Die Salzburger Landesverwaltung steht vor einem bedeutenden Führungswechsel. Mit 1. Jänner 2026 wird Franz Moser die Position des Landesamtsdirektors übernehmen. Er folgt auf Sebastian Huber, der nach einem Jahrzehnt an der Spitze der Verwaltung in den Ruhestand tritt. Moser wird damit zum höchsten Beamten des Landes und leitet eine Belegschaft von rund 3.150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Die Ernennung des 52-jährigen Juristen fällt in eine Zeit des Umbruchs und der Modernisierung. Neben seinen Plänen zum Bürokratieabbau wird Moser auch die Zusammenlegung zahlreicher Dienststellen im neuen Landesdienstleistungszentrum am Salzburger Hauptbahnhof verantworten.
Das Wichtigste in Kürze
- Führungswechsel: Franz Moser wird ab 1. Jänner 2026 neuer Landesamtsdirektor in Salzburg.
- Nachfolge: Er löst den langjährigen Direktor Sebastian Huber ab, der in Pension geht.
- Hauptziel: Moser hat den Abbau von überbordender Bürokratie als zentrale Aufgabe definiert.
- Großprojekt: Seine Amtszeit beginnt mit der Übersiedlung von 1.300 Mitarbeitern in das neue Landesdienstleistungszentrum.
Ein neuer Kapitän für die Landesverwaltung
Nach zehn Jahren an der Spitze der Salzburger Landesverwaltung wird Sebastian Huber seine Funktion als Landesamtsdirektor zurücklegen. Sein Nachfolger, Franz Moser, ist ein erfahrener Verwaltungsexperte, der seit zwei Jahrzehnten im Landesdienst tätig ist. Die offizielle Amtsübergabe ist für den 1. Jänner 2026 geplant.
Als Leiter des inneren Dienstes des Amtes der Landesregierung übernimmt Moser die organisatorische und administrative Gesamtverantwortung. Diese Rolle ist entscheidend für das Funktionieren der gesamten Landesverwaltung, die für rund 3.150 Menschen als Arbeitgeber fungiert.
Die Rolle des Landesamtsdirektors
Der Landesamtsdirektor ist der höchste Beamte eines Bundeslandes in Österreich. Er leitet das Amt der Landesregierung und ist für die Koordination der gesamten Verwaltung zuständig. Zu seinen Aufgaben gehören die Personal- und Organisationsentwicklung sowie die Sicherstellung effizienter Abläufe. Er agiert als wichtige Schnittstelle zwischen der politischen Führung und der Beamtenschaft.
Ein klares Bekenntnis zum Bürokratieabbau
Franz Moser hat bereits vor seinem Amtsantritt klare Prioritäten gesetzt. Sein zentrales Anliegen ist der Kampf gegen die überbordende Bürokratie. Er betont die Notwendigkeit, zu praktikableren Regeln und nachvollziehbaren Verfahren zurückzukehren. Dabei gehe es nicht darum, rechtliche Grundsätze aufzuweichen, sondern den Verwaltungsalltag mit mehr Augenmaß und Hausverstand zu gestalten.
„Überregulierung ist längst kein Randthema mehr. Sie belastet die Verwaltung, die Wirtschaft und die Bürger gleichermaßen – auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene“, so Moser in einer ersten Stellungnahme.
Diese Haltung hat er bereits als Leiter der „Taskforce Deregulierung“ unter Beweis gestellt. Landeshauptfrau Karoline Edtstadler lobte Moser als einen Gestalter, der für eine moderne und bürgernahe Verwaltung stehe. Seine Ernennung sei ein Signal für Effizienz und Modernisierung.
Ein Mann mit langjähriger Erfahrung
Der designierte Landesamtsdirektor bringt umfassende Kenntnisse der internen Abläufe mit. Franz Moser, geboren in Oberösterreich, absolvierte nach dem Besuch der Höheren Bundeslehranstalt für alpenländische Landwirtschaft in Ursprung-Elixhausen ein Jus-Studium in Salzburg.
Seine berufliche Laufbahn führte ihn zunächst zur Kammer für Land- und Forstwirtschaft. Im Jahr 2003 trat er in den Salzburger Landesdienst ein. Dort durchlief er verschiedene politische und fachliche Funktionen, bevor er 2018 zum Leiter der Abteilung Lebensgrundlagen und Energie bestellt wurde. Diese langjährige Tätigkeit in unterschiedlichen Bereichen macht ihn zu einem profunden Kenner der Verwaltungsstrukturen und der politischen Schnittstellen.
Karrierestationen von Franz Moser
- Absolvent der HBLA Ursprung-Elixhausen
- Jus-Studium in Salzburg
- Tätigkeit bei der Kammer für Land- und Forstwirtschaft
- Eintritt in den Landesdienst im Jahr 2003
- Leiter der Abteilung Lebensgrundlagen und Energie seit 2018
- Leitung der „Taskforce Deregulierung“
Große Projekte prägen den Amtsantritt
Der Beginn von Mosers Amtszeit wird von einem der größten organisatorischen Projekte der jüngeren Landesgeschichte geprägt sein. Ab Ende 2026 beginnt die schrittweise Übersiedlung von rund 1.300 Bediensteten in das neue Landesdienstleistungszentrum (LDZ) in der Nähe des Salzburger Hauptbahnhofs.
Dieses moderne Verwaltungszentrum wird mehr als 20 bisher über die Stadt verteilte Organisationseinheiten an einem zentralen Standort bündeln. Die Ziele des Projekts sind klar definiert:
- Vereinfachung von Abläufen: Kürzere Wege und eine bessere Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen sollen die Effizienz steigern.
- Kostensenkung: Durch die Aufgabe zahlreicher Mietobjekte werden langfristig Kosten gespart.
- Verbesserter Bürgerservice: Ein zentraler Anlaufpunkt soll den Zugang zu Behördenleistungen für die Bürgerinnen und Bürger erleichtern.
Die erfolgreiche Umsetzung dieses Mammutprojekts wird eine der ersten großen Herausforderungen für den neuen Landesamtsdirektor sein. Es erfordert nicht nur logistisches Geschick, sondern auch ein feines Gespür für die Bedürfnisse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter während des Veränderungsprozesses.
Ausblick in eine moderne Verwaltungszukunft
Mit Franz Moser tritt eine Persönlichkeit an die Spitze der Landesverwaltung, die sowohl für Kontinuität als auch für Erneuerung steht. Seine tiefgreifende Kenntnis der bestehenden Strukturen, gepaart mit einem klaren Willen zur Modernisierung und Vereinfachung, weckt hohe Erwartungen.
Die Aufgabe, eine Verwaltung in Zeiten wachsender Anforderungen und knapper Ressourcen zukunftsfähig aufzustellen, ist komplex. Mosers Fokus auf Bürgernähe und Effizienz wird der Maßstab sein, an dem seine Amtszeit gemessen wird. Die kommenden Jahre werden zeigen, wie es ihm gelingt, die Salzburger Landesverwaltung schlanker, verständlicher und schlagkräftiger zu machen.





