Der Faschingsdienstag steht kurz bevor und in ganz Salzburg laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Am 17. Februar erreicht die närrische Zeit ihren Höhepunkt, wenn sich Straßen, Plätze und Lokale in bunte Festmeilen verwandeln. Von traditionellen Umzügen bis zu privaten Feiern – die Stadt und das Land bereiten sich darauf vor, den Alltag für einen Tag hinter sich zu lassen.
In diesem Jahr wird eine Mischung aus altbewährten Klassikern und modernen Trends bei den Kostümen erwartet. Während Kindergärten und Schulen eigene Feste planen, rüsten sich auch Erwachsene, um in fantasievolle Rollen zu schlüpfen und gemeinsam zu feiern.
Das Wichtigste in Kürze
- Der Faschingsdienstag am 17. Februar markiert den Höhepunkt der Faschingszeit in Salzburg.
- Erwartet wird eine bunte Mischung aus traditionellen und modernen Kostümen, inspiriert von Märchen, Filmen und Videospielen.
- Veranstaltungen finden in der ganzen Stadt und im Umland statt, von organisierten Umzügen bis zu Feiern in Schulen und Betrieben.
- Die Kreativität bei selbstgemachten Kostümen steht oft im Mittelpunkt und sorgt für besondere Aufmerksamkeit.
Vorbereitungen für das große Finale
Die fünfte Jahreszeit steuert auf ihren Höhepunkt zu. In der gesamten Region Salzburg spürt man die Vorfreude auf den Faschingsdienstag. Viele Familien, Freundesgruppen und Vereine haben wochenlang an ihren Verkleidungen gearbeitet. Das Ziel ist es, am 17. Februar mit einem einzigartigen Kostüm aufzufallen.
In den Geschäften der Stadt war in den letzten Wochen ein erhöhter Andrang auf Schminke, Stoffe und Accessoires zu beobachten. Besonders gefragt sind Materialien für selbstgemachte Kostüme. "Viele Leute wollen nicht einfach etwas von der Stange kaufen. Sie wollen ihre eigene Idee umsetzen", berichtet eine Verkäuferin aus einem Salzburger Bastelgeschäft.
Auch die Gastronomie bereitet sich vor. Zahlreiche Lokale in der Altstadt und den umliegenden Bezirken planen spezielle Faschingspartys mit Musik und dekorierten Räumlichkeiten. Für viele ist es eine der umsatzstärksten Nächte des ersten Quartals.
Die Bedeutung des Faschingsdienstags
Der Faschingsdienstag, auch als Veilchendienstag bekannt, ist der letzte Tag vor dem Aschermittwoch, der die 40-tägige Fastenzeit einläutet. Historisch gesehen war dies die letzte Gelegenheit, vor der Zeit des Verzichts ausgelassen zu feiern und reichhaltig zu essen. Diese Tradition des Feierns hat sich bis heute gehalten und ist in vielen Regionen ein fester Bestandteil des kulturellen Kalenders.
Kostümtrends zwischen Tradition und Popkultur
Die Wahl des richtigen Kostüms ist für viele Faschingsbegeisterte die wichtigste Entscheidung. Jedes Jahr kristallisieren sich neue Trends heraus, doch die Klassiker bleiben beständig beliebt. Eine Umfrage unter Passanten in der Getreidegasse zeigt ein klares Bild.
Altbewährte Klassiker
Zeitlose Verkleidungen wie Prinzessinnen, Ritter, Piraten und Clowns sind nach wie vor stark vertreten, besonders bei den jüngsten Teilnehmern. Auch Berufe wie Polizist oder Feuerwehrmann stehen bei Kindern hoch im Kurs. Diese Kostüme sind leicht erkennbar und ermöglichen ein einfaches Rollenspiel.
- Märchenfiguren: Prinzessinnen, Ritter, Hexen
- Abenteurer: Piraten, Cowboys und Cowgirls
- Berufe: Polizisten, Ärzte, Bauarbeiter
- Tierkostüme: Von Löwen bis zu Einhörnern
Diese Kostüme haben den Vorteil, dass sie über Generationen hinweg verstanden werden und einen nostalgischen Wert besitzen.
Moderne Einflüsse aus Film und Gaming
Neben den traditionellen Kostümen gewinnen Figuren aus der aktuellen Popkultur zunehmend an Bedeutung. Charaktere aus beliebten Serien, Kinofilmen oder Videospielen sind vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen sehr beliebt. Oft sind es die Helden und Schurken aus Superhelden-Filmen oder die Protagonisten bekannter Fantasy-Serien, die das Straßenbild prägen.
"Ich gehe dieses Jahr als eine Figur aus meinem Lieblings-Videospiel. Es macht Spaß, etwas darzustellen, das nicht jeder sofort erkennt, aber andere Fans sofort verstehen." - Zitat eines jungen Salzburgers
Partner- und Gruppenkostüme sind ebenfalls ein großer Trend. Hierbei stimmen Freunde oder Paare ihre Verkleidungen aufeinander ab, um eine gemeinsame Geschichte zu erzählen. Dies erfordert oft ein hohes Maß an Kreativität und Planung.
Der Reiz des Selbstgemachten
Besonders viel Anerkennung erhalten oft jene Kostüme, die mit viel Liebe zum Detail selbst gefertigt wurden. Ob aufwendig genäht, aus Alltagsgegenständen gebastelt oder mit leuchtenden Elementen versehen – die Originalität ist der Schlüssel. Diese Unikate werden oft zu den meistfotografierten Motiven bei Faschingsumzügen.
Fasching für alle Generationen
Die Faszination des Faschings verbindet Menschen jeden Alters. In Kindergärten und Schulen wird gebastelt und gefeiert, um den Kindern die Tradition näherzubringen. Für sie ist es eine Gelegenheit, in die Rolle ihrer Helden zu schlüpfen und der Fantasie freien Lauf zu lassen.
Doch auch für Erwachsene bietet der Faschingsdienstag eine willkommene Abwechslung. Viele Betriebe erlauben ihren Mitarbeitern, verkleidet zur Arbeit zu kommen, oder veranstalten kleine Feiern. Es ist ein Moment des gemeinschaftlichen Erlebens, der den Teamgeist stärken kann.
Am Abend verlagert sich das Geschehen dann in die Lokale und auf private Partys, wo bis in die Nacht gefeiert wird. Musik und Tanz stehen im Vordergrund, und für einen kurzen Moment scheinen die Sorgen des Alltags vergessen.
Die Stadt Salzburg zeigt sich am Faschingsdienstag von ihrer buntesten und fröhlichsten Seite. Es ist ein Fest, das die Gemeinschaft stärkt und Menschen zusammenbringt, um gemeinsam eine unbeschwerte Zeit zu genießen, bevor die ruhigere Fastenzeit beginnt.





