Salzburg ehrt seinen berühmtesten Sohn, Wolfgang Amadeus Mozart, anlässlich seines 270. Geburtstages mit einem außergewöhnlichen Programm. Die Feierlichkeiten, die unter dem Motto „Mozart: lux aeterna“ (ewiges Licht) stehen, verbinden klassische Darbietungen mit modernen Technologien und zeigen, dass die Faszination für das Musikgenie auch im Jahr 2026 ungebrochen ist.
Vom 27. Jänner an verwandelt sich die gesamte Stadt in eine Bühne, um das unsterbliche Erbe des Komponisten zu zelebrieren. Im Mittelpunkt steht eine aufwendige Neuinszenierung seiner Oper „Die Zauberflöte“, doch auch interaktive Ausstellungen und kulinarische Angebote prägen das Jubiläumsjahr.
Das Wichtigste in Kürze
- Salzburg feiert den 270. Geburtstag von Wolfgang Amadeus Mozart unter dem Motto „Mozart: lux aeterna“.
- Eine Neuproduktion der „Zauberflöte“ unter der Regie von Rolando Villazón bildet das Herzstück der Mozartwoche 2026.
- Moderne Hommagen wie die Multimedia-Ausstellung „Mythos Mozart“ in Wien machen das Genie für neue Generationen erlebbar.
- Die Feierlichkeiten umfassen Konzerte, kulinarische Events und zeigen die ungebrochene wirtschaftliche Bedeutung Mozarts für die Region.
Ein ewiges Licht: Salzburg im Mozart-Fieber
Die Mozartstadt steht ganz im Zeichen ihres wohl bekanntesten Bürgers. Wolfgang Amadeus Mozart, geboren am 27. Jänner 1756, würde in diesem Jahr seinen 270. Geburtstag feiern. Obwohl mehr als zwei Jahrhunderte seit seinem Tod vergangen sind, ist seine Präsenz in den Gassen und Konzertsälen Salzburgs spürbarer denn je. Die Mozartwoche 2026 hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese unvergängliche Strahlkraft zu würdigen.
Unter dem Leitgedanken „lux aeterna“ wird nicht nur an den historischen Komponisten erinnert, sondern seine Musik als zeitloses Phänomen gefeiert. Das Programm ist eine sorgfältig kuratierte Mischung aus Tradition und Innovation, die sowohl langjährige Klassikliebhaber als auch ein neues, jüngeres Publikum ansprechen soll. Die Veranstaltungen reichen von hochkarätigen Opernaufführungen bis zu intimen Kammerkonzerten und interaktiven Installationen.
Highlight der Mozartwoche: Die Zauberflöte in neuem Glanz
Das unbestrittene Zentrum der diesjährigen Feierlichkeiten ist die mit Spannung erwartete Neuproduktion der Oper „Die Zauberflöte“. Auf der Bühne des Hauses für Mozart entfaltet sich eine Inszenierung, die als Hommage an Mozarts letztes Lebensjahr 1791 konzipiert wurde. Für die Regie konnte der weltbekannte Tenor und Regisseur Rolando Villazón gewonnen werden, der für seine leidenschaftlichen und tiefgründigen Interpretationen bekannt ist.
Musikalisch wird die Aufführung von den Wiener Philharmonikern getragen, einem Orchester, das wie kein anderes mit dem Klang Mozarts verbunden ist. Am Pult steht der erfahrene Dirigent Adam Fischer, der eine nuancierte und zugleich kraftvolle Wiedergabe der Partitur verspricht. Die Kombination aus visueller Magie und musikalischer Perfektion soll die tiefen menschlichen Themen der Oper – die Suche nach Wahrheit, Liebe und Weisheit – eindrucksvoll vermitteln.
Ein Werk voller Symbolik
„Die Zauberflöte“ war eine der letzten Kompositionen Mozarts und wurde nur wenige Monate vor seinem Tod uraufgeführt. Die Oper verbindet Elemente des Märchens, der Freimaurer-Symbolik und der philosophischen Aufklärung. Ihre scheinbar einfache Handlung verbirgt eine komplexe Auseinandersetzung mit Gegensätzen wie Licht und Finsternis, Vernunft und Aberglaube.
