Die Stadt Salzburg bereitet eine umfassende Reform der Kurzparkzonen vor. Geplant sind eine deutliche Erhöhung der Parkgebühren, eine Verkürzung der maximalen Parkdauer sowie die Ausweitung der Zonen auf weitere Stadtteile. Die Änderungen sollen bis Ende des dritten Quartals 2026 umgesetzt werden und zielen darauf ab, die Parksituation für Anwohner zu verbessern.
Ein entsprechender Amtsbericht hat bereits die Zustimmung im Planungsausschuss erhalten, lediglich die FPÖ stimmte dagegen. Die Maßnahmen sind Teil eines größeren Konzepts zur Verkehrsregulierung in der Stadt.
Die wichtigsten Änderungen im Überblick
- Gebührenerhöhung: Der Stundentarif soll von 1,50 Euro auf 2,33 Euro angehoben werden.
- Kürzere Parkdauer: Die maximal erlaubte Parkzeit wird von drei auf zwei Stunden reduziert.
- Erweiterung der Zonen: Die Kurzparkzonen werden auf Teile von Nonntal, Maxglan und Liefering ausgeweitet.
- Zeitplan: Die Umsetzung der Maßnahmen ist bis Ende des dritten Quartals 2026 geplant.
Details der geplanten Parkreform
Die Stadtverwaltung Salzburg plant weitreichende Anpassungen bei der Parkraumbewirtschaftung. Autofahrer müssen sich künftig auf höhere Kosten und strengere Regeln einstellen. Die geplanten Änderungen betreffen mehrere zentrale Aspekte des Parkens in der Stadt.
Anpassung von Kosten und Parkdauer
Eine der spürbarsten Änderungen ist die Erhöhung der Parkgebühren. Laut den aktuellen Plänen soll der Preis für eine Stunde Parken in den Kurzparkzonen von 1,50 Euro auf 2,33 Euro steigen. Dies entspricht einer Preisanpassung von mehr als 55 Prozent.
Gleichzeitig wird die maximale Parkdauer verkürzt. Anstatt wie bisher bis zu drei Stunden parken zu dürfen, wird die Höchstdauer auf zwei Stunden begrenzt. Diese Maßnahme soll die Fluktuation auf den Parkplätzen erhöhen und die Verfügbarkeit für Kurzzeitparker verbessern.
Kostensteigerung im Detail
Die geplante Erhöhung von 1,50 Euro auf 2,33 Euro pro Stunde bedeutet für die maximale Parkdauer von zwei Stunden künftig Kosten von 4,66 Euro, verglichen mit 4,50 Euro für drei Stunden nach altem Tarif.
Ausweitung der Kurzparkzonen
Das neue Parkkonzept sieht nicht nur eine Änderung der bestehenden Regeln vor, sondern auch eine räumliche Ausdehnung. Die Kurzparkzonen sollen bis Ende des dritten Quartals 2026 auf zusätzliche Gebiete in drei wichtigen Stadtteilen ausgeweitet werden:
- Nonntal
- Maxglan
- Liefering
Diese Erweiterung soll den Parkdruck in den betroffenen Wohngebieten reduzieren. Laut Angaben der Stadt ist das Hauptziel, die Parksituation für die Anwohnerinnen und Anwohner zu verbessern, die oft Schwierigkeiten haben, einen Parkplatz in der Nähe ihrer Wohnung zu finden.
Mögliche Ausdehnung auf Abendstunden und Wochenenden
Zusätzlich zu den genannten Änderungen werden weitere Anpassungen geprüft. Erste Vorschläge beinhalten eine zeitliche Ausdehnung der Bewirtschaftung. Das bedeutet, dass die Gebührenpflicht und die maximale Parkdauer zukünftig auch in den Abendstunden und an Wochenenden gelten könnten. Details hierzu sind jedoch noch nicht finalisiert.
Hintergrund der Entscheidung
Die Neuregelung basiert auf einem Amtsbericht, der im zuständigen Planungsausschuss eine breite Mehrheit fand. Die Entscheidung wurde gegen die Stimmen der FPÖ getroffen. Die Stadtverwaltung begründet den Schritt mit der Notwendigkeit, das Parken effektiver zu regulieren und die Lebensqualität in den Stadtteilen zu steigern. Das Amt für Verkehrsplanung arbeitet derzeit an einem umfassenden Konzept, das auch organisatorische Änderungen umfassen wird.
Ziele und nächste Schritte
Die Stadt Salzburg verfolgt mit der Reform klare Ziele. „Nach umfassenden Prüfungen soll dadurch die Parksituation für Bewohner:innen verbessert werden“, heißt es in einer offiziellen Aussendung. Die Maßnahmen sollen dazu beitragen, den Parksuchverkehr zu verringern und den öffentlichen Raum fairer zu verteilen.
Das umfassende Konzept des Amtes für Verkehrsplanung wird sowohl die räumliche Ausdehnung als auch die organisatorische Umsetzung der neuen Parkregeln beinhalten. Bevor die Pläne endgültig umgesetzt werden, erfolgt eine abschließende Evaluierung aller Vorschläge. Die Stadt wird die genauen Details der Umsetzung nach Abschluss dieser Prüfung bekannt geben. Die Bürgerinnen und Bürger werden rechtzeitig über die finalen Regelungen und den genauen Starttermin der neuen Zonen informiert.





