In der Auseinandersetzung um das Kloster Goldenstein in Elsbethen gibt es eine entscheidende Wende. Die drei Augustiner-Chorfrauen, die vor drei Monaten eigenmächtig in ihr ehemaliges Kloster zurückgekehrt waren, dürfen nun offiziell bleiben. Propst Markus Grasl, der Ordensobere, hat den Schwestern eine entsprechende Vereinbarung vorgelegt.
Der Fall der drei hochbetagten Nonnen hatte in den vergangenen Monaten für internationale Schlagzeilen gesorgt. Ihre Rückkehr in das Kloster, das sie als ihre Heimat betrachten, wurde von einer Welle der öffentlichen Unterstützung begleitet.
Das Wichtigste in Kürze
- Drei Augustiner-Chorfrauen im Alter von 82, 86 und 88 Jahren dürfen nach einem monatelangen Konflikt in ihrem ehemaligen Kloster Goldenstein bleiben.
- Der Ordensobere, Propst Markus Grasl, hat nachgegeben und den Schwestern eine Vereinbarung zur Unterzeichnung vorgelegt.
- Die Nonnen waren im September eigenmächtig aus einer Seniorenresidenz ausgezogen und hatten sich mit Hilfe von Unterstützern Zugang zum Kloster verschafft.
- Der Fall erregte internationales Aufsehen und führte zu einer breiten öffentlichen Debatte über den Umgang mit älteren Ordensmitgliedern.
Ein unerwarteter Auszug sorgt für Aufsehen
Die Geschichte begann im September dieses Jahres, als die drei Schwestern Bernadette (88), Regina (86) und Rita (82) eine folgenschwere Entscheidung trafen. Unzufrieden mit ihrer Unterbringung in der Seniorenresidenz Kahlsperg in Oberalm, verließen sie die Einrichtung ohne die Zustimmung ihres Ordensoberen.
Ihr Ziel war klar: die Rückkehr in das Kloster Goldenstein in Elsbethen, den Ort, an dem sie den größten Teil ihres Lebens verbracht hatten. Mit der tatkräftigen Unterstützung von ehemaligen Schülerinnen der einstigen Klosterschule gelang es ihnen, wieder in die vertrauten Mauern einzuziehen. Dieser Akt des zivilen Ungehorsams wurde schnell über die Grenzen Salzburgs hinaus bekannt.
Die Reaktion des Ordens
Der eigenmächtige Umzug der Schwestern stellte den Orden vor eine Herausforderung. Propst Markus Grasl, als Vorgesetzter für die drei Chorfrauen verantwortlich, stand unter erheblichem Druck. Einerseits musste er die Ordnung innerhalb der Gemeinschaft wahren, andererseits sah er sich einer breiten Öffentlichkeit gegenüber, die mit den Nonnen sympathisierte.
Die Situation blieb über Wochen angespannt. Während die Schwestern sich in ihrem alten Zuhause einrichteten, liefen im Hintergrund Gespräche, um eine Lösung für den Konflikt zu finden. Die internationale Medienberichterstattung trug dazu bei, den Fokus auf die menschliche Dimension des Falles zu lenken.
Der lange Weg zur Einigung
Drei Monate lang herrschte Unsicherheit über die Zukunft der drei Nonnen. Viele Beobachter fragten sich, ob die betagten Schwestern gezwungen würden, das Kloster erneut zu verlassen. Die Unterstützung aus der Bevölkerung, insbesondere durch ein Komitee ehemaliger Schülerinnen, war jedoch ungebrochen.
Das Kloster Goldenstein
Das Kloster Goldenstein in Elsbethen bei Salzburg hat eine lange Geschichte. Es war über Jahrzehnte nicht nur ein spirituelles Zentrum, sondern auch Heimat einer bekannten Schule. Viele Absolventinnen fühlen sich dem Ort und den Schwestern, die sie unterrichtet haben, bis heute tief verbunden. Diese emotionale Bindung spielte eine entscheidende Rolle bei der Unterstützung der Nonnen.
Die öffentliche Anteilnahme und die Hartnäckigkeit der Schwestern scheinen nun Früchte getragen zu haben. Das Einlenken von Propst Grasl wird von vielen als Sieg der Menschlichkeit über bürokratische Regeln gewertet. Er legte den Nonnen nun eine Vereinbarung vor, die ihren Verbleib im Kloster regelt.
Die vorliegende Vereinbarung stellt eine Lösung dar, die es den Schwestern ermöglicht, ihren Lebensabend in ihrer gewohnten Umgebung zu verbringen.
Was die Vereinbarung bedeutet
Details der Vereinbarung wurden bisher nicht öffentlich gemacht, doch der Kernpunkt ist klar: Die Schwestern Bernadette, Regina und Rita haben nun das offizielle Recht, im Kloster Goldenstein zu wohnen. Damit endet eine Phase der Ungewissheit, die für die hochbetagten Frauen eine erhebliche Belastung dargestellt haben muss.
Zahlen zum Fall
- 3 Schwestern waren die Hauptfiguren des Konflikts.
- 88, 86 und 82 Jahre alt sind die drei Nonnen.
- 3 Monate dauerte die Auseinandersetzung von ihrem Einzug bis zur jetzigen Einigung.
- 1 Kloster stand im Mittelpunkt des Interesses: Goldenstein in Elsbethen.
Die Lösung des Konflikts ist ein positives Signal, nicht nur für die direkt Beteiligten. Sie wirft auch ein Licht auf die Frage, wie Ordensgemeinschaften mit ihren älter werdenden Mitgliedern umgehen. Der Wunsch, den Lebensabend in der vertrauten Heimat zu verbringen, ist ein tief menschliches Bedürfnis, das in diesem Fall letztendlich respektiert wurde.
Ein Blick in die Zukunft
Mit der nun getroffenen Vereinbarung kehrt im Kloster Goldenstein wieder Ruhe ein. Die drei Schwestern können sich darauf konzentrieren, ihren Alltag in den Mauern zu gestalten, die sie so lange ihr Zuhause nannten. Für die Gemeinschaft in Elsbethen und die vielen Unterstützer ist dies ein erfreulicher Abschluss einer außergewöhnlichen Geschichte.
Der Fall hat gezeigt, wie der Zusammenhalt einer Gemeinschaft und der unbedingte Wille Einzelner am Ende zu einer Lösung führen können, die von Herzen kommt. Die Geschichte der drei rebellischen Nonnen von Goldenstein wird wohl noch lange in Salzburg und darüber hinaus erzählt werden.





