Rund 250 Personen haben am späten Freitagnachmittag an einem „Jesus-Marsch“ in der Salzburger Innenstadt teilgenommen. Der von einer Freikirche organisierte Demonstrationszug führte vom Hauptbahnhof zum Residenzplatz und verursachte im abendlichen Berufsverkehr erhebliche Staus. Die Veranstaltung verlief nach Angaben der Polizei friedlich.
Das Wichtigste in Kürze
- Etwa 250 Mitglieder einer Freikirche zogen durch die Salzburger Innenstadt.
- Die Demonstration führte vom Hauptbahnhof zum Residenzplatz.
- Im Feierabendverkehr kam es zu deutlichen Verkehrsbehinderungen.
- Die Veranstaltung wurde als „Jesus-Marsch“ angemeldet und verlief ohne Zwischenfälle.
Demonstrationszug durch die Innenstadt
Der angemeldete Marsch begann am Freitagnachmittag am Vorplatz des Salzburger Hauptbahnhofs. Von dort bewegte sich der Zug, begleitet von Musik und Gesängen, über die Rainerstraße und den Mirabellplatz in Richtung Altstadt. Die Teilnehmer überquerten die Staatsbrücke und zogen weiter durch die Griesgasse und über den Alten Markt, bis sie ihr Ziel, den Residenzplatz, erreichten.
Die Wahl der Route durch zentrale Verkehrsadern der Stadt führte zur Hauptverkehrszeit zu unvermeidlichen Staus. Viele Autofahrer und Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel mussten mit erheblichen Verzögerungen rechnen, da die Polizei die betroffenen Straßenabschnitte für den Demonstrationszug kurzzeitig sperren musste.
Zunehmende Präsenz von Freikirchen
Evangelikale und freikirchliche Bewegungen verzeichnen in Österreich seit einigen Jahren einen wachsenden Zulauf. Solche öffentlichen Kundgebungen und Märsche, die in vielen internationalen Großstädten regelmäßig stattfinden, sind ein Ausdruck dieses wachsenden Selbstbewusstseins. Sie dienen dazu, die eigene Glaubensbotschaft sichtbar in den öffentlichen Raum zu tragen.
Die Organisatoren und ihre Botschaft
Veranstalter der Kundgebung war die „Christliche Internationale Gemeinschaft“ (CIG), eine in Wien ansässige und in Österreich offiziell registrierte Freikirche. Laut der Anmeldung bei den Behörden verfolgte der Marsch das Ziel, den Salzburgerinnen und Salzburgern „die Liebe des Erlösers zu versichern“. Die Teilnehmer trugen Plakate und sangen Lieder, um ihre religiöse Botschaft zu verbreiten.
Die Abschlusskundgebung fand auf dem Residenzplatz statt, einem der bekanntesten Plätze der Salzburger Altstadt. Hier versammelten sich die Teilnehmer zu Gebeten und weiteren musikalischen Darbietungen, bevor die Veranstaltung am frühen Abend beendet wurde.
Zahlen und Fakten zur Demonstration
- Teilnehmer: ca. 250 Personen
- Veranstalter: Christliche Internationale Gemeinschaft (CIG)
- Route: Hauptbahnhof – Rainerstraße – Staatsbrücke – Residenzplatz
- Dauer: Später Freitagnachmittag
- Besonderheiten: Keine Zwischenfälle gemeldet
Polizeiliche Bilanz und Auswirkungen
Die Salzburger Polizei begleitete den gesamten Demonstrationszug, um für einen reibungslosen Ablauf und die Sicherheit der Teilnehmer sowie der Öffentlichkeit zu sorgen. Ein Sprecher der Polizei bestätigte, dass es während der gesamten Veranstaltung zu keinen Ausschreitungen oder nennenswerten Zwischenfällen gekommen sei. Der Einsatz beschränkte sich im Wesentlichen auf verkehrslenkende Maßnahmen.
Obwohl der Marsch an sich friedlich verlief, waren die Auswirkungen auf den Verkehr spürbar. Der Feierabendverkehr, der an einem Freitag ohnehin stark ist, wurde durch die temporären Straßensperrungen zusätzlich belastet. Insbesondere im Bereich der Staatsbrücke und der angrenzenden Kaistraßen bildeten sich lange Staus, die sich erst nach Ende der Veranstaltung langsam auflösten.
Die öffentliche Wahrnehmung des Marsches war geteilt. Während einige Passanten neugierig stehen blieben, zeigten sich andere, insbesondere die vom Verkehrsstau betroffenen Autofahrer, weniger verständnisvoll. Der laute und präsente Auftritt der Gruppe sorgte in der belebten Innenstadt für viel Aufmerksamkeit.
Einordnung in einen größeren Trend
Religiöse Kundgebungen dieser Art sind in Salzburg zwar nicht alltäglich, aber auch kein völlig neues Phänomen. Weltweit nutzen evangelikale Gruppen solche Märsche, um für ihre Anliegen zu werben und neue Mitglieder zu gewinnen. Die steigende Zahl an Mitgliedern bei Freikirchen in Österreich deutet darauf hin, dass solche Veranstaltungen in Zukunft häufiger stattfinden könnten.
Diese Gemeinschaften bieten oft eine enge soziale Bindung und klare Glaubensstrukturen, was für viele Menschen attraktiv ist. Ihre Bereitschaft, den Glauben aktiv und sichtbar im öffentlichen Raum zu zeigen, unterscheidet sie von den traditionellen Großkirchen. Der „Jesus-Marsch“ in Salzburg ist somit ein lokales Beispiel für eine globale religiöse Entwicklung.





