Für das deutsche Fernsehpublikum ist es eine Premiere, für österreichische Krimifans hingegen ein bekanntes Gesicht an einem vertrauten Schauplatz. Der deutsche Sender ARD hat den Start einer neuen Krimireihe mit dem Titel „Der Salzburg-Krimi“ angekündigt. Tatsächlich handelt es sich dabei um die erfolgreiche ServusTV-Produktion „Meiberger“ mit dem österreichischen Schauspieler Fritz Karl in der Hauptrolle.
Die Umbenennung und Ausstrahlung in Deutschland ist das Ergebnis einer Kooperation zwischen den Sendern und Produktionsfirmen, die die malerische Kulisse Salzburgs nun einem Millionenpublikum jenseits der Grenze zugänglich macht. Währenddessen laufen bei ServusTV bereits die Vorbereitungen für neue Fälle des beliebten Kriminalpsychologen.
Das Wichtigste in Kürze
- Die ARD strahlt die ServusTV-Serie „Meiberger“ unter dem neuen Titel „Der Salzburg-Krimi“ aus.
- Die ersten beiden Filme laufen am 26. Februar und 5. März 2026 zur Hauptsendezeit um 20:15 Uhr.
- Es handelt sich um eine Koproduktion von Monafilm und Tivolifilm in Zusammenarbeit mit ServusTV und ARD Degeto.
- ServusTV bestätigt, dass bereits an neuen „Meiberger“-Fällen gearbeitet wird.
Verwirrung um „neuen“ Salzburg-Krimi geklärt
Die Ankündigung einer „neuen Krimireihe“ aus Salzburg durch die ARD sorgte zunächst für Überraschung. In der Salzburger Medienszene war von einem derart großen, bisher unbekannten Projekt nichts durchgesickert. Die Auflösung ist jedoch einfach: Die Serie ist nur für das deutsche Publikum neu.
Bei „Der Salzburg-Krimi“ handelt es sich um die bereits etablierte ServusTV-Reihe „Meiberger“. Im Mittelpunkt steht der von Fritz Karl verkörperte Kriminalpsychologe Thomas Meiberger, der die Polizei bei der Aufklärung komplexer Fälle unterstützt. An seiner Seite ermittelt die von Lisa Schützenberger gespielte Kommissarin Nepo Fitz.
Die Kooperation ermöglicht es, eine hochwertige österreichische Produktion einem breiteren Publikum vorzustellen. Die Pressestelle von ServusTV beschreibt das Projekt als eine Zusammenarbeit, die von Anfang an auf eine Auswertung in beiden Ländern ausgelegt war.
Konkrete Sendetermine und bekannte Folgen
Die ARD wird zunächst zwei Filme der Reihe ausstrahlen. Den Anfang macht am 26. Februar 2026 die Folge „Meiberger – Tod am See“, die im deutschen Fernsehen unter dem Titel „Der Salzburg-Krimi – Tod am See“ laufen wird. Eine Woche später, am 5. März 2026, folgt „Meiberger – Marionettenmörder“.
Beide Filme wurden bereits im November des Vorjahres auf ServusTV gezeigt und sind dem österreichischen Publikum somit vertraut. Die Ausstrahlung erfolgt jeweils zur besten Sendezeit um 20:15 Uhr, was die Bedeutung unterstreicht, die die ARD dem neuen Format beimisst.
Salzburg als prominente Kulisse
Die Serie rückt die Stadt Salzburg und ihre Umgebung prominent ins Bild. Drehorte wie die Paracelsus Medizinische Privatuniversität (PMU), an der die Hauptfigur Meiberger als Professor lehrt, verleihen der Produktion eine authentische lokale Atmosphäre. Die malerischen Gassen der Altstadt und die beeindruckende Landschaft des Salzkammerguts dienen als wiederkehrende Kulisse für die spannenden Kriminalfälle.
Hinter den Kulissen: Eine österreichisch-deutsche Zusammenarbeit
Die Realisierung der Serie ist ein Beispiel für eine erfolgreiche grenzüberschreitende Medienkooperation. Produziert wird die Reihe von der Monafilm und der Tivolifilm. Die Zusammenarbeit erfolgte von Beginn an eng mit ServusTV für den österreichischen Markt und der ARD Degeto, der Filmeinkaufs- und Produktionsgesellschaft der ARD, für den deutschen Markt. Solche Koproduktionen sind in der europäischen Fernsehlandschaft ein gängiges Modell, um Budgets zu bündeln und die Reichweite zu erhöhen.
Durch die Ausstrahlung in der ARD wird das Bild von Salzburg als Kultur- und Filmstadt weiter gestärkt. Millionen von Zuschauern in Deutschland werden nicht nur die Kriminalfälle verfolgen, sondern auch visuelle Eindrücke von einer der bekanntesten Städte Österreichs erhalten. Dies könnte sich auch positiv auf den Tourismus auswirken, da Fernsehkulissen oft zu beliebten Reisezielen werden.
Die Zukunft von „Meiberger“ auf ServusTV
Während das deutsche Publikum die ersten Fälle des Kriminalpsychologen kennenlernt, fragen sich die Fans in Österreich, wie es mit der Serie weitergeht. Auf Nachfrage gab die Pressestelle von ServusTV eine positive Auskunft, ohne jedoch zu sehr ins Detail zu gehen.
„Wir sind gerade in der Entwicklung für neue Fälle“, hieß es aus der Sendezentrale in Salzburg-Wals. Dies bestätigt, dass die Geschichte um Thomas Meiberger noch nicht auserzählt ist. Fans können sich also auf eine Fortsetzung der Reihe auf dem Salzburger Privatsender freuen.
Die Hauptfiguren im Überblick
- Thomas Meiberger (Fritz Karl): Ein brillanter Kriminalpsychologe und Professor, der seine unkonventionellen Methoden nutzt, um in die Psyche von Tätern einzudringen.
- Nepo Fitz (Lisa Schützenberger): Eine pragmatische und ehrgeizige Kommissarin, die oft mit Meibergers Ansätzen hadert, aber seine Ergebnisse schätzt.
- Barbara Simma (Ulrike C. Tscharre): Eine Staatsanwältin, die für die rechtliche Absicherung der Ermittlungen sorgt und Meibergers Alleingänge kritisch beäugt.
Wann genau mit den neuen Folgen zu rechnen ist oder welche Themen sie behandeln werden, wurde noch nicht bekannt gegeben. Die Produktions- und Entwicklungszyklen für solche Formate dauern in der Regel mehrere Monate. Die Bestätigung, dass die Arbeit daran läuft, ist jedoch ein gutes Zeichen für die Langlebigkeit der Serie.
Die Ausstrahlung in der ARD könnte der Marke „Meiberger“ zusätzlichen Auftrieb geben und die Position von ServusTV als Produzent hochwertiger fiktionaler Inhalte weiter festigen. Der Erfolg in Deutschland wird mit Spannung beobachtet und könnte auch die zukünftige Ausrichtung der Serie beeinflussen.




