In der Salzburger Residenz wurden am Montagabend, dem 3. März 2026, mehrere Bezirks- und Ortsfeuerwehrkommandanten für ihren jahrzehntelangen ehrenamtlichen Einsatz geehrt. Landeshauptfrau Karoline Edtstadler überreichte die Auszeichnungen und betonte die unverzichtbare Rolle der Freiwilligen Feuerwehren für die Sicherheit im Bundesland.
Das Wichtigste in Kürze
- 17 hochrangige Feuerwehrmitglieder wurden für ihren langjährigen Dienst ausgezeichnet.
- Landeshauptfrau Karoline Edtstadler würdigte die Geehrten als „Rückgrat unserer Sicherheit“.
- Die Freiwilligen Feuerwehren in Salzburg leisteten 2024 rund 1,53 Millionen Einsatzstunden.
- Die Kommandanten tragen die Verantwortung für die Führung im Krisenfall und den Schutz der Bevölkerung.
Feierlicher Festakt in der Residenz
In einem feierlichen Rahmen in der Salzburger Residenz fand am Montagabend eine besondere Würdigung statt. Landeshauptfrau Karoline Edtstadler ehrte 16 Ortsfeuerwehrkommandanten und einen Ausbildungsleiter der Landesfeuerwehrschule für ihren teils jahrzehntelangen Dienst. Zwei Bezirksfeuerwehrkommandanten erhielten zudem den Ehrenbecher des Landes Salzburg.
Die Veranstaltung diente dazu, jenen Männern Dank und Anerkennung auszusprechen, die in ihren Gemeinden und Bezirken eine immense Verantwortung tragen. Sie sind nicht nur im Einsatzfall die ersten Ansprechpartner, sondern auch für die Ausbildung, Organisation und Motivation ihrer Mannschaften zuständig.
Das Ehrenamt als Stütze der Gesellschaft
Das Feuerwehrwesen in Salzburg basiert fast ausschließlich auf Freiwilligkeit. Rund 13.750 Mitglieder engagieren sich ehrenamtlich in den 119 Gemeinden des Bundeslandes. Ohne diesen unbezahlten Einsatz wäre die flächendeckende Sicherheit und schnelle Hilfe im Notfall nicht aufrechtzuerhalten.
Das Rückgrat der Sicherheit im Land
Landeshauptfrau Karoline Edtstadler fand in ihrer Ansprache klare Worte für die Bedeutung der Geehrten und aller freiwilligen Helfer. Sie bezeichnete die Freiwilligen Feuerwehren als das „Rückgrat unserer Sicherheit“ und hob die Verlässlichkeit hervor, die die Bevölkerung in sie setzt.
„Den Orts-, Abschnitts- und Bezirksfeuerwehrkommandanten kommt eine besonders große Aufgabe zu, denn im Krisenfall gilt es, die Bevölkerung zu schützen und die Kameraden verantwortungsvoll zu führen. Sie erledigen diese Aufgabe mit Bravour – und das seit vielen Jahren.“
Die Zahlen des Feuerwehrverbandes für das Jahr 2024 unterstreichen diese Aussage eindrucksvoll. Die ehrenamtlichen Mitglieder absolvierten landesweit rund 13.500 Einsätze. Dabei leisteten sie insgesamt etwa 1,53 Millionen Stunden – eine unvorstellbare Zahl, die die enorme Belastung und das Engagement verdeutlicht.
Mehr als nur Brände löschen
Die Aufgaben der Feuerwehr sind längst nicht mehr nur auf die Brandbekämpfung beschränkt. Das Einsatzspektrum hat sich in den letzten Jahrzehnten stark erweitert und umfasst heute eine Vielzahl technischer Hilfeleistungen. Dazu gehören:
- Verkehrsunfälle mit eingeklemmten Personen
- Einsätze bei Naturkatastrophen wie Hochwasser, Muren oder Stürmen
- Beseitigung von Ölspuren und Gefahrstoffen
- Tierrettungen und Türöffnungen in Notfällen
Jeder dieser Einsätze erfordert spezialisiertes Wissen, moderne Ausrüstung und eine perfekt eingespielte Mannschaft. Die Kommandanten tragen die Verantwortung dafür, dass ihre Teams für all diese Szenarien bestens geschult und vorbereitet sind.
Leistung in Zahlen (2024)
- Mitglieder: ca. 13.750
- Einsätze: ca. 13.500
- Geleistete Stunden: ca. 1,53 Millionen
Nachhaltiges System durch langjähriges Engagement
Auch Landesfeuerwehrkommandant Günter Trinker betonte die Wichtigkeit der langjährigen Erfahrung der ausgezeichneten Führungskräfte. Er sieht in ihrem Engagement den Schlüssel für ein nachhaltig funktionierendes Feuerwehrsystem im Bundesland Salzburg.
„Die heute mit dem Verdienstzeichen des Landes Salzburg ausgezeichneten Ortsfeuerwehrkommandanten tragen mit ihrem jahrelangen Engagement zum nachhaltigen Funktionieren unseres Feuerwehrsystems im Bundesland Salzburg bei“, so Trinker. Diese Kontinuität in der Führung sei entscheidend für die Weitergabe von Wissen und die Stabilität innerhalb der Wehren.
Die Geehrten stammen aus verschiedenen Bezirken Salzburgs: Acht aus dem Flachgau, fünf aus dem Lungau, zwei aus dem Tennengau und einer aus dem Pongau. Diese Verteilung zeigt, dass das ehrenamtliche Engagement in allen Regionen des Landes tief verwurzelt ist.
Liste der ausgezeichneten Personen
Für ihren herausragenden Einsatz wurden folgende Personen mit dem Verdienstzeichen bzw. dem Ehrenbecher des Landes Salzburg ausgezeichnet:
Verdienstzeichen des Landes Salzburg
- Oberbrandinspektor Patrick Bacher, Tamsweg
- Abteilungsbrandinspektor Martin Beitschek, Straßwalchen
- Hauptbrandinspektor Ing. Lukas Fritzenwanger, Uttendorf
- Hauptbrandinspektor Bmst. Ing. Erich Hugl, Koppl
- Ausbildungsleiter der Landesfeuerwehrschule Oberbrandrat Ing. Harald Kreuzer, Mattsee
- Hauptbrandinspektor Stefan Lerch, Hollersbach
- Brandrat Volker Heinrich Mörtl, Thomatal
- Hauptbrandinspektor Stefan Plattner, Bürmoos
- Oberbrandinspektor Thomas Sattler, Plainfeld
- Hauptbrandinspektor Peter Schmidhuber, Thalgau
- Hauptbrandinspektor DI (FH) Andreas Schneebauer, Puch bei Hallein
- Hauptbrandinspektor Christian Schweiger, Neumarkt
- Hauptbrandinspektor Bernhard Stöllinger, Hallein
- Oberbrandinspektor Michael Trausnitz, Muhr
- Oberbrandinspektor Marco Vazzana, Mauterndorf
- Abteilungsbrandinspektor Georg Weiß, Altenmarkt
- Hauptbrandinspektor Christoph Zitz, Bergheim
Ehrenbecher des Landes Salzburg
Zwei Bezirksfeuerwehrkommandanten, darunter Oberbrandrat Johannes Pfeifenberger aus St. Michael, wurden für ihre besonderen Verdienste mit dem Ehrenbecher des Landes geehrt. Diese Auszeichnung würdigt ihre überregionale Führungsrolle und ihren Beitrag zur Weiterentwicklung des Feuerwehrwesens.





