Ein Brand in einem Mehrparteienhaus im Salzburger Stadtteil Maxglan erforderte am Samstagmittag einen Großeinsatz der Feuerwehr. Zwei Bewohner mussten aus dem brennenden Gebäude gerettet werden. Das Feuer, das in einer Dachgeschosswohnung ausgebrochen war, griff rasch auf den Dachstuhl über und verursachte eine starke Rauchentwicklung.
Das Wichtigste in Kürze
- Am Samstagmittag brach in einer Dachgeschosswohnung in Salzburg-Maxglan ein Feuer aus.
- Die Feuerwehr rettete zwei Personen aus dem Gebäude, eine davon vom Dach.
- Der Brand breitete sich auf den Dachstuhl aus und verursachte erheblichen Schaden.
- Die Brandursache ist derzeit noch unklar und wird von der Polizei untersucht.
Dramatische Rettung am Samstagmittag
Gegen Mittag ging der Notruf bei den Einsatzkräften ein. In einem Wohnhaus in Maxglan stand eine Wohnung im zweiten Stock lichterloh in Flammen. Die Situation war kritisch, da sich noch Personen im Gebäude befanden.
Die Rettungsaktion gestaltete sich dramatisch. Eine Person hatte sich vor den Flammen und dem dichten Rauch auf das Dach des Hauses geflüchtet. Eine weitere Person konnte sich in eine benachbarte Wohnung retten. Beide wurden von den Einsatzkräften der Feuerwehr sicher geborgen.
Schnelle medizinische Versorgung
Unmittelbar nach ihrer Rettung wurden die beiden Bewohner dem Roten Kreuz übergeben. Sie wurden zur Kontrolle und weiteren medizinischen Versorgung betreut. Über den genauen Gesundheitszustand und das Ausmaß möglicher Verletzungen gibt es derzeit noch keine offiziellen Informationen.
Schnellste Reaktion der Einsatzkräfte
Die Berufsfeuerwehr Salzburg traf nur eine Minute nach der Alarmierung am Einsatzort ein. Dieser bemerkenswert schnelle Einsatz war einem Zufall zu verdanken: Ein Team befand sich bereits wegen eines anderen Einsatzes in unmittelbarer Nähe des Brandortes.
Ein Großeinsatz für die Feuerwehr
Die Löscharbeiten gestalteten sich als herausfordernd. Beim Eintreffen der ersten Kräfte stand die Wohnung bereits in Vollbrand. Die Flammen hatten begonnen, sich auf den Dachstuhl auszubreiten, was die Gefahr einer weiteren Ausdehnung des Feuers erhöhte.
Andreas Reitsamer von der Berufsfeuerwehr erklärte den Ablauf des Einsatzes. „Wir haben umfassend mit der Menschenrettung begonnen und dann die Brandbekämpfung durchgeführt“, so Reitsamer. Die Priorität lag klar auf der Sicherheit der Bewohner.
„Die Rettung von Menschen hat immer oberste Priorität. Erst danach konzentrieren wir uns vollständig auf die Eindämmung des Feuers.“ - Andreas Reitsamer, Berufsfeuerwehr
Zusammenarbeit der Feuerwehren
Um den Brand unter Kontrolle zu bringen, musste die Feuerwehr das Dach gezielt öffnen. Dieser Schritt war notwendig, um Glutnester effektiv bekämpfen und eine weitere Ausbreitung im Dachstuhl verhindern zu können.
Die Berufsfeuerwehr erhielt bei diesem aufwendigen Einsatz Unterstützung von den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr. Die Zusammenarbeit der hauptberuflichen und ehrenamtlichen Kräfte funktionierte reibungslos und trug maßgeblich zum Löscherfolg bei.
Warum wird ein Dach geöffnet?
Das Öffnen der Dachhaut bei einem Dachstuhlbrand ist eine gängige taktische Maßnahme der Feuerwehr. Es dient mehreren Zwecken:
- Rauch- und Wärmeabzug: Hitze und giftige Gase können entweichen, was die Bedingungen für die Einsatzkräfte im Inneren verbessert.
- Gezielte Löscharbeiten: Es ermöglicht den direkten Zugang zu Brandherden im Dachstuhl, die von unten schwer zu erreichen sind.
- Verhinderung der Ausbreitung: Durch das gezielte Öffnen kann ein sogenannter Riegel geschaffen werden, der das Übergreifen der Flammen auf weitere Gebäudeteile stoppt.
Schadensausmaß und Ermittlungen
Die betroffene Wohnung im Dachgeschoss dürfte durch das Feuer und die Löscharbeiten schwer beschädigt worden sein. Das genaue Ausmaß des Schadens am gesamten Gebäude ist noch nicht bekannt, wird aber voraussichtlich erheblich sein.
Nach Abschluss der Löscharbeiten haben Brandermittler der Polizei ihre Arbeit aufgenommen. Ihre Aufgabe ist es nun, die genaue Ursache für den Ausbruch des Feuers zu klären. Bislang gibt es dazu noch keine gesicherten Erkenntnisse. Die Ermittlungen werden voraussichtlich einige Zeit in Anspruch nehmen.





