Die Stadt Salzburg hat für das laufende Jahr ein umfassendes Investitionspaket in Höhe von rund 35 Millionen Euro für städtische Gebäude und die Infrastruktur beschlossen. Ein Großteil der Mittel ist für die Modernisierung und den Ausbau von Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen vorgesehen, um die Bildungslandschaft der Stadt nachhaltig zu stärken.
Neben dem klaren Fokus auf den Bildungssektor werden auch Mittel für lang erwartete Großprojekte wie den Neubau der Eisarena im Volksgarten sowie die Sanierung historischer Wehranlagen bereitgestellt. Die Investitionen zielen darauf ab, die Lebensqualität für die Bürger zu verbessern und die städtische Infrastruktur zukunftsfit zu machen.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Stadt Salzburg investiert 2024 insgesamt 35 Millionen Euro in Gebäude und Infrastruktur.
- Der Schwerpunkt liegt auf Schulen und Kindergärten, mit 17 Millionen Euro allein für die Ganztagsschule Nonntal.
- Vorbereitungen für den 25 Millionen Euro teuren Neubau der Eisarena im Volksgarten beginnen dieses Jahr.
- Energetische Sanierungen sollen langfristig Kosten bei Heizung und Beleuchtung sparen.
Bildung hat oberste Priorität
Der Löwenanteil des diesjährigen Budgets fließt gezielt in den Bildungsbau. Mit diesen Mitteln sollen sowohl Sanierungen bestehender Einrichtungen als auch dringend benötigte Neu- und Zubauten finanziert werden. Das größte Einzelprojekt ist die Ganztagsschule Nonntal, für die allein 17 Millionen Euro eingeplant sind. Weitere Millionen sind für die Schaffung neuer Kindergärten und zusätzlicher Gruppenräume vorgesehen.
Angelika Wirthenstätter, die bei der Stadt Salzburg für Instandhaltung und Sanierung zuständig ist, bestätigt die strategische Ausrichtung. „Der Schwerpunkt ist vor allem auf den Bildungsbau gerichtet, also auf Schulen und Kindergärten. Dafür wird der Großteil der Investitionen getätigt“, erklärte sie.
Nachhaltigkeit im Fokus: Bauen mit Holz
Bei den Bauvorhaben setzt die Stadt vermehrt auf nachhaltige Materialien. Wann immer es möglich ist, wird Holz als Baustoff verwendet. Dieser Ansatz wird trotz potenziell höherer Kosten verfolgt, da er erhebliche Vorteile für das Lernumfeld bietet.
„Gerade im Kinder- und Bildungsbereich finde ich es sehr wichtig, dass man mehr in den Holzbau geht, weil es für die Kinder und auch die Pädagoginnen und Pädagogen eine ganz andere Atmosphäre ist, in der sie sich dann aufhalten.“
- Angelika Wirthenstätter, Stadt Salzburg
Die Verwendung von Holz trägt nicht nur zu einem gesünderen Raumklima bei, sondern unterstützt auch die Klimaziele der Stadt durch die Bindung von CO2.
Investieren, um langfristig zu sparen
Ein zentraler Aspekt der Sanierungsstrategie ist die Steigerung der Energieeffizienz. Durch gezielte Investitionen in die Dämmung von Gebäuden und die Modernisierung der Haustechnik will die Stadt langfristig Betriebskosten senken. Laut dem zuständigen Bürgermeister-Stellvertreter Kay-Michael Dankl rechnet sich dieser Ansatz auf Dauer.
„Langfristig spart man sich sehr viel, wenn man bei Schulen etwa ins Energiesparen investiert“, so Dankl. Er betont, dass die größten Einsparungen bei den Heizkosten durch eine ordentliche Dämmung erzielt werden können. Auch die Umstellung der Beleuchtung auf moderne LED-Technik ist Teil des Konzepts.
Energetische Sanierung
Durch Maßnahmen wie bessere Dämmung und den Austausch von Fenstern können die Heizkosten eines Gebäudes um bis zu 50 Prozent oder mehr gesenkt werden. Die Umstellung auf LED-Beleuchtung reduziert den Stromverbrauch für Licht um bis zu 80 Prozent.
Großprojekte verändern das Stadtbild
Neben den zahlreichen Bildungsprojekten stehen auch mehrere weithin sichtbare Vorhaben auf der Agenda, die das öffentliche Leben in Salzburg prägen werden.
Neubau der Eisarena
Die bestehende Eisarena im Volksgarten, die aus dem Jahr 1960 stammt, ist in die Jahre gekommen. Noch in diesem Jahr soll der Architekturwettbewerb für einen kompletten Neubau gestartet werden. Das Gesamtprojekt ist mit Kosten von 25 Millionen Euro veranschlagt. Die diesjährigen Investitionen fließen in die ersten Vorbereitungsarbeiten für dieses ambitionierte Vorhaben.
Weitere bedeutende Projekte 2024
- Feuerwehr Liefering: Die Erweiterung des Standorts verbessert die Einsatzfähigkeit.
- „Sound of Music“-Museum: In Hellbrunn entsteht eine neue Attraktion für Touristen und Einheimische.
- Seniorenwohnhäuser: Fortlaufende Modernisierungen zur Verbesserung der Lebensqualität für ältere Bürger.
- Mönchsberg-Wehranlagen: Über zwei Millionen Euro werden in die Sanierung der historischen Befestigungsanlagen investiert.
Modernisierung im Detail
Auch kleinere, aber für den Alltag wichtige Maßnahmen werden umgesetzt. Der Rosengarten vor dem Schloss Mirabell wird bereits umgestaltet, und das Panorama-Museum im Mirabellgarten soll noch im Sommer dieses Jahres neu eröffnet werden.
Eine weitere Neuerung betrifft die sieben städtischen WC-Anlagen. Wie Vizebürgermeister Dankl ankündigte, wird dort auf bargeldloses Bezahlen umgestellt. „Wir beginnen jetzt mal in der Innenstadt mit der Umstellung auf das bargeldlose Bezahlen, wo auch die Tagestouristen einen kleinen finanziellen Beitrag leisten sollen, wenn sie aufs Klo gehen“, erklärte er. Damit sollen langjährige Probleme angegangen und der Service modernisiert werden.





