Während die Zahl der Verkehrstoten in Österreich im Jahr 2025 deutlich angestiegen ist, verzeichnet Salzburg eine positive Entwicklung. Mit 24 Todesfällen gab es im Bundesland drei weniger als im Vorjahr. Damit setzt sich ein kontinuierlicher Rückgang fort, der Salzburg von der gesamtstaatlichen Statistik abhebt.
Österreichweit kamen 397 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben, was einem Anstieg von über 13 Prozent entspricht. Besonders alarmierend ist die Verdoppelung der tödlichen Unfälle bei Rad- und E-Bike-Fahrern.
Wichtige Erkenntnisse
- In Salzburg sank die Zahl der Verkehrstoten 2025 auf 24, während sie österreichweit auf 397 anstieg.
- Die Hauptunfallursachen bleiben Ablenkung, nicht angepasste Geschwindigkeit und Vorrangverletzungen.
- Die Zahl der tödlich verunglückten Rad- und E-Bike-Fahrer hat sich bundesweit verdoppelt.
- Salzburg verzeichnet die wenigsten Fahrzeugbeschlagnahmungen bei extremen Rasern, was auf eine präventive Wirkung hindeutet.
Salzburgs positiver Weg in der Verkehrssicherheit
Das Land Salzburg stellt eine Ausnahme in der österreichischen Verkehrsbilanz für das Jahr 2025 dar. Die Zahl der tödlich Verunglückten sank auf 24 Personen, verglichen mit 27 im Jahr 2024. Bereits 2023 war mit 34 Todesfällen ein höherer Wert verzeichnet worden. Salzburg ist damit das einzige Bundesland mit einem kontinuierlich sinkenden Trend.
Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll (ÖVP) äußerte sich zu dieser Entwicklung. Er betonte, dass jeder Todesfall einer zu viel sei und das Ziel die „Vision Zero“ bleibe – also keine Verkehrstoten im gesamten Jahr.
„Der konstante Rückgang der Todeszahlen ist ein Erfolg der zahlreichen Maßnahmen, die wir bereits gesetzt haben – aber es gibt auch weiterhin viel zu tun", so Schnöll.
Um die Sicherheit weiter zu erhöhen, plant das Land, die Sensibilisierung der Verkehrsteilnehmer zu verstärken und bei besonders gefährlichen Vergehen strenger vorzugehen.
Prävention als Schlüssel zum Erfolg
Eine zentrale Maßnahme im Kampf gegen schwere Unfälle ist das seit März 2024 geltende Gesetz, das die Abnahme von Fahrzeugen bei extremer Raserei ermöglicht. Diese Regelung scheint in Salzburg eine stark präventive Wirkung zu entfalten.
Fahrzeugabnahmen in Österreich
Seit Einführung des Gesetzes wurden österreichweit 428 Fahrzeuge vorläufig beschlagnahmt. Mit nur 17 Fällen verzeichnet Salzburg den niedrigsten Wert aller Bundesländer. Stefan Schnöll sieht darin eine Bestätigung, dass die Androhung der Maßnahme bereits abschreckend wirkt: „Alleine die Möglichkeit der Beschlagnahme wirkt schon wie eine Entwaffnung.“
Diese Zahlen deuten darauf hin, dass die Kombination aus strengeren Gesetzen und präventiven Warnungen in Salzburg Früchte trägt und zu einer vorsichtigeren Fahrweise beiträgt.
Österreichs alarmierende Gesamtbilanz
Im Gegensatz zur positiven Entwicklung in Salzburg und Wien, wo die Zahl der Verkehrstoten ebenfalls sank (von 20 auf 15), zeigt der bundesweite Trend in eine andere Richtung. Laut Innenministerium stieg die Zahl der Todesopfer im Straßenverkehr von 351 im Jahr 2024 auf 397 im Jahr 2025. Das ist ein Anstieg von 13,1 Prozent.
Den größten Anstieg verzeichnete Niederösterreich, wo die Zahl der Getöteten von 84 auf 108 anwuchs.
Die Hauptursachen für tödliche Unfälle
Die Analyse des Innenministeriums zeigt die häufigsten Gründe für tödliche Verkehrsunfälle im Jahr 2025:
- Unachtsamkeit und Ablenkung: 30,5 Prozent
- Nicht angepasste Fahrgeschwindigkeit: 25,3 Prozent
- Vorrangverletzung: 16,6 Prozent
Ein leichter Rückgang wurde bei Unfällen verzeichnet, bei denen Alkohol, Drogen oder Medikamente eine Rolle spielten (6,8 Prozent). Auch Fehlverhalten von Fußgängern (6,3 Prozent) und gesundheitliche Probleme (4,5 Prozent) waren weitere Unfallursachen.
Besorgniserregender Anstieg bei Rad- und E-Bike-Unfällen
Ein besonders dramatischer Anstieg ist bei den Zweiradfahrern zu beobachten. Die Zahl der tödlichen Unfälle mit Fahrrädern und E-Bikes hat sich im vergangenen Jahr verdoppelt. Insgesamt starben 65 Personen, während es im Vorjahr 32 waren.
Höchster Wert seit über 20 Jahren
Die Zahl von 65 getöteten Rad- und E-Bike-Fahrern ist der höchste Wert seit dem Jahr 2002, als 80 Todesopfer zu beklagen waren. Fast die Hälfte der tödlichen Unfälle im Jahr 2025, nämlich 31, betrafen Lenker von E-Bikes. Diese Statistik unterstreicht die wachsenden Risiken für diese Gruppe von Verkehrsteilnehmern.
Die meisten Todesopfer waren mit 164 Personen Pkw-Insassen, gefolgt von Motorradfahrern (81) und Fußgängern (51). Auch die Zahl der im Straßenverkehr getöteten Kinder bis 14 Jahre stieg von vier im Jahr 2024 auf acht im Jahr 2025 an.
Die meisten tödlichen Unfälle ereigneten sich auf ehemaligen Bundesstraßen (147 Getötete) und Landesstraßen (114). Auf Autobahnen und Schnellstraßen kamen 45 Menschen ums Leben.





