Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) erweitert ihr Angebot für alle, die mit dem Rauchen aufhören wollen. Ab Januar 2026 starten in Salzburg zahlreiche kostenlose Kurse und Online-Vorträge, um den Weg in ein rauchfreies Leben zu unterstützen. Das Programm richtet sich an alle Arten von Rauchern und bietet auch spezielle Hilfe für werdende Mütter.
Die Entscheidung, mit dem Rauchen aufzuhören, ist einer der wichtigsten Schritte für die eigene Gesundheit. Doch der Weg dorthin ist oft schwierig. Mit einem neuen, umfassenden Programm will die ÖGK in Salzburg nun noch mehr Menschen dabei helfen, die Sucht endgültig zu überwinden.
Das Wichtigste in Kürze
- Ab Januar 2026 bietet die ÖGK in Salzburg 100 kostenlose Präsenzkurse und 50 Online-Kurse zur Rauchentwöhnung an.
- Spezielle Online-Vorträge richten sich an schwangere Frauen, um sie und ihr ungeborenes Kind zu schützen.
- Das Rauchfrei Telefon unter 0800 810 013 bietet seit 20 Jahren kostenlose psychologische Beratung.
- Experten warnen eindringlich vor den Gefahren des Passiv- und Drittrauch, besonders in geschlossenen Räumen wie Autos.
Umfassendes Hilfsprogramm startet 2026
Viele Menschen in Salzburg nehmen sich vor, mit dem Rauchen aufzuhören, sei es aus gesundheitlichen Gründen oder wegen der steigenden Kosten. Um diesen Vorsatz in die Tat umzusetzen, verstärkt die Österreichische Gesundheitskasse ihre Unterstützungsangebote. Für das erste Halbjahr 2026 sind rund 100 kostenlose „Nikotinfrei“-Kurse in der Region geplant.
Zusätzlich wird es 50 Online-Kurse geben, die mehr Flexibilität für die Teilnehmer ermöglichen. Dieses erweiterte Angebot soll sicherstellen, dass jeder, der aufhören möchte – vom Kettenraucher bis zum Gelegenheitsraucher – die passende Unterstützung findet.
Spezielle Angebote für werdende Mütter
Ein besonderer Fokus des neuen Programms liegt auf schwangeren Frauen. Unter dem Titel „Nikotinfrei in der Schwangerschaft“ werden spezielle Online-Vorträge angeboten. Diese sollen werdende Mütter über die besonderen Risiken des Rauchens für das ungeborene Kind aufklären und ihnen gezielte Hilfestellungen für einen erfolgreichen Rauchstopp während dieser kritischen Lebensphase geben.
Konkrete Kurstermine für den Jahresanfang
Die ersten Termine für das neue Programm stehen bereits fest und bieten Interessierten konkrete Anlaufstellen. Eine Anmeldung ist für die Teilnahme an den Präsenzkursen erforderlich.
- 22. Januar 2026 (Online): Vortrag „Nikotinfrei in der Schwangerschaft“ von 18:00 bis 19:30 Uhr.
- 26. Januar 2026 (Bischofshofen): Start des Präsenz-Kurses „Nikotinfrei in 6 Wochen“ bei AVOS, von 18:30 bis 20:00 Uhr.
- 16. Februar 2026 (Stadt Salzburg): Beginn des Präsenz-Kurses „Nikotinfrei in 6 Wochen“ bei AVOS, von 18:00 bis 19:30 Uhr.
- 18. März 2026 (Online): Weiterer Vortrag „Nikotinfrei in der Schwangerschaft“ von 17:00 bis 18:30 Uhr.
- 24. März 2026 (Online): Vortrag zum Thema „Außen ansprechend – innen suchterzeugend! Die gefährliche, bunte Welt der Nikotinprodukte“.
Die unsichtbare Gefahr des Passivrauchens
Die gesundheitlichen Schäden durch das Rauchen betreffen nicht nur die Raucher selbst. Auch das Umfeld ist erheblichen Gefahren ausgesetzt. Beim Verbrennen von Tabak entstehen Tausende giftige Substanzen, die von Mitmenschen eingeatmet werden.
Besonders problematisch ist das Rauchen in geschlossenen Räumen. Die giftigen Feinstaubpartikel setzen sich auf Möbeln, Wänden und Textilien ab. Dieser sogenannte „Drittrauch“ bleibt über Wochen und Monate aktiv und stellt eine schleichende Gesundheitsgefahr dar, insbesondere für Kinder.
Gefahr im Auto
Das Rauchen im Auto ist besonders riskant. Messungen haben gezeigt, dass die Konzentration der Tabakgifte in einem fahrenden Auto bis zu 23 Mal höher sein kann als in einer stark verrauchten Bar. Aus diesem Grund ist es entscheidend, in Fahrzeugen und Innenräumen konsequent auf das Rauchen zu verzichten.
Was wirklich in einer Zigarette steckt
Eine einzige Zigarette ist ein komplexer Chemiecocktail. Neben dem süchtig machenden Nikotin wurden bislang über 4.800 verschiedene Substanzen im Tabakrauch nachgewiesen. Viele davon sind hochgiftig und gesundheitsschädlich.
Mehr als 90 dieser Stoffe sind nachweislich krebserregend oder stehen im Verdacht, Krebs zu verursachen. Dazu gehören unter anderem:
- Teer: Lagert sich in der Lunge ab und schädigt die Atemwege.
- Benzol: Ein bekannter krebserregender Stoff.
- Arsen: Ein hochgiftiges Schwermetall.
- Cadmium: Wird auch in Batterien verwendet.
- Formaldehyd: Wird zur Konservierung verwendet.
- Blausäure: Ein starkes Gift.
Diese Stoffe erhöhen das Risiko für zahlreiche Krankheiten, von Lungenkrebs über Herzinfarkte und Schlaganfälle bis hin zu Demenz und Unfruchtbarkeit.
Professionelle Hilfe ist nur einen Anruf entfernt
Für Momente, in denen das Verlangen nach einer Zigarette übermächtig scheint, gibt es eine direkte und unkomplizierte Anlaufstelle. Das Rauchfrei Telefon wird von der ÖGK betrieben und feiert bald sein zwanzigjähriges Bestehen.
Das Rauchfrei Telefon
Unter der kostenlosen Nummer 0800 810 013 steht ein Team aus Gesundheitspsychologinnen zur Verfügung. Die Hotline ist österreichweit von Montag bis Freitag zwischen 10:00 und 18:00 Uhr erreichbar. Die Experten bieten individuelle Beratung, Motivation und konkrete Tipps, um rauchfrei zu werden und zu bleiben.
Die psychologische Unterstützung kann entscheidend sein, um Rückfälle zu vermeiden und langfristig erfolgreich zu sein. Ein Anruf kann der erste Schritt in ein gesünderes Leben sein.





