Anfang November wurde das House of Talents in Salzburg zum zentralen Treffpunkt für die lokale Kreativszene. Das neu ins Leben gerufene „Creative City Lab_Salzburg“ zog am 6. und 7. November rund 200 Besucher an und bot eine Plattform für den Austausch zwischen jungen Kreativen, Hochschulabsolventen und erfahrenen Unternehmern.
Die Veranstaltung, die aus der Kulturstrategie der Stadt Salzburg hervorgegangen ist, soll die Kreativwirtschaft als wichtigen Standortfaktor stärken und neue Kooperationen anstoßen. Das Programm umfasste Workshops, Fachvorträge und Präsentationen aus den unterschiedlichsten Bereichen.
Die wichtigsten Punkte
- Rund 200 Teilnehmer besuchten das erste Creative City Lab in Salzburg.
- Die Veranstaltung vernetzte junge Kreative, Absolventen und Unternehmer.
- Das Format ist Teil der städtischen Kulturstrategie zur Stärkung der Kreativwirtschaft.
- Bürgermeister Bernhard Auinger betonte die Bedeutung der Branche für den Wirtschaftsstandort.
Ein Schaufenster für Salzburgs Kreativszene
Das Ziel des zweitägigen Events war es, die Vielfalt und das Potenzial der Salzburger Kreativwirtschaft sichtbar zu machen. Vertreter aus zahlreichen Branchen kamen zusammen, um ihre Arbeit vorzustellen und voneinander zu lernen. Das Spektrum reichte von Grafik und Design über Medienproduktion und Musik bis hin zu Softwareentwicklung und der Games-Industrie.
Die Organisatoren schufen bewusst eine offene und dynamische Atmosphäre, die den direkten Dialog fördern sollte. Junge Talente erhielten die Möglichkeit, ihre Projekte einem breiteren Publikum zu präsentieren und wertvolles Feedback von etablierten Fachleuten zu erhalten.
Vom Konzept zur Zusammenarbeit
In mehreren Workshops wurden konkrete Fragestellungen bearbeitet und neue Lösungsansätze entwickelt. Die Teilnehmer konnten sich in kleinen Gruppen intensiv austauschen und erste Ideen für gemeinsame Projekte entwickeln. Dieser praxisorientierte Ansatz wurde von den Besuchern besonders geschätzt.
Die Veranstaltung diente nicht nur der Vernetzung, sondern auch als Inspirationsquelle. Durch den Einblick in die Arbeitsweisen anderer Branchen konnten die Kreativen neue Perspektiven gewinnen und über den eigenen Tellerrand blicken.
Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll die Bandbreite der kreativen Berufe in Salzburg. Vertreten waren unter anderem:
- Grafikdesigner und Illustratoren
- Musiker und darstellende Künstler
- Software- und Spieleentwickler
- Medien- und Kommunikationsfachleute
Innovative Formate begeistern das Publikum
Ein besonderes Highlight der Veranstaltung war die „Pecha Kucha Night“. Bei diesem Präsentationsformat haben die Vortragenden die Aufgabe, ihre Ideen anhand von 20 Folien vorzustellen, die jeweils nur 20 Sekunden lang gezeigt werden. Das Ergebnis sind kurze, prägnante und äußerst unterhaltsame Vorträge.
Junge Kreative nutzten diese Bühne, um ihre innovativen Projektideen und persönlichen Werdegänge auf unkonventionelle Weise zu teilen. Das Publikum zeigte sich von der Energie und dem Einfallsreichtum der Präsentationen begeistert.
„Für eine Stadt wie Salzburg ist neben Kultur und Tourismus die Kreativwirtschaft ein bedeutender Standortfaktor. Entscheidend dabei ist, dass Künstlerinnen und kreative Unternehmerinnen die Möglichkeit haben, sich zu vernetzen und gemeinsam neue Impulse zu setzen.“
– Bürgermeister Bernhard Auinger
Diese Formate unterstreichen den modernen Charakter des Creative City Labs, das bewusst auf Interaktion und direkte Kommunikation setzt, anstatt auf klassische Frontalvorträge.
Ein strategischer Baustein für Salzburg
Das Creative City Lab ist kein einmaliges Event, sondern ein integraler Bestandteil der Kulturstrategie der Stadt Salzburg. Diese Strategie zielt darauf ab, die Verbindungen zwischen Kunst, Wirtschaft und Wissenschaft zu intensivieren und Kreativität als treibende Kraft für die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung zu nutzen.
Die Kulturstrategie der Stadt Salzburg wurde entwickelt, um die Rolle von Kunst und Kultur als Motor für Innovation zu stärken. Ein zentrales Anliegen ist es, die Rahmenbedingungen für Kreativschaffende zu verbessern und Synergien zwischen verschiedenen Sektoren zu fördern. Das Creative City Lab ist eines der ersten sichtbaren Umsetzungsprojekte dieser Strategie.
Dagmar Aigner, die Leiterin der städtischen Kulturabteilung, zeigte sich zuversichtlich über die Zukunft des Formats. „Die Strategie verfolgt das Ziel, Kunst, Wirtschaft und Wissenschaft stärker miteinander zu verbinden und Kreativität als Motor von Entwicklungen zu stärken“, erklärte sie. „Der Auftakt ist gemacht, jetzt nehmen wir den Schwung für die nächsten Umsetzungsprojekte in diesem Themenfeld mit.“
Starke Partner für eine starke Szene
Die erfolgreiche Durchführung der Veranstaltung war auch das Ergebnis einer gelungenen Kooperation. Der Altstadtverband Salzburg unterstützte das Projekt, indem er die Räumlichkeiten im House of Talents zur Verfügung stellte. Solche Partnerschaften sind entscheidend, um nachhaltige Strukturen für die Kreativszene zu schaffen.
Die positive Resonanz der Teilnehmer und die Unterstützung aus Politik und Wirtschaft deuten darauf hin, dass das Creative City Lab das Potenzial hat, sich als feste Institution im Salzburger Veranstaltungskalender zu etablieren. Es bleibt abzuwarten, welche konkreten Projekte und Kooperationen aus den bei diesem ersten Treffen geknüpften Kontakten entstehen werden.





