Die Salzburger Feuerwehren und Rettungskräfte standen in den letzten Tagen vor einer Reihe anspruchsvoller Herausforderungen. Von einem Waldbrand in unwegsamem Gelände über technische Hilfeleistungen bei schweren Verkehrsunfällen bis hin zu einem nächtlichen Hüttenbrand mussten die Einsatzkräfte ihr gesamtes Können unter Beweis stellen. Die Serie von Vorfällen unterstreicht die Vielfalt der Aufgaben, mit denen die Helfer täglich konfrontiert sind.
Die wichtigsten Ereignisse im Überblick
- Waldbrand am Kratzspitz: Ein koordinierter Einsatz von Bodentruppen und einem Polizeihubschrauber war nötig, um einen Brand in alpinem Gelände zu löschen.
- Verkehrsunfall in Hallein: In der engen Altstadt musste die Feuerwehr ein auf der Seite liegendes Fahrzeug sichern und eine verletzte Person betreuen.
- Gartenhüttenbrand in Köstendorf: Ein Großeinsatz mit 75 Kräften verhinderte das Übergreifen der Flammen auf den angrenzenden Wald.
- Unfall auf der B311: Die Feuerwehr sicherte eine Unfallstelle auf einer wichtigen Verkehrsachse im Pongau und unterstützte die Aufräumarbeiten.
Waldbrandbekämpfung aus der Luft am Kratzspitz
In den Bergen bei Kleinarl entwickelte sich ein Waldbrand am Kratzspitz zu einer ernsthaften Bedrohung. Aufgrund der Steilheit und Unzugänglichkeit des Geländes war ein Löscheinsatz vom Boden aus nur schwer möglich. Die Einsatzleitung forderte daher umgehend Luftunterstützung an.
Ein Polizeihubschrauber wurde zum entscheidenden Faktor im Kampf gegen die Flammen. In mehreren Anflügen warf der Helikopter gezielt Wasser über dem Brandherd ab. Diese Maßnahme zeigte schnell Wirkung und dämmte die Ausbreitung des Feuers effektiv ein.
Herausforderung alpiner Brandeinsatz
Waldbrände in den Bergen stellen für Feuerwehren eine besondere Schwierigkeit dar. Steiles Gelände, wechselnde Winde und die oft eingeschränkte Wasserversorgung erfordern eine perfekte Koordination zwischen Boden- und Lufteinheiten. Der Einsatz von Hubschraubern ist hier oft die einzige Möglichkeit, die Flammen effizient zu bekämpfen.
Nachdem die offenen Flammen gelöscht waren, überflog der Hubschrauber das Gebiet mit einer Wärmebildkamera. Diese Technologie ermöglicht es, verbleibende Glutnester im Unterholz aufzuspüren, die mit bloßem Auge nicht sichtbar sind. Dank dieser Kontrolle konnten die Einsatzkräfte sicherstellen, dass keine Gefahr eines erneuten Aufflammens bestand. Nach rund vier Stunden intensiver Arbeit wurde der Einsatz erfolgreich beendet.
Nächtliche Einsätze bei Bränden und Verkehrsunfällen
Die Nachtstunden brachten für die Feuerwehren kaum eine Verschnaufpause. In Köstendorf wurden die Einsatzkräfte zu einem Brand einer Gartenhütte alarmiert. Beim Eintreffen der ersten Fahrzeuge stand das kleine Gebäude bereits in Vollbrand, und die Flammen drohten, auf benachbarte Hütten und ein angrenzendes Waldstück überzugreifen.
Großeinsatz in Köstendorf verhindert Schlimmeres
Insgesamt 75 Einsatzkräfte mehrerer Feuerwehren arbeiteten Hand in Hand, um die Situation unter Kontrolle zu bringen. Während ein Atemschutztrupp den direkten Löschangriff startete, bauten andere Helfer eine Riegelstellung auf, um die Umgebung zu schützen. Diese schnelle und koordinierte Reaktion war erfolgreich: Der Brand wurde auf die Hütte begrenzt und konnte rasch gelöscht werden.
Bei dem Brand in Köstendorf wurde der Eigentümer der Hütte leicht verletzt und musste vom Roten Kreuz versorgt werden. Die Brandursache ist derzeit noch Gegenstand von Ermittlungen.
Der Einsatzleiter vor Ort betonte die Wichtigkeit der schnellen Alarmierung und des reibungslosen Zusammenspiels der verschiedenen Wehren. Nur so konnte ein größerer Waldbrand verhindert werden.
Komplizierte Rettungsaktion in der Halleiner Altstadt
Fast zeitgleich ereignete sich in der historischen Altstadt von Hallein ein Verkehrsunfall mit ungewöhnlichem Ausgang. Ein Pkw war aus ungeklärter Ursache umgestürzt und auf der Seite liegen geblieben. Die Feuerwehr Hallein wurde alarmiert, um das Fahrzeug zu sichern und die Rettungsarbeiten zu unterstützen.
Die Enge der Altstadtgassen stellte eine zusätzliche Herausforderung dar. Die Einsatzkräfte sicherten das instabile Fahrzeug gegen weiteres Verrutschen und leuchteten die Unfallstelle aus. Nachdem das Rote Kreuz die verletzte Person versorgt und abtransportiert hatte, begann die aufwendige Bergung des Autos. Mithilfe eines Krans wurde der Wagen wieder auf die Räder gestellt und abtransportiert. Anschließend reinigte die Feuerwehr die Fahrbahn von ausgelaufenen Betriebsmitteln.
Technische Hilfeleistung auf der B311
Auch die wichtigen Verkehrsverbindungen im Bundesland blieben nicht von Unfällen verschont. Die Feuerwehr Schwarzach musste zu einem Einsatz auf der Pinzgauer Straße (B311) in der Nähe des Mauttunnels ausrücken.
Die Hauptaufgabe der Feuerwehr bestand darin, die Unfallstelle abzusichern, um Folgeunfälle zu verhindern. Der Verkehr wurde umgeleitet, und die Einsatzkräfte stellten den Brandschutz sicher. Sie unterstützten die Polizei bei der Unfallaufnahme und halfen dem Abschleppunternehmen bei den Aufräumarbeiten.
Solche Einsätze auf vielbefahrenen Straßen erfordern höchste Konzentration und Vorsicht, da die Sicherheit der eigenen Mannschaft und der anderen Verkehrsteilnehmer oberste Priorität hat. Nach etwa zwei Stunden konnte die Straße wieder freigegeben und der Einsatz für die Feuerwehr beendet werden.
Die Häufung dieser unterschiedlichen Ereignisse zeigt eindrücklich das breite Spektrum, das die freiwilligen und hauptberuflichen Einsatzkräfte in Salzburg abdecken. Ob in der Luft, in der Stadt oder auf dem Land – ihre Professionalität und ihr Engagement sind entscheidend für die Sicherheit der Bevölkerung.





