Die Stadt Salzburg führt eine bedeutende Neuerung für eine ihrer bekanntesten Touristenattraktionen ein. Künftig werden für Fiakerfahrten gesetzlich festgelegte Höchstpreise gelten, um für mehr Transparenz und Kundenschutz zu sorgen. Eine 50-minütige Rundfahrt durch die Altstadt wird dann maximal 122 Euro kosten.
Diese Maßnahme ist Teil einer Novelle des Fiakergesetzes und soll sowohl Einheimischen als auch Touristen Preissicherheit garantieren. Die neue Regelung soll am 1. Februar 2026 in Kraft treten.
Das Wichtigste in Kürze
- In Salzburg werden gesetzliche Höchsttarife für Fiakerfahrten eingeführt.
- Eine 50-minütige Fahrt wird künftig maximal 122 Euro kosten.
- Die Regelung ist Teil einer Änderung der Betriebs- und Beförderungsordnung im Fiakergesetz.
- Ziel ist es, Preistransparenz zu schaffen und das Vertrauen der Kunden zu stärken.
Neue Preisstruktur für traditionelle Kutschfahrten
Die Salzburger Stadtregierung hat beschlossen, die Preise für die beliebten Pferdekutschenfahrten zu regulieren. Durch eine Ergänzung der Betriebs- und Beförderungsordnung, die im Fiakergesetz verankert ist, wird eine klare Obergrenze für die Kosten festgelegt. Diese Maßnahme soll verhindern, dass Fahrgäste mit überhöhten oder intransparenten Preisen konfrontiert werden.
Die bekannteste Tour, eine rund 50-minütige Fahrt durch die malerische Altstadt, wird mit einem Höchsttarif von 122 Euro gedeckelt. Kürzere oder längere Fahrten werden voraussichtlich proportional angepasst, die genauen Details für abweichende Routen werden noch ausgearbeitet.
Mehr Sicherheit für Verbraucher
Der Hauptgrund für die Einführung der Preisdeckelung ist der Verbraucherschutz. In der Vergangenheit gab es immer wieder Unsicherheiten bezüglich der Preisgestaltung, was zu vereinzelten Beschwerden führte. Mit einem festen Höchsttarif wissen Kunden nun von vornherein, mit welchen Kosten sie maximal rechnen müssen.
Die neue Verordnung schafft eine verlässliche Grundlage für die Buchung einer Fahrt. Fiaker-Unternehmer sind weiterhin frei, ihre Dienste günstiger anzubieten, dürfen den festgelegten Höchstbetrag jedoch nicht überschreiten. Dies fördert einen fairen Wettbewerb und stärkt das Vertrauen in das traditionelle Gewerbe.
Was ist das Fiakergesetz?
Das Fiakergesetz regelt den Betrieb von Pferdekutschen in Salzburg. Es umfasst Vorschriften zur Tierhaltung, zur Sicherheit der Fahrzeuge, zu den Standplätzen und nun auch zur Preisgestaltung. Ziel des Gesetzes ist es, den Fortbestand dieses Kulturguts unter Einhaltung moderner Standards für Tierschutz und Verbrauchersicherheit zu gewährleisten.
Auswirkungen auf das Gewerbe
Die Fiaker sind ein fester Bestandteil des Salzburger Stadtbildes und eine wichtige Attraktion für Touristen aus aller Welt. Die Einführung von festen Tarifen wird als wichtiger Schritt zur Qualitätssicherung dieses Angebots gesehen. Die Unternehmer erhalten dadurch eine klare rechtliche und wirtschaftliche Grundlage.
Für die Fiaker-Betreiber bedeutet die neue Regelung eine gewisse Umstellung, bietet aber auch Vorteile. Einheitliche und transparente Preise können die Hemmschwelle für potenzielle Kunden senken und die Nachfrage stabilisieren. Viele sehen darin eine Chance, das Image des Gewerbes weiter zu verbessern und als verlässlicher Partner im Salzburger Tourismus aufzutreten.
- Maximalpreis: 122 Euro für 50 Minuten
- Gesetzesgrundlage: Änderung der Betriebs- und Beförderungsordnung im Fiakergesetz
- Inkrafttreten: Geplant für den 1. Februar 2026
- Zweck: Preissicherheit und Verbraucherschutz
Ein Schritt zur Modernisierung einer Tradition
Die Entscheidung, Höchstpreise einzuführen, ist Teil einer breiteren Diskussion über die Zukunft der Fiaker in Salzburg. Themen wie Tierschutz, Verkehrsbelastung und die Anpassung an moderne Tourismusstandards spielen dabei eine zentrale Rolle. Die Preisregulierung wird als konstruktiver Beitrag gesehen, um die Tradition der Fiakerfahrten zukunftsfähig zu machen.
„Die Einführung von Höchsttarifen schafft Klarheit und Fairness. Sie schützt die Kunden und sichert gleichzeitig die wirtschaftliche Basis für die Fiaker-Unternehmen, die ein wichtiges Kulturgut pflegen.“
Beobachter gehen davon aus, dass diese Maßnahme die Akzeptanz der Fiaker in der Bevölkerung stärken wird. Indem die Stadt klare Regeln aufstellt, positioniert sie sich als Vermittler zwischen den Interessen der Unternehmer, der Touristen und der Einheimischen.
Die kommenden Monate bis zum Inkrafttreten der Regelung werden genutzt, um alle Betroffenen umfassend zu informieren und die Umsetzung im Detail vorzubereiten. Damit wird sichergestellt, dass die romantische Kutschfahrt durch Salzburg auch in Zukunft ein ungetrübtes und fair kalkuliertes Erlebnis bleibt.





