Eine neu eingerichtete Baustelle auf der A1 Westautobahn zwischen Thalgau und Salzburg Nord hat am Mittwochmorgen zu erheblichen Verkehrsbehinderungen geführt. Pendler berichteten von bis zu einer halben Stunde Zeitverlust. Die ungewohnte Fahrspurenführung und mangelnde Vorabinformationen sorgten für Verwirrung bei den Autofahrern.
Wichtigste Punkte
- Baustelle auf der A1 zwischen Thalgau und Salzburg Nord Richtung München.
- Erhebliche Zeitverluste von bis zu 30 Minuten im Frühverkehr.
- Fahrspurenführung: Eine Spur rechts, eine Spur im Gegenverkehrsbereich links.
- ASFINAG plant zusätzliche Beschilderungen zur Verbesserung der Situation.
- Die aktuelle Baustellenphase dauert bis Mitte April.
Verwirrung durch neue Spurenführung
Die Baustelle, die in Fahrtrichtung München errichtet wurde, überraschte viele Autofahrer. Die ASFINAG hat eine sogenannte „Drei plus Eins“-Führung der Fahrspuren eingerichtet. Das bedeutet, eine Spur bleibt auf der rechten Fahrbahn, während eine weitere Spur in den Gegenverkehrsbereich auf die linke Seite wechselt. Diese unübliche Konfiguration verlangt von den Verkehrsteilnehmern eine frühe und präzise Einordnung.
Wer die Autobahnabfahrt Eugendorf im Flachgau nutzen möchte, muss sich bereits vor der Baustelle auf der rechten Spur einordnen. Alle anderen, die über Eugendorf hinausfahren, sollen die linke Spur im Gegenverkehrsbereich nutzen. Diese Regelung führte am Mittwochmorgen zu Stau und Unsicherheit.
Faktencheck
- Dauer der aktuellen Phase: Bis Mitte April
- Gesamtdauer der Bauarbeiten: Bis Mitte September
- Betroffener Abschnitt: 8 Kilometer zwischen Thalgau und Salzburg Nord
- Spurenführung: Drei plus Eins (eine rechts, eine links im Gegenverkehr)
Halbstündiger Zeitverlust für Pendler
Pendler, die die Strecke regelmäßig nutzen, berichteten von massiven Verzögerungen. Im Zeitraum von zwei bis drei Stunden am Mittwochmorgen summierten sich die Wartezeiten auf bis zu 30 Minuten. Auch die umliegenden Bundesstraßen waren betroffen, da viele Autofahrer versuchten, der A1 auszuweichen und somit auch dort für erhöhtes Verkehrsaufkommen sorgten.
„Das ist natürlich für die Verkehrsteilnehmer momentan sehr schwer. Manche übersehen es auch. Wir haben es gut beschriftet. Lösen wird es sich nur, wenn die Verkehrsteilnehmer in ein paar Tagen lernen, wie zu fahren ist.“
Hintergrund der Baustelle
Die Bauarbeiten auf dem acht Kilometer langen Abschnitt der A1 sind umfangreich und dauern insgesamt bis Mitte September. Die jetzige Phase ist nur ein Teil davon. Die Sanierung ist notwendig, um die Infrastruktur langfristig zu sichern und die Verkehrssicherheit zu gewährleisten.
ASFINAG reagiert auf Kritik
Die ASFINAG wurde für die mangelnde Kommunikation der Baustellenführung kritisiert. Viele Autofahrer fühlten sich unzureichend informiert. Autobahnmeister Erwin Pfeifenberger räumte ein, dass die Situation für die Verkehrsteilnehmer schwierig sei. Er betonte, dass die Baustelle gut beschildert sei, jedoch eine gewisse Eingewöhnungszeit notwendig sei.
Als Reaktion auf die Probleme wird die ASFINAG nun versuchen, die Baustelle auf der Autobahn noch früher auszuschildern. Man prüft, ob eine Ankündigung bereits vor Mondsee oder Thalgau sinnvoll wäre. Dies soll helfen, Probleme bei längeren Staus frühzeitig abzufangen und den Verkehrsfluss zu verbessern. Eine verbesserte Beschilderung könnte die Situation in den kommenden Tagen entschärfen.
Ausblick auf die kommenden Wochen
Die aktuelle Baustellenphase mit der spezifischen Spurenführung bleibt bis Mitte April bestehen. Danach ist ein erneuter Umbau geplant. Pendler und Reisende müssen sich also weiterhin auf Änderungen und mögliche Verzögerungen einstellen. Es ist ratsam, vor Fahrtantritt die aktuelle Verkehrslage zu prüfen und gegebenenfalls mehr Zeit einzuplanen.
Die ASFINAG hofft, dass sich die Verkehrsteilnehmer mit der Zeit an die neue Situation gewöhnen werden und der Verkehrsfluss sich dann wieder normalisiert. Bis dahin bleibt die Aufmerksamkeit der Autofahrer besonders gefordert, um Unfälle und weitere Staus zu vermeiden.





