zum Hergang machen.
Insgesamt waren rund 90 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rotem Kreuz mit 14 Fahrzeugen vor Ort, um die Lage unter Kontrolle zu bringen und den Verletzten zu versorgen. Das Rote Kreuz übernahm die Erstversorgung des Mannes, bevor er zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht wurde.
Die Feuerwehrkräfte sicherten das Gebäude und bereiteten sich auf mögliche weitere Gefahren vor. Die Situation war anfangs unübersichtlich, da das genaue Ausmaß der Gefahr durch das explodierte Material nicht sofort klar war.
Schnelle Entwarnung durch Experten
Ein sprengstoffkundiger Beamter der Polizei wurde zur Beurteilung der Lage hinzugezogen. Nach einer gründlichen Untersuchung des Explosionsortes konnte der Experte rasch Entwarnung geben. Es bestand keine weitere akute Gefahr für die Umgebung oder die Einsatzkräfte.
Ermittlungen zur Ursache laufen
Nachdem die unmittelbare Gefahr gebannt war, konzentrierten sich die Maßnahmen der Feuerwehr auf das Ablöschen letzter Glutnester und die Belüftung des stark verrauchten Gebäudes. Im Inneren des Schützenheims entstand durch die Druckwelle der Explosion erheblicher Sachschaden.
Die Polizei hat die Ermittlungen zur genauen Unfallursache aufgenommen. Es muss geklärt werden, wie es zu der unkontrollierten Explosion des Schwarzpulvers kommen konnte. Ob alle Sicherheitsvorschriften beim Umgang mit dem explosiven Material eingehalten wurden, ist nun Gegenstand der polizeilichen Untersuchung.
„Die genaue Ursache ist noch unklar und wird derzeit ermittelt. Im Vordergrund stand zunächst die Versorgung des Verletzten und die Sicherung des Gebäudes“, erklärte ein Polizeisprecher.
Konsequenzen und Prävention
Der Vorfall unterstreicht einmal mehr die Risiken, die mit der Handhabung von explosiven Stoffen verbunden sind. Schützenvereine haben in der Regel strenge Sicherheitsprotokolle, um solche Unfälle zu verhindern. Die Ermittlungen werden zeigen, ob in diesem Fall menschliches Versagen oder ein technischer Defekt zur Explosion führte.
Für Vereine und Privatpersonen, die mit solchen Materialien umgehen, ist die Einhaltung aller Vorschriften von entscheidender Bedeutung. Dazu gehören:
- Die korrekte Lagerung von Schwarzpulver in dafür vorgesehenen Behältern.
- Die Verwendung von funkenfreiem Werkzeug.
- Das Tragen von Schutzausrüstung.
- Regelmäßige Schulungen zum sicheren Umgang mit den Substanzen.
Der Ausgang der Ermittlungen wird für den betroffenen Schützenverein und möglicherweise auch für andere Vereine Konsequenzen haben, um die Sicherheitsstandards weiter zu verbessern und solche Vorfälle in Zukunft zu vermeiden.