Mozart im 21. Jahrhundert: Multimedia-Erlebnis in Wien
Während Salzburg das klassische Erbe pflegt, geht man in Wien einen anderen, technologisch fortschrittlichen Weg, um Mozart zu ehren. Am historischen Ort seines Todes lockt die immersive Ausstellung „Mythos Mozart“ Besucher in eine Welt aus Licht und Klang. Hier wird das Leben und Werk des Komponisten auf eine Weise erlebbar gemacht, die weit über ein traditionelles Museumserlebnis hinausgeht.
Mittels modernster Technik wird eine Atmosphäre geschaffen, die alle Sinne anspricht. Besucher wandeln durch Räume, in denen:
- 1.500 LED-Kerzen eine stimmungsvolle Umgebung schaffen.
- 360-Grad-Animationen Mozarts Welt visuell zum Leben erwecken.
- Interaktive Stationen zum Mitmachen einladen, etwa beim gemeinsamen Musizieren von „Eine kleine Nachtmusik“ mit Instrumenten aus aller Welt.
Dieses Konzept beweist, dass Mozarts Musik auch im digitalen Zeitalter nichts von ihrer Anziehungskraft verloren hat und fähig ist, neue Zielgruppen zu begeistern. Es ist ein Brückenschlag zwischen dem 18. und dem 21. Jahrhundert.
„Mozarts Musik spricht eine universelle Sprache, die auch nach 270 Jahren nichts von ihrer Kraft verloren hat. Unsere Aufgabe ist es, diese Sprache für jede neue Generation verständlich zu machen, sei es durch eine klassische Oper oder eine digitale Erfahrung.“
Zwischen Gaumenfreuden und Gassenkultur
Die Feierlichkeiten beschränken sich nicht nur auf die großen Bühnen. In der gesamten Region ist der Geist Mozarts spürbar. Gastronomen, wie beispielsweise in Eugendorf, nehmen das Jubiläum zum Anlass, Gerichte auf ihre Speisekarten zu setzen, die Mozart angeblich besonders schätzte. So findet sich vielerorts Leberknödel mit Sauerkraut, ein bodenständiges Gericht, das dem Genie zugeschrieben wird.
Obwohl Mozart ein musikalisches Wunderkind war, zeigen seine Briefe auch eine Vorliebe für einfache Freuden des Lebens. Neben der Musik waren ihm gutes Essen, gesellige Runden und sogar Billardspielen wichtig.
In den Gassen der Salzburger Altstadt ist der kommerzielle Aspekt des Mozart-Kults unübersehbar. Von der weltberühmten Mozartkugel in unzähligen Variationen bis hin zu Souvenirs aller Art – die Marke „Mozart“ ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Doch selbst dieser Trubel zeigt, wie tief das „Wolferl“ im kollektiven Bewusstsein verankert ist. Er ist nicht nur ein Komponist, sondern ein Symbol, das Salzburg in die ganze Welt trägt.
Ein Erbe, das Generationen verbindet
270 Jahre nach seiner Geburt ist Wolfgang Amadeus Mozart mehr als eine historische Figur. Er ist ein Popstar der Klassik, dessen Werke von den größten Orchestern der Welt gespielt und dessen Leben immer wieder neu interpretiert wird. Die Feierlichkeiten in Salzburg und darüber hinaus zeigen eindrucksvoll, dass sein Erbe lebendig ist und sich ständig weiterentwickelt.
Die Kombination aus traditioneller Verehrung und moderner Interpretation sorgt dafür, dass seine Musik relevant bleibt. Ob in der andächtigen Stille eines Konzertsaals bei den Klängen des „Constanze-Quartetts“ oder in einer pulsierenden Multimedia-Show – Mozarts Genie findet immer wieder neue Wege, die Herzen der Menschen zu erreichen und zu beweisen, dass wahre Kunst unsterblich ist.





