Ein tragischer Unfall hat sich am Samstag im Skigebiet Maria Alm im Pinzgau ereignet. Ein 65-jähriger Skitourengeher kam bei einer Kollision mit einem 20-jährigen Skifahrer ums Leben. Der junge Mann wurde ebenfalls schwer verletzt.
Der Vorfall ereignete sich gegen Mittag auf der Schwarzeckalmabfahrt. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Klärung der genauen Unfallursache aufgenommen. Beide Wintersportler mussten mit Hubschraubern in Krankenhäuser geflogen werden.
Das Wichtigste in Kürze
- Ein 65-jähriger Tourengeher aus dem Pinzgau ist nach einer Pistenkollision verstorben.
- Ein 20-jähriger Skifahrer aus dem Pongau wurde bei dem Zusammenstoß schwer verletzt.
- Der Unfall ereignete sich am Samstagmittag auf der Schwarzeckalmabfahrt in Maria Alm.
- Die Polizei ermittelt den genauen Hergang des Unglücks.
Der Unfallhergang auf der Schwarzeckalmabfahrt
Am Samstag, dem 8. Februar 2026, kam es gegen 12:00 Uhr zu dem folgenschweren Zusammenstoß. Der 65-jährige Mann aus dem Pinzgau war als Tourengeher auf der Piste der Schwarzeckalm aufwärts unterwegs. Gleichzeitig befuhr ein 20-jähriger Skifahrer aus dem Pongau dieselbe Piste talwärts.
Aus noch ungeklärter Ursache kollidierten die beiden Männer frontal. Die Wucht des Aufpralls war so groß, dass beide schwere Verletzungen erlitten. Andere Wintersportler und Mitarbeiter der Bergbahnen leisteten umgehend Erste Hilfe und setzten die Rettungskette in Gang.
Schnelle Rettungsmaßnahmen eingeleitet
Aufgrund der Schwere der Verletzungen wurden zwei Notarzthubschrauber alarmiert. Der 65-jährige Tourengeher wurde nach der Erstversorgung vor Ort in die Christian-Doppler-Klinik nach Salzburg geflogen. Dort erlag er jedoch später seinen schweren Verletzungen.
Der 20-jährige Skifahrer wurde ebenfalls auf dem Luftweg in das Krankenhaus Schwarzach transportiert. Sein Zustand wird als ernst beschrieben. Die schnelle Reaktion der Ersthelfer und der Rettungskräfte war entscheidend, konnte das Leben des älteren Mannes aber tragischerweise nicht retten.
Details zum Unfallort
Die Schwarzeckalmabfahrt in Maria Alm ist eine beliebte Piste im Skigebiet Hochkönig. Zum Unfallzeitpunkt herrschten gute Pisten- und Sichtverhältnisse. Die genaue Stelle des Zusammenstoßes wird derzeit von der Alpinpolizei untersucht, um den Hergang zu rekonstruieren.
Ermittlungen der Polizei laufen
Die Alpinpolizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Es ist nun Aufgabe der Beamten, den genauen Hergang zu rekonstruieren und zu klären, wie es zu der Kollision kommen konnte. Zeugenaussagen werden gesammelt und die Unfallstelle wird genau analysiert.
Zentrale Fragen der Ermittlung sind die Geschwindigkeit der beiden Beteiligten, die genutzte Spur und die jeweiligen Sichtverhältnisse zum Zeitpunkt des Unglücks. Ein Ergebnis der polizeilichen Untersuchung wird in den kommenden Wochen erwartet.
„Unsere Mitarbeiter haben sofort Erste Hilfe geleistet, den Zusammenstoß selbst haben sie aber nicht beobachtet.“
Siegfried Egger, Geschäftsführer der Aberg-Hinterthal-Bergbahnen
Siegfried Egger, der Geschäftsführer der zuständigen Bergbahnen, bestätigte den Vorfall. Er betonte, dass das Tourengehen auf dieser Piste grundsätzlich erlaubt sei, sofern sich die Sportler an die geltenden Regeln halten. Diese Regeln dienen dazu, Konflikte zwischen aufsteigenden Tourengehern und abfahrenden Skifahrern zu minimieren.
Sicherheit auf der Piste: Ein komplexes Thema
Der tragische Vorfall rückt erneut die Debatte um die gemeinsame Nutzung von Skipisten durch verschiedene Wintersportler in den Fokus. Skitourengehen erfreut sich seit Jahren wachsender Beliebtheit, was zu einer erhöhten Frequenz auf präparierten Pisten führt.
Regeln für Tourengeher auf Pisten
Um die Sicherheit für alle zu gewährleisten, haben viele Skigebiete spezielle Verhaltensregeln für Tourengeher etabliert. Dazu gehören:
- Aufstieg am Pistenrand: Tourengeher sollen stets am äußersten Rand der Piste und hintereinander aufsteigen.
- Besondere Vorsicht: An unübersichtlichen Stellen wie Kuppen, Engstellen oder bei starkem Betrieb ist erhöhte Aufmerksamkeit geboten.
- Sichtbarkeit: Besonders bei schlechten Sichtverhältnissen oder in der Dämmerung ist es wichtig, gut sichtbar zu sein, etwa durch Reflektoren oder Stirnlampen.
- Pistensperrungen beachten: Gesperrte Pisten, insbesondere während der Präparierung mit Seilwinden, dürfen nicht betreten werden. Es besteht Lebensgefahr.
Siegfried Egger merkte an, dass es am Unfallort auch eine alternative Aufstiegsmöglichkeit gegeben hätte. Eine benachbarte, derzeit nicht geöffnete Piste hätte für den Aufstieg genutzt werden können. Ob dies den Beteiligten bekannt war, ist Teil der laufenden Ermittlungen.
Experten betonen immer wieder die Wichtigkeit von gegenseitiger Rücksichtnahme und vorausschauendem Verhalten. Abfahrende Skifahrer haben in der Regel Vorrang, da sie höhere Geschwindigkeiten erreichen und weniger manövrierfähig sind als aufsteigende Tourengeher. Gleichzeitig müssen auch sie ihre Geschwindigkeit den Verhältnissen anpassen und stets bremsbereit sein.
Dieser tödliche Unfall ist eine tragische Erinnerung daran, dass die Berge trotz ihrer Schönheit auch Gefahren bergen. Die Einhaltung von Sicherheitsregeln und ein hohes Maß an Eigenverantwortung sind für alle Wintersportler unerlässlich, um das Risiko von Unfällen zu minimieren.





