Die Stadt Salzburg führt eine neue Verkehrsregelung ein, um die Lärmbelastung für Anwohner in der Innenstadt zu reduzieren. Ab dem 30. Januar 2026 wird die Durchfahrt durch das Neutor an den Wochenenden während der Nachtstunden für den motorisierten Individualverkehr gesperrt. Die Maßnahme zielt darauf ab, die Lebensqualität im betroffenen Bereich zu verbessern.
Die Sperre gilt in beiden Fahrtrichtungen und betrifft die Nächte von Freitag auf Samstag, Samstag auf Sonntag und Sonntag auf Montag. Ausgenommen sind unter anderem der öffentliche Nahverkehr, Taxis und Anrainer mit entsprechender Berechtigung.
Das Wichtigste in Kürze
- Was: Wochenend-Nachtfahrverbot durch das Neutor.
- Wann: Ab Freitag, 30. Januar 2026.
- Zeitraum: Jeweils von 22:00 Uhr abends bis 04:00 Uhr morgens.
- Betroffene Tage: Freitag, Samstag und Sonntag.
- Grund: Reduzierung von Lärmbelästigung durch Raser und Hupkonzerte.
Neue Regelung zur Lärmreduktion
Anwohner der Salzburger Innenstadt, insbesondere im Bereich Riedenburg, klagen seit Längerem über erhebliche Ruhestörungen in den Nachtstunden. Um dieser Problematik entgegenzuwirken, hat die Stadtverwaltung nun ein Fahrverbot für das Neutor beschlossen, das an den Wochenenden greifen wird.
Die Sperre tritt mit Freitag, dem 30. Januar 2026, offiziell in Kraft. Sie gilt für die Nächte von Freitag, Samstag und Sonntag, jeweils im Zeitraum zwischen 22:00 Uhr und 04:00 Uhr des Folgetages. In dieser Zeit ist die Durchfahrt durch den Neutor-Tunnel in beide Richtungen für den allgemeinen Fahrzeugverkehr untersagt.
Eine gezielte Maßnahme für mehr Ruhe
Die Entscheidung für das Nachtfahrverbot ist eine direkte Reaktion auf die wiederholten Beschwerden der Bürger. Insbesondere illegale Rennen und laute Hupkonzerte im Tunnel haben die nächtliche Lärmkulisse für die Anwohner unerträglich gemacht.
„Die wiederholten nächtlichen Ruhestörungen sind für die Anrainerinnen und Anrainer nicht länger hinnehmbar. Mit dem Wochenend-Nachtfahrverbot setzen wir eine gezielte Maßnahme, um die Lebensqualität im Stadtteil Riedenburg und der Innenstadt spürbar zu verbessern“, erklärte Vizebürgermeister Florian Kreibich.
Er betonte, dass die Lärmbelastung durch das rücksichtslose Verhalten einiger Autofahrer ein unhaltbares Ausmaß angenommen habe. Die Stadt erhofft sich durch die Sperre eine deutliche Entlastung für die betroffenen Wohngebiete.
Hintergrund: Das Neutor als Verkehrsknotenpunkt
Das Neutor, auch als Sigmundstor bekannt, ist ein zentraler Verkehrsweg, der die Altstadt mit den westlichen Stadtteilen verbindet. Seine tunnelartige Beschaffenheit verstärkt Motorengeräusche erheblich, was es in der Vergangenheit zu einem Anziehungspunkt für lärmerzeugendes Fahrverhalten machte.
Wer darf weiterhin durch das Neutor fahren?
Obwohl die Sperre den Individualverkehr stark einschränkt, wurden wichtige Ausnahmen definiert, um die Erreichbarkeit der Innenstadt für bestimmte Gruppen sicherzustellen. Die Stadtverwaltung hat eine klare Liste der berechtigten Fahrzeuge veröffentlicht.
Von dem Fahrverbot ausgenommen sind:
- Linienbusse des öffentlichen Nahverkehrs
- Taxis
- Anrainer mit einer gültigen Parkberechtigung für die Zone I
- Fahrzeuge mit Zufahrtsberechtigung für die Hofstallgasse
- Hotelgäste der Hotels Goldener Hirsch, Blaue Gans und Elefant
Diese Ausnahmen sollen gewährleisten, dass der öffentliche Verkehr nicht beeinträchtigt wird und Anwohner sowie Hotelgäste weiterhin problemlos zu ihren Unterkünften gelangen können.
Information für Verkehrsteilnehmer
Um Autofahrer frühzeitig über die neue Regelung zu informieren, werden an den wichtigsten Zufahrtsstraßen zum Neutor große Informationstafeln aufgestellt. Diese sollen auf die geltenden Sperrzeiten hinweisen und helfen, Verkehrsbehinderungen zu vermeiden.
Auswirkungen auf den Stadtverkehr
Die Einführung des Nachtfahrverbots wird den Verkehrsfluss in den späten Abend- und Nachtstunden am Wochenende verändern. Autofahrer, die üblicherweise das Neutor nutzen, müssen alternative Routen wählen. Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass sich der Verkehr auf umliegende Straßen verlagern wird, sieht aber den Nutzen für die Anwohner als vorrangig an.
Die Maßnahme wird nach ihrer Einführung evaluiert, um ihre Wirksamkeit zu überprüfen und gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen. Im Fokus steht dabei die messbare Reduktion der Lärmbelastung und die positive Auswirkung auf die Lebensqualität der Bürger in der Salzburger Innenstadt.





