In Puch bei Hallein versammelten sich am Sonntag Abordnungen von 108 Schützenkompanien aus dem gesamten Bundesland Salzburg zur 66. Anton-Wallner-Gedenkfeier. Mit der traditionellen Veranstaltung wurde des Pinzgauer Freiheitskämpfers Anton Wallner gedacht und die Werte von Heimat, Kameradschaft und Zusammenhalt bekräftigt.
Zahlreiche Ehrengäste aus Politik und Militär, darunter Landeshauptfrau Karoline Edtstadler, wohnten der feierlichen Zeremonie bei, die von mehreren Musikkapellen und der Militärmusik Salzburg begleitet wurde.
Die wichtigsten Punkte
- 108 Schützenkompanien aus ganz Salzburg nahmen an der 66. Anton-Wallner-Gedenkfeier in Puch teil.
- Die Veranstaltung ehrt den Freiheitskämpfer Anton Wallner und die Gefallenen der Freiheitskämpfe von 1809.
- Hochrangige Vertreter aus Politik und Militär, darunter Landeshauptfrau Karoline Edtstadler, waren anwesend.
- Die Feier unterstreicht die Bedeutung von Tradition, Kameradschaft und dem Zusammenhalt im Land.
Ein starkes Zeichen für Tradition und Gemeinschaft
Die Gemeinde Puch bei Hallein wurde am vergangenen Sonntag zum Schauplatz einer beeindruckenden Traditionsveranstaltung. Abordnungen von 108 Schützenkompanien füllten die Straßen und zeigten ein lebendiges Bild des Salzburger Schützenwesens. Die Teilnehmer kamen aus allen Gauen des Landes, um gemeinsam an der 66. Gedenkfeier für Anton Wallner teilzunehmen.
Die Veranstaltung ist mehr als nur eine historische Erinnerung. Sie dient als sichtbares Zeichen für die Verbundenheit zur Heimat und den starken Zusammenhalt innerhalb des Landesverbandes. Für viele Teilnehmer ist es ein wichtiger Termin im Jahreskalender, um Kameradschaft zu pflegen und die gemeinsamen Werte zu hochzuhalten.
Wer war Anton Wallner?
Anton Wallner, vermutlich um 1758 in Krimml geboren, war Bauer und Wirt, bekannt als „Aichbergwirt“. Während der Napoleonischen Kriege stieg er zum Oberkommandanten der Pinzgauer Schützen auf. Er koordinierte den Widerstand im Gebirge gegen die feindlichen Truppen im Jahr 1809 und wurde so zur zentralen Symbolfigur des Salzburger Freiheitskampfes.
Die musikalische Gestaltung übernahmen die Trachtenmusikkapellen aus Puch, Oberalm und Elsbethen sowie die Militärmusik Salzburg. Ihre Klänge verliehen der Feier einen würdigen und feierlichen Rahmen. Als Ehrenkompanien traten die Historische Schützenkompanie Puch und die Jakobischützen zu St. Jakob am Thurn auf.
Gedenken an die Freiheitskämpfe von 1809
Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten stand das Gedenken an Anton Wallner und die Ereignisse des Jahres 1809. Wallner organisierte als Anführer der Pinzgauer Schützen den Widerstand gegen die feindlichen Truppen und fügte ihnen empfindliche Niederlagen zu. Sein Mut und seine Führungsstärke machten ihn zu einer Legende.
Die Gedenkfeier erinnert aber nicht nur an den Anführer, sondern auch an alle gefallenen Kameraden, die in den Freiheitskämpfen ihr Leben ließen. In den Ansprachen wurde die Bedeutung dieses historischen Erbes für die heutige Zeit betont. Der Einsatz für Freiheit und Heimat sei ein Wert, der auch heute noch Relevanz besitze und von den Schützenkompanien aktiv gelebt werde.
Die Gedenkfeier in Zahlen
- 66. Mal fand die Anton-Wallner-Feier statt.
- 108 Schützenkompanien waren vertreten.
- 1809 war das Jahr der Salzburger Freiheitskämpfe.
- 4 Musikkapellen sorgten für die musikalische Umrahmung.
Der feierliche Höhepunkt war die Gedenkmesse, die von Landesschützensuperior Richard Weyringer und Dechant Markus Danner zelebriert wurde. In der Predigt wurde der Bogen von der historischen Verantwortung zur gelebten Gemeinschaft in der Gegenwart gespannt.
Prominente Ehrengäste unterstreichen die Bedeutung
Die Anwesenheit zahlreicher hochrangiger Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft unterstrich den Stellenwert der Veranstaltung. An der Spitze der Ehrengäste stand Landeshauptfrau Karoline Edtstadler, die die enge Verbindung des Landes Salzburg mit dem Schützenwesen hervorhob.
„Die Schützenkompanien sind ein wichtiger Träger unserer Kultur und unserer Traditionen. Sie leben Werte wie Zusammenhalt und Verantwortung vor, die für unsere Gesellschaft unverzichtbar sind“, betonte ein Redner am Rande der Veranstaltung.
Neben der Landeshauptfrau waren auch Landesrat Maximilian Aigner und der Militärkommandant von Salzburg, Brigadier Peter Schinnerl, anwesend. Ihr Erscheinen würdigte die Rolle der Schützen als Teil der zivilgesellschaftlichen und historischen Identität des Landes.
Die Pucher Bürgermeisterin Barbara Schweitl begrüßte als „Hausherrin“ die zahlreichen Gäste und Schützen in ihrer Gemeinde. Sie zeigte sich stolz, dass Puch als Austragungsort für diese landesweit bedeutende Feier ausgewählt wurde. Auch zahlreiche Vertreter der Gemeindevertretung nahmen an der Zeremonie teil.
Ehrungen für verdiente Mitglieder
Ein wichtiger Bestandteil der Gedenkfeier war auch die Ehrung verdienter Schützen. Im Rahmen der Veranstaltung wurden mehrere Mitglieder für ihr langjähriges Engagement und ihre besonderen Leistungen mit der Anton-Wallner-Medaille ausgezeichnet. Diese Auszeichnung gilt als eine der höchsten Ehren im Salzburger Schützenwesen.
Die Verleihung der Medaillen würdigt nicht nur den persönlichen Einsatz der Geehrten, sondern soll auch als Ansporn für die jüngeren Generationen dienen, sich aktiv in den Vereinen zu engagieren und die Traditionen weiterzuführen.
Die 66. Anton-Wallner-Gedenkfeier in Puch war somit eine gelungene Verbindung aus ehrendem Gedenken, gelebter Tradition und einem starken Bekenntnis zur Gemeinschaft. Sie zeigte eindrucksvoll, dass die Werte von 1809 auch im 21. Jahrhundert noch eine feste Verankerung in der Salzburger Gesellschaft haben.





