Ein Spiel der 2. Futsal-Bundesliga in Salzburg nahm am Sonntag eine unerwartete Wendung. Die Begegnung zwischen dem Heimteam Inter Kleßheim und dem FC Adler Wien im Sportzentrum Nord in Liefering wurde vorzeitig beendet. Grund dafür war eine Serie von Ausschlüssen gegen die Gastmannschaft.
Die Salzburger Mannschaft von Inter Kleßheim war auf dem besten Weg, ihre beeindruckende Heimbilanz in dieser Saison fortzusetzen. Doch das sportliche Geschehen wurde von einer hitzigen Atmosphäre und mehreren Roten Karten überschattet, die schließlich zum Spielabbruch führten. Im Raum steht zudem der Vorwurf einer Bedrohung gegen den Schiedsrichter.
Das Wichtigste in Kürze
- Ein Futsal-Bundesligaspiel zwischen Inter Kleßheim und Adler Wien wurde am Sonntag in Salzburg abgebrochen.
- Fünf Spieler des Gästeteams FC Adler Wien erhielten eine Rote Karte, was zum Abbruch führte.
- Inter Kleßheim führte zum Zeitpunkt des Abbruchs und war auf Kurs für den vierten Heimsieg in Folge.
- Es wird berichtet, dass der Schiedsrichter während des Spiels bedroht worden sein könnte.
Ein vielversprechender Start für Inter Kleßheim
Für die Salzburger Mannschaft Inter Kleßheim hätte es ein weiterer erfolgreicher Spieltag werden sollen. Das Team ging als klarer Favorit in die Partie gegen den FC Adler Wien. Die bisherige Saisonbilanz im heimischen Sportzentrum Nord sprach eine deutliche Sprache: Mit Siegen von 6:0, 17:4 und einem überwältigenden 17:1 in den vorangegangenen drei Heimspielen hatte sich die Mannschaft eine beeindruckende Reputation erarbeitet.
Auch am Sonntag schien zunächst alles nach Plan zu laufen. Inter Kleßheim dominierte das Spielgeschehen und war auf dem besten Weg, die nächsten drei Punkte zu sichern. Die Mannschaft zeigte die gewohnte spielerische Stärke und setzte die Wiener Gäste von Beginn an unter Druck. Die Zuschauer erwarteten einen weiteren klaren Heimsieg.
Heimstärke von Inter Kleßheim
Vor dem Spiel gegen Adler Wien hatte Inter Kleßheim in dieser Saison eine beeindruckende Tordifferenz von 40:5 in nur drei Heimspielen erzielt. Dies unterstreicht die Dominanz des Teams auf eigenem Boden.
Eskalation auf dem Spielfeld
Die Stimmung während des Spiels wurde jedoch zunehmend angespannter. Was als sportlicher Wettkampf begann, entwickelte sich zu einer hitzigen Auseinandersetzung. Die Ereignisse eskalierten, als der Schiedsrichter begann, konsequent durchzugreifen und mehrere Disziplinarmaßnahmen gegen die Spieler des FC Adler Wien verhängte.
Im Verlauf der Partie zückte der Unparteiische insgesamt fünf Rote Karten gegen die Spieler der Gastmannschaft. Eine derart hohe Anzahl an Ausschlüssen ist selbst im schnellen und intensiven Futsal-Sport eine Seltenheit. Jeder Ausschluss sorgte für weitere Unruhe auf und neben dem Spielfeld und heizte die Atmosphäre weiter an.
Nach dem fünften Platzverweis war die Fortsetzung des Spiels nicht mehr möglich. Die Regeln sehen vor, dass eine Mannschaft eine Mindestanzahl an Spielern auf dem Feld haben muss. Mit fünf ausgeschlossenen Spielern war diese Grenze für den FC Adler Wien unterschritten, was den Schiedsrichter zwang, die Partie vorzeitig zu beenden.
Was ist Futsal?
Futsal ist die vom Weltfußballverband FIFA anerkannte Variante des Hallenfußballs. Gespielt wird auf einem kleineren Feld mit fünf Spielern pro Team und einem sprungreduzierten Ball. Das Spiel ist für sein hohes Tempo, technische Finesse und viele Tore bekannt.
Vorwürfe gegen die Gastmannschaft
Über die sportlichen Ereignisse hinaus stehen schwere Vorwürfe im Raum. Berichten zufolge soll der Schiedsrichter während der turbulenten Phasen des Spiels verbal bedroht worden sein. Solche Vorfälle wiegen im Sport besonders schwer und führen in der Regel zu strengen Konsequenzen durch die zuständigen Sportverbände.
Eine offizielle Bestätigung oder ein detaillierter Bericht über die genaue Art der mutmaßlichen Bedrohungen liegt derzeit noch nicht vor. Der Schiedsrichterbericht wird in den kommenden Tagen erwartet und dürfte entscheidend für die weitere Vorgehensweise des Verbandes sein. Dieser Bericht wird die Grundlage für eine mögliche Untersuchung und eventuelle Sanktionen gegen die beteiligten Spieler oder den Verein bilden.
Wie geht es nun weiter?
Der Spielabbruch wird ein Nachspiel haben. Das zuständige Gremium der 2. Futsal-Bundesliga wird sich mit dem Vorfall befassen müssen. In der Regel wird ein abgebrochenes Spiel für die Mannschaft strafverifiziert, die den Abbruch verschuldet hat. Das bedeutet, dass die Partie höchstwahrscheinlich mit einem Sieg für Inter Kleßheim gewertet wird.
Die zentralen Fragen, die geklärt werden müssen, sind:
- Wie wird das Spiel offiziell gewertet?
- Welche Sperren erhalten die des Feldes verwiesenen Spieler?
- Wird es weitere Sanktionen gegen den FC Adler Wien geben, insbesondere im Hinblick auf die Bedrohungsvorwürfe?
Für Inter Kleßheim bedeutet der wahrscheinliche Sieg eine Fortsetzung ihrer Erfolgsserie. Für den FC Adler Wien hingegen könnte dieser Sonntag weitreichende sportliche und disziplinarische Folgen haben. Die Entscheidung des Verbandes wird mit Spannung erwartet und könnte einen Präzedenzfall für den Umgang mit unsportlichem Verhalten in der Liga schaffen.





