Die Buslinie 17 in Salzburg hat eine bedeutende Erweiterung erfahren. Seit Montag, dem 16. Februar, verbindet sie nun Liefering im Norden mit Aigen im Süden der Stadt. Diese Neuerung ist das Ergebnis der Zusammenlegung der bisherigen Linien 17 und 18, was eine wesentliche Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrsnetzes darstellt.
Wichtige Punkte
- Die Buslinie 17 fährt nun von Liefering bis Aigen.
- Die Linie 17 und Linie 18 wurden zusammengelegt.
- Die Anzahl der Haltestellen stieg von sechs auf 23.
- Die Taktung beträgt aktuell 30 Minuten, eine Verdichtung ist möglich.
- Die Anbindung an die S-Bahn-Station Aigen wurde verbessert.
Erweiterung schafft neue Nord-Süd-Verbindung
Die Linie 17, die ursprünglich ihren Dreh- und Angelpunkt in der Rennbahnsiedlung in Parsch hatte, ist nun eine zentrale Achse des öffentlichen Nahverkehrs. Ihre Route führt jetzt quer durch die Stadt, von der Salzburg Arena bis zu den Ursulinen, und deckt dabei 23 Haltestellen ab. Zuvor bediente die Linie lediglich sechs Haltestellen, was die enorme Ausweitung verdeutlicht.
Diese Umstellung ist ein direktes Resultat der Entscheidung der Stadt, die Linien 17 und 18 zu verschmelzen. Die Linie 18 verkehrte zuletzt zwischen der Salzburg Arena und der Altstadt, verzeichnete jedoch eine mäßige Nachfrage. Durch die Integration in die Linie 17 soll die Effizienz gesteigert und das Angebot für die Fahrgäste attraktiver gemacht werden.
Faktencheck zur Linie 17
- Vorher: 6 Haltestellen, Fokus Rennbahnsiedlung Parsch.
- Nachher: 23 Haltestellen, Verbindung Liefering – Aigen.
- Taktung: Alle 30 Minuten.
- Fahrgastzahl (vor Erweiterung): Rund 350 an Werktagen.
Verbesserte Anbindung und abgestimmte Fahrzeiten
Ein wesentlicher Aspekt der Erweiterung ist die neue Anbindung der S-Bahn-Station Aigen. Die Abfahrtszeiten der Busse sind nun gezielt mit den Zugverbindungen der S3 in Richtung Süden abgestimmt. Dies verbessert die Umsteigemöglichkeiten und fördert eine nahtlose Nutzung verschiedener Verkehrsmittel.
„Die Abstimmung der Bus-Abfahrtszeiten mit der Zugverbindung in Aigen ist ein wichtiger Schritt, um die Vernetzung im öffentlichen Nahverkehr zu optimieren“, erklärte Verkehrsstadträtin Anna Schiester (Bürgerliste) in einer Stellungnahme. „Dies betrifft insbesondere die Relation Stadtzentrum – S3 Richtung Süden und retour.“
Die Linie 17 wurde vor etwa einem Jahr eingeführt. Bis zur aktuellen Erweiterung nutzten sie an Werktagen durchschnittlich 350 Fahrgäste. Dabei zeigte sich eine deutliche Nachfragespitze in den Abendstunden. Angesichts des kurzen Einführungszeitraums galt diese Auslastung als verhältnismäßig hoch.
Potenzial für höhere Frequenzen
Aktuell verkehrt die Linie 17 weiterhin im 30-Minuten-Takt. Dieses Intervall ist laut Büro von Verkehrsstadträtin Schiester gut auf die erwartbare Nachfrage abgestimmt und fügt sich in das angestrebte Taktfamilienkonzept für den gesamten Zentralraum ein. Dieses Konzept sieht leicht merkbare und aufeinander abgestimmte Intervalle von 60, 30, 15 und 7,5 Minuten vor.
Die Stadt Salzburg geht davon aus, dass die Zusammenlegung mit der Linie 18 und die damit verbundene Linienverlängerung zu einem deutlich erhöhten Nachfragezuwachs führen werden. Sollte sich diese Entwicklung bestätigen, ist eine Taktverdichtung auf ein 15-Minuten-Intervall eine realistische Option. Dies würde die Attraktivität der Linie weiter steigern und Wartezeiten für die Fahrgäste verkürzen.
Hintergrund der Linienzusammenlegung
Die Entscheidung zur Zusammenlegung der Linien 17 und 18 erfolgte im Rahmen einer strategischen Neuausrichtung des Salzburger Busnetzes. Ziel ist es, ineffiziente Teilstrecken zu eliminieren und das Angebot dort zu stärken, wo der Bedarf am größten ist. Die Linie 18 hatte in ihrer ursprünglichen Form Schwierigkeiten, eine ausreichende Fahrgastzahl zu generieren, während die Linie 17 bereits vor der Erweiterung Potenzial zeigte.
Die Integration der beiden Linien schafft eine durchgehende Verbindung, die zuvor nicht existierte und vielen Pendlern sowie Bewohnern neue Möglichkeiten eröffnet. Dies ist ein Schritt zur Verbesserung der öffentlichen Infrastruktur in der Stadt.
Ausblick auf die zukünftige Nutzung
Die Stadtverwaltung beobachtet die Entwicklung der Fahrgastzahlen der neuen Linie 17 genau. Die Erwartungen an einen deutlichen Anstieg der Nutzerzahlen sind hoch. Die Verlängerung der Linie von Nord nach Süd durchquert nun wichtige Wohngebiete und Verkehrsknotenpunkte, was eine breitere Akzeptanz und Nutzung fördern soll.
Die Abstimmung mit der S-Bahn ist ein Beispiel für die Bemühungen, den öffentlichen Verkehr in Salzburg effizienter und benutzerfreundlicher zu gestalten. Die neue Linie 17 trägt dazu bei, die Mobilität der Bürger zu verbessern und eine umweltfreundliche Alternative zum Individualverkehr zu bieten. Es bleibt abzuwarten, wie schnell sich die Fahrgastzahlen entwickeln und ob eine Taktverdichtung zeitnah umgesetzt werden kann.





