Nach Tagen der Ungewissheit im Nahen Osten sind die beiden Salzburger Geschäftsleute Philipp Posch und Matthäus Heigl wieder sicher in Österreich gelandet. Ein von der Regierung organisierter Rückholflug brachte sie am Mittwochabend von Maskat im Oman nach Wien. Die Erleichterung bei Familie und Freunden ist groß.
Die beiden waren nach der Eskalation des Konflikts mit dem Iran in Dubai gestrandet, nachdem ihr ursprünglicher Heimflug am Samstag gestrichen worden war. Die Situation vor Ort war von Anspannung und wiederholten Luftalarmen geprägt.
Tage der Anspannung in Dubai
Für Philipp Posch und Matthäus Heigl wurde eine routinemäßige Geschäftsreise unerwartet zu einer nervenaufreibenden Zerreißprobe. Nach der plötzlichen Annullierung ihres Fluges saßen die beiden in den Vereinigten Arabischen Emiraten fest, während sich die Sicherheitslage in der Region zuspitzte.
Die Atmosphäre in Dubai war angespannt. Die beiden Salzburger erlebten Momente, die sie so schnell nicht vergessen werden. Besonders ein Raketenalarm blieb in Erinnerung. „Dann hat das Handy richtig gebimmelt“, schilderte Philipp Posch die Situation in einer Sprachnachricht an Freunde. Die offizielle Warnung forderte alle auf, sich umgehend in Sicherheit zu bringen.
„Da bekommt man dann schon einen flauen Magen. Das ist ein ganz anderes Gefühl, wenn man das alles nicht nur auf Social Media sieht. Wir sind froh, wenn wir bald wieder im sicheren Österreich sind.“
Diese direkten Bedrohungen machten die abstrakte Gefahr des Konflikts sehr real. Die darauffolgenden Tage waren von der Suche nach einer sicheren Rückreisemöglichkeit geprägt, eine Zeit, die von vielen schlaflosen Stunden begleitet wurde.
Rückholaktion im Überblick
- Erster Flug: Mittwochabend aus Maskat, Oman
- Passagiere: Rund 150 Personen, darunter die beiden Salzburger
- Organisation: Österreichisches Außenministerium
- Weitere Flüge: Zwei weitere Maschinen sind für Donnerstag geplant
Die Organisation der Rückkehr
Nachdem klar wurde, dass eine individuelle Heimreise kurzfristig nicht möglich sein würde, liefen die diplomatischen Bemühungen auf Hochtouren. Das österreichische Außenministerium organisierte in Zusammenarbeit mit europäischen Partnern Evakuierungsflüge für gestrandete Staatsbürger.
Für Posch und Heigl bedeutete dies zunächst eine Reise von Dubai nach Maskat, der Hauptstadt des Oman. Von dort startete am Mittwochabend die gecharterte Maschine Richtung Wien-Schwechat. Die Fahrt und der anschließende Flug markierten das Ende einer tagelangen Phase der Unsicherheit.
Clemens Mantl, Sprecher des Außenministeriums, erklärte am Mittwoch die laufenden Anstrengungen: „Ich bin weiterhin ganz eng mit unseren EU-Partnern im Austausch. Denn mehrere EU-Länder schicken auch Rückholflüge in die Region und wir klären dann ab, ob da auch Plätze für Österreicher und Österreicherinnen unter Umständen sein könnten.“
Diese Koordination ist entscheidend, um möglichst viele der gestrandeten Bürger sicher nach Hause zu bringen. Österreich meldet seine Staatsbürger aktiv bei Partnerländern an, um verfügbare Plätze auf deren Flügen zu nutzen.
Hintergrund der Luftraumsperrungen
Nach den militärischen Aktionen im Iran wurde der Luftraum über weiten Teilen des Nahen Ostens aus Sicherheitsgründen für die zivile Luftfahrt gesperrt. Zahlreiche Fluggesellschaften leiteten ihre Routen um oder strichen Flüge komplett. Dies führte dazu, dass tausende Reisende, darunter viele Geschäftsleute und Touristen, in der Region festsaßen.
Weitere Flüge und die Lage am Flughafen Salzburg
Die erste erfolgreiche Rückholaktion ist nur der Anfang. Das Außenministerium bestätigte, dass für Donnerstag zwei weitere Flüge geplant sind. Einer soll erneut von Maskat starten, ein weiterer aus der saudischen Hauptstadt Riad. Damit soll weiteren Österreichern die Heimkehr ermöglicht werden.
Die Lage bleibt jedoch dynamisch. Am Flughafen Salzburg steht für Donnerstag die Ankunft eines regulären Linienfluges aus Dubai auf dem Flugplan. Ob diese Verbindung wie geplant stattfinden kann, war bis zuletzt unklar und hing von der tagesaktuellen Sicherheitsbewertung der Fluggesellschaften ab.
Für die beiden Salzburger Unternehmer endet die Reise mit der Ankunft in Wien. Die Erlebnisse der letzten Tage haben ihre Perspektive verändert. „In einer solchen Lage lernt man das [sichere Österreich] ganz anders zu schätzen“, so Posch. Eine Aussage, die die Erleichterung und Dankbarkeit nach der glücklichen Heimkehr unterstreicht.





