Salzburg steht vor einem Jahr umfangreicher Infrastrukturprojekte im Verkehrsbereich. Im Jahr 2026 sind bedeutende Erneuerungen von Bahnhöfen und Streckenausbauten geplant. Diese Maßnahmen sollen die Mobilität in der Region langfristig verbessern, bringen jedoch kurzfristig auch Einschränkungen mit sich. Pendler und Reisende müssen sich auf Sperren und Zugausfälle einstellen.
Wichtige Punkte
- Autobahnsanierung auf der A1 zwischen Salzburg-Nord und Wallersee.
- Fortsetzung der Arbeiten auf der A10 Tauernautobahn zwischen Eben und Flachau.
- Umfassende Modernisierung der Bahnhöfe Salzburg Hauptbahnhof, Salzburg Süd und Golling-Abtenau.
- Erhebliche Streckensperrungen und Zugausfälle im Bahnverkehr im Pinzgau und im Ennstal.
- Einsatz von Schnellbussen als Ersatz für Zugverbindungen.
Umfassende Arbeiten auf Salzburgs Autobahnen
Das Jahr 2026 wird für Autofahrer in Salzburg herausfordernd. Besonders betroffen ist die A1 Westautobahn. Zwischen Salzburg-Nord und Wallersee wird eine neue Asphaltdecke auf die bestehende Betonfahrbahn aufgebracht. Dieses sogenannte „Black Topping“ ist für den Zeitraum von Februar bis November angesetzt.
Die Kosten für diese Maßnahme belaufen sich auf rund zwölf Millionen Euro. Pendler auf der A1 müssen während dieser Zeit mit erheblichen Staus rechnen. Dieser Abschnitt gilt bereits jetzt als Stau-Hotspot.
Faktencheck Autobahn A1
- Abschnitt: Salzburg-Nord bis Wallersee
- Zeitraum: Februar bis November 2026
- Kosten: Ca. 12 Millionen Euro
- Maßnahme: Neue Asphaltdecke („Black Topping“)
Auch auf der A10 Tauernautobahn gehen die Arbeiten weiter. Die Sanierung des Abschnitts zwischen Eben und Flachau wird bis Ende 2027 fortgesetzt. Diese langfristigen Projekte sollen die Verkehrsinfrastruktur nachhaltig sichern und modernisieren.
Große Modernisierung im Bahnnetz
Die ÖBB investieren ebenfalls massiv in die Modernisierung ihrer Infrastruktur in Salzburg. Drei wichtige Bahnhöfe werden umfassend erneuert. Dazu gehören der Salzburg Hauptbahnhof, Salzburg Süd und Golling-Abtenau.
Am Salzburger Hauptbahnhof liegt der Fokus auf der Errichtung neuer Bahnsteige und der Modernisierung der Gleisanlagen. Dies soll die Kapazität und Effizienz des Bahnhofs erhöhen. In Salzburg Süd und Golling-Abtenau werden die Bahnsteige barrierefrei ausgebaut und modernisiert. Dies verbessert den Komfort für alle Reisenden.
Streckensperren und Ersatzverkehr im Bahnverkehr
Die Bauarbeiten im Bahnnetz führen zu weitreichenden Sperrungen. Besonders betroffen sind die Strecken im Pinzgau und im Ennstal. Von April bis November 2026 wird die Strecke zwischen Zell am See und Hochfilzen gesperrt. In dieser Zeit müssen Reisende auf Ersatzbusse umsteigen.
Eine weitere Sperre betrifft die Ennstalbahn. Zwischen Schladming und Bischofshofen wird die Strecke von September bis Dezember 2026 für den Zugverkehr unterbrochen. Auch hier kommen Schnellbusse zum Einsatz, um die Anbindung der Region zu gewährleisten.
„Die Modernisierung der Infrastruktur ist entscheidend für die Zukunft des öffentlichen Verkehrs in Salzburg. Wir bitten um Verständnis für die unvermeidbaren Einschränkungen“, erklärt ein Sprecher der ÖBB.
Hintergrund: Langfristige Investitionen
Die geplanten Projekte sind Teil einer langfristigen Strategie zur Stärkung der Verkehrsinfrastruktur in Salzburg. Ziel ist es, die Region für die steigenden Mobilitätsanforderungen der Zukunft zu rüsten. Die Investitionen sollen nicht nur die Kapazität erhöhen, sondern auch die Sicherheit und den Komfort für alle Verkehrsteilnehmer verbessern.
Auswirkungen auf Pendler und Reisende
Für Pendler wird das Jahr 2026 eine logistische Herausforderung. Auf der A1 sind längere Fahrzeiten und Staus zu erwarten. Im Bahnverkehr müssen sich Reisende auf Umstiege in Ersatzbusse einstellen. Die Schnellbusse sollen eine möglichst reibungslose Alternative bieten, können aber die Fahrtzeiten verlängern.
Es wird empfohlen, sich frühzeitig über aktuelle Fahrpläne und Verkehrsmeldungen zu informieren. Digitale Informationskanäle der ÖBB und der ASFINAG werden regelmäßig aktualisiert, um Reisende auf dem Laufenden zu halten.
Vorbereitung auf Einschränkungen
Die Behörden arbeiten daran, die Auswirkungen der Bauarbeiten so gering wie möglich zu halten. Dennoch sind Verzögerungen und Planänderungen nicht auszuschließen. Flexibilität und eine frühzeitige Reiseplanung sind für alle Verkehrsteilnehmer ratsam.
- Nutzen Sie alternative Verkehrsmittel, wenn möglich.
- Planen Sie zusätzliche Zeit für Ihre Fahrten ein.
- Informieren Sie sich vor Reiseantritt über die aktuelle Verkehrslage.
Die umfangreichen Investitionen in die Infrastruktur sind notwendig, um Salzburgs Verkehrssystem zukunftsfähig zu machen. Trotz der kurzfristigen Belastungen versprechen die Projekte langfristige Vorteile für die Region.





