Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) haben für Salzburg und Oberösterreich eine Reisewarnung ausgesprochen. Aufgrund von prognostiziertem gefrierendem Regen in der Nacht von Montag auf Dienstag wird mit erheblichen Einschränkungen im gesamten Bahnverkehr gerechnet. Reisende werden dringend gebeten, nicht notwendige Fahrten zu verschieben.
Die Wetterlage spitzt sich in der Nacht zum 13. Januar 2026 zu. Meteorologen erwarten eine gefährliche Mischung aus Niederschlag und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, die zu massiver Eisbildung führen kann. Dies betrifft nicht nur den Schienenverkehr, sondern stellt auch eine erhebliche Gefahr auf den Straßen und für Fußgänger dar.
Das Wichtigste in Kürze
- Reisewarnung der ÖBB: Aufgrund von gefrierendem Regen werden erhebliche Störungen im Zugverkehr erwartet.
- Empfehlung: Nicht zwingend notwendige Bahnfahrten sollten verschoben werden.
- Betroffene Gebiete: Hauptsächlich der Raum Salzburg und Oberösterreich.
- Gefahr: Eisbildung an Oberleitungen, Weichen und Fahrzeugen kann zu Ausfällen und Verspätungen führen.
- Dauer: Die kritische Phase wird bis Dienstagnachmittag, 13. Januar 2026, andauern.
Wetterprognose sorgt für Alarmbereitschaft
Für die kommende Nacht und den darauffolgenden Vormittag wird eine heikle Wetterlage vorhergesagt. Es wird erwartet, dass Regen auf die noch gefrorenen Böden trifft, was zu sofortiger Eisbildung, bekannt als Blitzeis, führen kann. Diese Wetterlage ist besonders tückisch, da die Eisschicht oft unsichtbar ist.
Die prognostizierten Regenmengen liegen zwischen drei und sechs Litern pro Quadratmeter. Auch wenn dies nach wenig klingt, reicht diese Menge bei Temperaturen um den Gefrierpunkt aus, um Oberflächen in gefährliche Eisbahnen zu verwandeln.
Warum gefrierender Regen für die Bahn so gefährlich ist
Gefrierender Regen stellt eine besondere Bedrohung für den Schienenverkehr dar. Wenn unterkühlte Regentropfen auf kalte Oberflächen treffen, gefrieren sie sofort. An den Oberleitungen bildet sich eine Eisschicht, die die Stromabnahme der Züge stört oder sogar verhindert. Vereiste Weichen können nicht mehr gestellt werden, und auch die Brems- und Sicherheitssysteme der Züge selbst können durch Eisbildung beeinträchtigt werden. Dies führt unweigerlich zu massiven Betriebsstörungen.
ÖBB rät dringend von Reisen ab
Angesichts der erwarteten Störungen haben die ÖBB eine klare Empfehlung ausgesprochen: Wer nicht unbedingt reisen muss, sollte seine Fahrt verschieben. Es ist davon auszugehen, dass es im Nah-, Fern- und auch im Güterverkehr zu erheblichen Verspätungen und Zugausfällen kommen wird.
Die ÖBB-Infrastruktur hat ihre Räum- und Enteisungsfahrzeuge in Bereitschaft versetzt, doch bei anhaltendem Eisregen können auch diese nur begrenzt wirken. Erst wenn die Temperaturen im Laufe des Dienstagnachmittags ansteigen und das Eis zu schmelzen beginnt, wird sich die Lage voraussichtlich langsam entspannen.
"Wir bitten alle Fahrgäste um Verständnis und empfehlen dringend, sich vor Fahrtantritt über die aktuelle Lage zu informieren und Reisen wenn möglich zu verschieben, um Unannehmlichkeiten zu vermeiden."
So bleiben Sie informiert
Reisende, die ihre Fahrt nicht aufschieben können, sollten sich unbedingt vor dem Weg zum Bahnhof über ihre Verbindung informieren. Die ÖBB stellt aktuelle Informationen über mehrere Kanäle zur Verfügung:
- ÖBB-App „Scotty“: Bietet Echtzeit-Informationen zu Verbindungen.
- Website der ÖBB: Unter oebb.at finden sich aktuelle Streckeninformationen.
- InfoToGo App: Spezielle App der ÖBB-Infrastruktur für detaillierte Betriebslage-Meldungen.
Es ist ratsam, einen erheblichen Zeitpuffer einzuplanen und auf alternative Reisemöglichkeiten vorbereitet zu sein, falls die gebuchte Verbindung ausfällt.
Gefahren lauern auch auf Straßen und Seen
Die Warnung vor Glatteis betrifft nicht nur die Schiene. Auch auf den Straßen in und um Salzburg ist mit extrem gefährlichen Bedingungen zu rechnen. Autofahrer sollten ihre Fahrweise anpassen, abruptes Bremsen und Lenken vermeiden und den Abstand deutlich vergrößern. Wo es möglich ist, sollte das Auto stehen gelassen werden.
Allgemeine Sicherheitshinweise bei Glatteis
Neben dem Verkehrschaos birgt die Wetterlage weitere Risiken. Die Wasserrettung Salzburg warnt eindringlich davor, zugefrorene Gewässer zu betreten. Die Eisschicht auf vielen Seen und Teichen ist trotz der Kälte der vergangenen Tage noch viel zu dünn und instabil. Es besteht akute Lebensgefahr durch Einbrechen.
Auch für Fußgänger ist höchste Vorsicht geboten. Gehwege können sich in spiegelglatte Flächen verwandeln. Festes Schuhwerk mit gutem Profil ist unerlässlich. Wer kann, sollte am Dienstagvormittag das Haus am besten gar nicht erst verlassen, bis die Streudienste die Wege gesichert haben.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Salzburg eine herausfordernde Nacht und einen schwierigen Start in den Dienstag erwartet. Die Behörden und Verkehrsdienstleister sind in Alarmbereitschaft, doch die beste Vorsichtsmaßnahme ist, riskante Wege und Reisen zu vermeiden, bis sich die Wetterlage wieder beruhigt hat.





