Salzburg startet das neue Jahr mit einem dichten und vielfältigen Kulturprogramm. Im Januar 2026 erwartet Besucher und Einheimische eine breite Palette an musikalischen Erlebnissen, die von traditionellen Mozart-Konzerten in historischen Sälen bis hin zu modernen Interpretationen und mittelalterlichen Klängen reichen. Die Stadt festigt damit einmal mehr ihren Ruf als eine der führenden Kulturmetropolen Europas.
Besonders das DomQuartier und die Universität Mozarteum werden zu zentralen Schauplätzen, die mit ihren einzigartigen Atmosphären den perfekten Rahmen für unvergessliche Konzerterlebnisse bieten. Der Kalender ist gefüllt mit Veranstaltungen, die sowohl Kenner der klassischen Musik als auch Neulinge ansprechen.
Höhepunkte im Januar
- Mehrere Konzerte im historischen DomQuartier, darunter "Date with Mozart" und "Affetti Musicali".
- Vielfältige musikalische Themen von neoklassischen Klängen bis zu mittelalterlichen Minnesängern.
- Veranstaltungen an renommierten Orten wie der Universität Mozarteum und dem Carabinierisaal.
- Ein besonderer Fokus auf das Thema Liebe in der Musik mit Konzerten wie "The sound of love" und "Salzburg, Mon Amour".
Mozart und barocke Klänge im Herzen der Altstadt
Das DomQuartier Salzburg, ein einzigartiger Museumskomplex im Herzen der Stadt, bildet den Auftakt für den musikalischen Januar. Mit seiner prachtvollen Architektur bietet es eine Kulisse, die die Musik vergangener Epochen lebendig werden lässt.
Am 9. Januar um 18:30 Uhr lädt das Konzert "Affetti Musicali" in den Carabinierisaal ein. Der Name, der übersetzt "musikalische Leidenschaften" bedeutet, verspricht ein Programm voller Emotionen und barocker Ausdruckskraft. Solche Konzerte in historischen Räumen bieten ein besonders authentisches Hörerlebnis.
Nur einen Tag später, am 10. Januar um 16:00 Uhr, folgt ein Klassiker für alle Salzburg-Besucher: Das "Date with Mozart". Diese Nachmittagskonzerte in den Prunkräumen der Residenz sind eine Hommage an den berühmtesten Sohn der Stadt und ziehen regelmäßig ein internationales Publikum an. Die Verbindung von Mozarts Musik mit dem Ambiente, in dem er selbst wirkte, schafft eine besondere Atmosphäre.
Das DomQuartier als Veranstaltungsort
Das DomQuartier Salzburg ist mehr als nur ein Museum. Der Rundgang verbindet die Residenz, den Dom und das Stift St. Peter. Der Carabinierisaal, ursprünglich ein Festsaal der Fürsterzbischöfe, ist bekannt für seine hervorragende Akustik und sein opulentes barockes Interieur, was ihn zu einem idealen Ort für Kammermusik macht.
Von mittelalterlicher Romantik bis zur modernen Oper
Der Januar 2026 in Salzburg beschränkt sich nicht nur auf Mozart und Barock. Das Programm zeigt eine beeindruckende Bandbreite, die verschiedene Epochen und musikalische Stile umfasst und so für jeden Geschmack etwas bietet.
Liebe in all ihren Facetten
Das Thema Liebe zieht sich wie ein roter Faden durch den Monat. Am 17. Januar um 19:00 Uhr erkundet das Konzert "The sound of love" die musikalische Darstellung von Zuneigung und Leidenschaft. Es ist eine Gelegenheit, bekannte und weniger bekannte Werke zu entdecken, die sich diesem universellen Gefühl widmen.
Gegen Ende des Monats, am 30. Januar um 19:30 Uhr, präsentiert das Akademieorchester Mozarteum "Salzburg, Mon Amour". Dieses Konzert verspricht eine romantische Reise durch die Musikgeschichte, interpretiert von den talentierten jungen Musikern der Universität Mozarteum.
"Musik ist die Sprache der Emotionen. In Salzburg geben wir dieser Sprache im Januar eine besonders vielfältige Bühne. Wir wollen zeigen, wie Komponisten über die Jahrhunderte hinweg Gefühle wie Liebe, Schmerz und Sehnsucht ausgedrückt haben", erklärt ein Sprecher des örtlichen Kulturmanagements.
Ebenfalls am 30. Januar entführt das biographische Musiktheater "Minnesänger . Herzensbrecher des Mittelalters" das Publikum in eine längst vergangene Zeit. Die Veranstaltung mit Thomas Schallaböck beleuchtet das Leben und die Lieder der mittelalterlichen Sänger, die mit ihren Dichtungen die Herzen der Damen eroberten.
Moderne und neoklassische Akzente
Neben den historischen Themen setzt das Programm auch zeitgenössische und moderne Akzente. Am 9. Januar um 20:00 Uhr findet im Solitär der Universität Mozarteum ein "Neoclassical Concert" statt. Dieser Stil verbindet klassische Strukturen mit modernen Harmonien und Instrumentierungen und spricht damit ein Publikum an, das neue Hörerfahrungen sucht.
Was ist Neoklassik?
Die Neoklassik ist eine musikalische Strömung des 20. Jahrhunderts, die sich an den Formen und Stilen des Barock und der Klassik orientierte. Komponisten wie Igor Strawinsky und Paul Hindemith griffen auf alte Formen wie die Fuge oder die Suite zurück, füllten sie aber mit der Tonsprache ihrer Zeit. Heute erlebt der Begriff eine neue Popularität für moderne Komponisten, die klassische Instrumente mit minimalistischen und filmmusikalischen Elementen verbinden.
Ein dramatischer Höhepunkt des Monats ist die Aufführung der Oper "The Rape of Lucretia" am 26. Januar um 19:00 Uhr. Das Werk von Benjamin Britten ist eine intensive Kammeroper, die für ihre psychologische Tiefe und musikalische Dichte bekannt ist. Sie stellt hohe Anforderungen an die Darsteller und bietet dem Publikum ein packendes Opernerlebnis abseits des großen Repertoires.
Ein Überblick über die Termine im Januar 2026
Um den Überblick zu behalten, finden Sie hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Konzerte und Veranstaltungen:
- 9. Januar, 18:30 Uhr: Affetti Musicali (Carabinierisaal, DomQuartier)
- 9. Januar, 20:00 Uhr: Neoclassical Concert (Solitär, Universität Mozarteum)
- 10. Januar, 16:00 Uhr: Date with Mozart (DomQuartier Salzburg)
- 17. Januar, 19:00 Uhr: Konzert: The sound of love
- 26. Januar, 19:00 Uhr: The Rape of Lucretia (Oper)
- 30. Januar, 19:30 Uhr: Minnesänger . Herzensbrecher des Mittelalters
- 30. Januar, 19:30 Uhr: Salzburg, Mon Amour (Akademieorchester Mozarteum)
Der Januar in Salzburg beweist eindrucksvoll, dass die musikalische Seele der Stadt auch außerhalb der berühmten Festspielzeit pulsiert. Das abwechslungsreiche Programm lädt dazu ein, die kalten Wintertage mit hochkarätigen kulturellen Erlebnissen zu füllen und die Stadt von ihrer musikalischen Seite neu zu entdecken. Es ist eine Einladung an alle, die die Kraft und Schönheit der Musik in einem einzigartigen historischen Umfeld erleben möchten.





