Ein Entwickler aus Koppl bei Salzburg hat eine neue Smartphone-Anwendung namens „Bergmate“ auf den Markt gebracht, die die Sicherheit bei Wanderungen und Skitouren verbessern soll. Seit ihrer Einführung im September 2025 verzeichnet die App bereits 3.000 Nutzer und erhält Zuspruch von der lokalen Bergrettung.
Die Anwendung wurde von Werner Noisternigg und seinem Team über einen Zeitraum von einem Jahr entwickelt. Ziel ist es, Notfälle zu verhindern, die durch schlechte Tourenplanung, Orientierungsverlust oder plötzliche Wetterumschwünge entstehen.
Das Wichtigste in Kürze
- Neue Sicherheits-App: „Bergmate“ aus Salzburg soll Bergtouren sicherer machen.
- Entwickler: Werner Noisternigg aus Koppl entwickelte die App mit seinem Team.
- Nutzerzahlen: Seit dem Start im September 2025 haben sich 3.000 Personen registriert.
- Zustimmung von Experten: Die lokale Bergrettung bewertet die Funktionen der App positiv.
Ein digitaler Schutzengel für Bergsteiger
Immer wieder kommt es in den Salzburger Alpen zu gefährlichen Situationen. Ein alleiniger Skitourengeher gerät in einen Schneesturm, verliert die Orientierung und der Handy-Akku versagt. Solche Szenarien sind für Bergretter Alltag.
Oft sind es Fehleinschätzungen der eigenen Fähigkeiten oder eine mangelhafte Vorbereitung, die Wanderer und Tourengeher in Not bringen. Werner Noisternigg aus Koppl wollte hier eine Lösung schaffen. „Die Idee war, ein Werkzeug zu entwickeln, das nicht nur im Notfall hilft, sondern schon bei der Planung für mehr Sicherheit sorgt“, erklärt ein Sprecher des Entwicklerteams.
Hintergrund: Notfälle in den Alpen
Die Zahl der Einsätze für die Bergrettung ist in den letzten Jahren konstant hoch. Häufige Ursachen sind Stürze, Erschöpfung und Orientierungsverlust. Digitale Hilfsmittel werden zunehmend wichtiger, um Verunglückte schnell zu lokalisieren und präventiv für eine bessere Tourenplanung zu sorgen.
Nach einem Jahr intensiver Entwicklungsarbeit wurde „Bergmate“ im Herbst 2025 veröffentlicht. Die App richtet sich an alle, die in den Bergen unterwegs sind, vom gelegentlichen Wanderer bis zum erfahrenen Alpinisten.
Wie „Bergmate“ im Notfall hilft
Die Hauptfunktion der App ist die Gewährleistung eines sicheren Ablaufs einer Tour. Obwohl die genauen technischen Details vielfältig sind, liegt der Fokus auf der Prävention und der schnellen Hilfe im Ernstfall.
Ein zentrales Element ist die Möglichkeit, eine geplante Tour mit Kontakten zu teilen. Verlässt man die geplante Route oder kehrt nicht zur angegebenen Zeit zurück, können Angehörige informiert werden. Dies verkürzt die Zeit bis zur Alarmierung der Rettungskräfte erheblich.
Statistik: Schnelle Hilfe ist entscheidend
Bei einem Notfall in den Bergen zählt jede Minute. Eine schnelle Ortung kann die Überlebenschancen eines Verunglückten drastisch erhöhen. Apps wie „Bergmate“ können die Suchzeit für Rettungsteams signifikant reduzieren.
Ein weiteres Problem, dem sich die Entwickler gewidmet haben, ist die Akkulaufzeit von Smartphones. Oft versagt die Technik genau dann, wenn man sie am dringendsten braucht. „Bergmate“ wurde so konzipiert, dass die Kernfunktionen möglichst energiesparend arbeiten, um auch auf langen Touren zuverlässig zu funktionieren.
Von der Idee zur Markteinführung
Die Entwicklung von „Bergmate“ war ein Prozess, der eng mit den Bedürfnissen von Bergsportlern abgestimmt wurde. Werner Noisternigg und sein Team legten großen Wert auf eine einfache und intuitive Bedienung.
„Eine App, die im Notfall Leben retten soll, darf nicht kompliziert sein“, so die Entwickler. Die Benutzeroberfläche ist klar strukturiert, damit alle wichtigen Funktionen schnell erreichbar sind, auch unter Stress oder bei schlechten Wetterbedingungen.
Seit dem Start im September 2025 konnte die Anwendung bereits 3.000 Nutzer für sich gewinnen. Das Feedback aus der Community wird kontinuierlich genutzt, um die App weiter zu verbessern und neue Funktionen zu integrieren.
Bergretter sehen großes Potenzial
Auch professionelle Rettungskräfte äußern sich positiv über die neue Anwendung. Ein lokaler Bergretter, der anonym bleiben möchte, bestätigte, dass solche digitalen Helfer die Arbeit der Einsatzkräfte maßgeblich unterstützen können.
„Jedes Hilfsmittel, das uns eine genaue Position einer vermissten Person liefert, ist Gold wert. Wenn Wanderer ihre Touren digital aufzeichnen und teilen, hilft uns das im Ernstfall enorm bei der Suche.“
Er betonte jedoch auch, dass keine App eine sorgfältige Tourenplanung, die richtige Ausrüstung und eine realistische Selbsteinschätzung ersetzen kann. „Die Technik ist eine wertvolle Unterstützung, aber die Verantwortung liegt letztlich immer bei der Person am Berg“, fügte er hinzu.
Die Entwickler von „Bergmate“ sehen ihre App daher nicht als Ersatz für bergsteigerisches Wissen, sondern als eine ergänzende Sicherheitsmaßnahme. Die positive Resonanz der Nutzer und die Anerkennung durch Experten bestärken das Team, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen und die Sicherheit in den Bergen für alle zu erhöhen.





