Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich am Samstagabend auf der Linzer Bundesstraße in Salzburg. Ein stark alkoholisierter Autofahrer geriet auf die Gegenfahrbahn und kollidierte frontal mit einem entgegenkommenden Fahrzeug. Drei Personen wurden bei dem Zusammenstoß verletzt und mussten in Krankenhäuser eingeliefert werden.
Das Wichtigste in Kürze
- Ein 29-jähriger Fahrer verursachte mit 1,46 Promille einen Frontalzusammenstoß.
- Drei Personen, darunter der Unfallverursacher, wurden verletzt.
- Der Unfall ereignete sich am Samstagabend auf der Linzer Bundesstraße.
- Dem alkoholisierten Lenker drohen nun schwere rechtliche Konsequenzen.
Unfallhergang am Samstagabend
Der Vorfall ereignete sich kurz nach 19:30 Uhr auf einer der Hauptverkehrsadern der Stadt. Ein 29-jähriger Salzburger war mit seinem Pkw auf der Linzer Bundesstraße unterwegs, als er aus bisher ungeklärter Ursache die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor. Er kam von seiner Fahrspur ab und geriet auf die Gegenfahrbahn.
In diesem Moment näherte sich ein 59-jähriger Mann, ebenfalls aus Salzburg, mit seinem Auto. Er konnte dem plötzlich auftauchenden Fahrzeug nicht mehr ausweichen. Es kam zu einer frontalen Kollision der beiden Pkw, die zu erheblichen Schäden an beiden Fahrzeugen führte.
Rettungseinsatz und Versorgung der Verletzten
Unmittelbar nach dem Unfall wurden die Rettungskräfte alarmiert. Das Rote Kreuz war rasch vor Ort, um die Erstversorgung der Verletzten zu übernehmen. Bei dem Zusammenstoß wurden beide Fahrer sowie eine Beifahrerin im Fahrzeug des 59-Jährigen verletzt.
Nach der medizinischen Erstversorgung am Unfallort wurden die drei Verletzten in Salzburger Krankenhäuser transportiert. Laut ersten Informationen kamen sie ins Unfallkrankenhaus sowie ins Uniklinikum Salzburg. Der genaue Grad der Verletzungen war zunächst unklar, die Polizei sprach von Verletzungen unbestimmten Grades.
Polizeiliche Ermittlungen vor Ort
Die Polizei sperrte den Unfallort für die Dauer der Rettungs- und Aufräumarbeiten teilweise ab. Beamte sicherten Spuren, um den genauen Unfallhergang zu rekonstruieren. Die beiden schwer beschädigten Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und mussten von einem Abschleppdienst geborgen werden.
Hoher Alkoholwert beim Unfallverursacher festgestellt
Während der Unfallaufnahme führten die Polizeibeamten bei beiden Fahrern einen Alkoholtest durch. Das Ergebnis beim 29-jährigen Unfallverursacher war eindeutig: Ein Alkotest ergab einen Wert von 1,46 Promille. Dieser Wert liegt weit über der gesetzlichen Grenze von 0,5 Promille und wird als schwere Alkoholisierung eingestuft.
Der Alkoholtest beim 59-jährigen Lenker des anderen Fahrzeugs verlief negativ. Er war zum Unfallzeitpunkt nüchtern.
"Fahren unter Alkoholeinfluss ist eine der häufigsten Ursachen für schwere Verkehrsunfälle mit Personenschaden. Bereits geringe Mengen beeinträchtigen die Fahrtüchtigkeit erheblich", betonte ein Sprecher der Landespolizeidirektion Salzburg am Sonntag.
Welche Konsequenzen drohen jetzt?
Auf den 29-Jährigen kommt nun ein umfassendes rechtliches Verfahren zu. Aufgrund des hohen Promillewerts muss er mit empfindlichen Strafen rechnen. Diese umfassen in der Regel:
- Hohe Geldstrafen: Diese können je nach den Umständen mehrere tausend Euro betragen.
- Führerscheinentzug: Ein Entzug der Lenkberechtigung für einen langen Zeitraum ist bei diesem Promillewert obligatorisch.
- Nachschulung und verkehrspsychologische Untersuchung: Um seinen Führerschein zurückzuerlangen, muss der Lenker eine Nachschulung absolvieren und seine Fahreignung bei einer verkehrspsychologischen Untersuchung (VPU) nachweisen.
Zusätzlich zu den verwaltungsrechtlichen Folgen können auch strafrechtliche Konsequenzen wegen fahrlässiger Körperverletzung hinzukommen. Auch zivilrechtliche Forderungen der Geschädigten sind wahrscheinlich.
Alkohol am Steuer in Österreich
In Österreich gilt die 0,5-Promille-Grenze. Ab 0,8 Promille wird das Vergehen als Straftat eingestuft und die Strafen fallen deutlich höher aus. Ein Wert von 1,46 Promille, wie im aktuellen Fall, führt zu den höchsten Strafsätzen im Verwaltungsstrafrecht und zieht fast immer eine VPU nach sich.
Die Gefahr von Alkohol im Straßenverkehr
Experten warnen immer wieder vor den Risiken des Fahrens unter Alkoholeinfluss. Alkohol verlangsamt die Reaktionszeit, schränkt das Sichtfeld ein und führt zu einer gefährlichen Selbstüberschätzung. Die Fähigkeit, Geschwindigkeiten und Abstände korrekt einzuschätzen, nimmt rapide ab.
Statistiken zeigen, dass Alkoholunfälle oft besonders schwere Folgen haben, da die Risikobereitschaft der Lenker steigt und die gefahrenen Geschwindigkeiten häufig höher sind. Dieser Unfall auf der Linzer Bundesstraße ist ein weiteres tragisches Beispiel dafür, wie eine verantwortungslose Entscheidung das Leben mehrerer Menschen gefährden kann.
Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang dauern an. Der Zustand der Verletzten wird in den Krankenhäusern weiter überwacht.





