Das œsterreichische ensemble fuer neue musik (œnm) feiert sein 50-jähriges Bestehen mit einem besonderen Festkonzert. Am 25. Oktober 2025 findet in der Szene Salzburg die Uraufführung des Werkes „ARCHIPEL LIFE“ des Salzburger Komponisten Clemens Gadenstätter statt. Die Veranstaltung markiert einen wichtigen Meilenstein für die Institution, die seit fünf Jahrzehnten die zeitgenössische Musiklandschaft in Österreich prägt.
Der Abend wird durch ein umfassendes Rahmenprogramm ergänzt, das die Bedeutung des Ensembles würdigt. Neben der musikalischen Darbietung sind Festreden von politischen Vertretern, ein Porträtfilm und ein Künstlergespräch geplant, um die Geschichte und Zukunft des œnm zu beleuchten.
Das Wichtigste in Kürze
- Jubiläum: Das œsterreichische ensemble fuer neue musik (œnm) feiert sein 50-jähriges Bestehen.
- Veranstaltung: Ein Festkonzert findet am 25. Oktober 2025 um 19:00 Uhr in der Szene Salzburg statt.
- Höhepunkt: Die Uraufführung des Auftragswerks „ARCHIPEL LIFE“ von Komponist Clemens Gadenstätter.
- Rahmenprogramm: Geplant sind Festreden, ein Porträtfilm und ein Werkgespräch mit den Künstlern.
Ein halbes Jahrhundert im Dienst der Neuen Musik
Seit seiner Gründung vor 50 Jahren hat sich das œnm als eine zentrale Kraft in der Vermittlung und Aufführung zeitgenössischer Musik etabliert. Das Ensemble hat unzählige Werke uraufgeführt und Komponistinnen und Komponisten eine Plattform geboten. Das Jubiläumskonzert ist nicht nur eine Feier der Vergangenheit, sondern auch ein Ausblick auf die zukünftige musikalische Ausrichtung.
Die Wahl der Szene Salzburg als Veranstaltungsort unterstreicht die tiefe Verankerung des Ensembles in der lokalen Kulturlandschaft. Gleichzeitig strahlt die Arbeit des œnm weit über die Grenzen Salzburgs hinaus und genießt internationale Anerkennung.
Die Bedeutung des œnm
Das œsterreichische ensemble fuer neue musik, kurz œnm, wurde mit dem Ziel gegründet, die Werke zeitgenössischer Komponisten auf höchstem Niveau zu interpretieren. Über fünf Jahrzehnte hinweg hat es sich einen Ruf für musikalische Exzellenz und programmatischen Mut erarbeitet. Es gilt als wichtiger Impulsgeber für die Neue Musik in Österreich.
Das Herzstück des Abends: Uraufführung „ARCHIPEL LIFE“
Im Zentrum des Festaktes steht die mit Spannung erwartete Uraufführung von „ARCHIPEL LIFE“. Das Werk wurde vom international renommierten Salzburger Komponisten Clemens Gadenstätter speziell für diesen Anlass komponiert. Es handelt sich um eine fast einstündige Komposition, die für eine besondere räumliche Anordnung konzipiert ist.
Die Besetzung umfasst neun im Raum verteilte „Ensembleinseln“, eine Viola, eine Stimme sowie den Einsatz von Elektronik. Diese ungewöhnliche Aufstellung zielt darauf ab, dem Publikum ein immersives Hörerlebnis zu ermöglichen, bei dem der Klang aus verschiedenen Richtungen kommt und den gesamten Raum erfüllt.
Konzept hinter der Komposition
Clemens Gadenstätter erforscht in „ARCHIPEL LIFE“ die Beziehung zwischen Individuum und Kollektiv. Er zieht eine Parallele zu sozialen Phänomenen, die er in der Architektur moderner Wohnhäuser beobachtet. Von außen betrachtet wirken die Wohneinheiten oft uniform und standardisiert, ähnlich wie das Leben der Menschen in gewissem Maße von gesellschaftlichen Normen geprägt ist.
Trotz dieser äußeren Gleichförmigkeit empfindet sich jeder Mensch in seinem Inneren als einzigartig und individuell. Diese Spannung zwischen der Gruppe und dem Einzelnen, zwischen dem Gemeinsamen und dem Besonderen, wird musikalisch umgesetzt. Die „Ensembleinseln“ symbolisieren dabei die einzelnen Lebenswelten, die zusammen ein großes Ganzes – ein „Archipel auf dem Festland“ – bilden.
Details zum Werk „ARCHIPEL LIFE“
- Komponist: Clemens Gadenstätter
- Dauer: Nahezu 60 Minuten
- Besetzung: 9 Ensembleinseln, Viola, Stimme, Elektronik
- Konzept: Musikalische Untersuchung von räumlichen und sozialen Strukturen.
Ein festlicher Rahmen für ein besonderes Jubiläum
Das musikalische Ereignis wird von einem sorgfältig kuratierten Programm begleitet, das die Feierlichkeiten abrundet. Der Abend beginnt mit der Vorführung eines neuen Porträtfilms über das œnm, gestaltet von der Regisseurin Sina Moser. Der Film gibt Einblicke in die 50-jährige Geschichte und die Arbeit des Ensembles.
Anschließend werden hochrangige Vertreter des öffentlichen Lebens das Ensemble würdigen. Es sind Festreden von Salzburgs Bürgermeister Bernhard Auinger und der Landtagspräsidentin Brigitte Pallauf vorgesehen. Ihre Anwesenheit betont die kulturelle Relevanz des œnm für Stadt und Land Salzburg.
Künstlergespräch ermöglicht tiefere Einblicke
Ein weiterer wichtiger Programmpunkt ist ein Gespräch über das uraufgeführte Werk. Die bekannte ORF-Moderatorin Irene Suchy wird eine Diskussion mit dem Komponisten Clemens Gadenstätter und dem Dirigenten Johannes Kalitzke leiten. Dieses Gespräch bietet dem Publikum die Möglichkeit, mehr über die Entstehung, die Ideen und die musikalischen Herausforderungen von „ARCHIPEL LIFE“ zu erfahren.
Johannes Kalitzke, der das Konzert dirigieren wird, ist ein ausgewiesener Experte für zeitgenössische Musik und hat bereits zahlreiche komplexe Werke zur Aufführung gebracht. Seine Zusammenarbeit mit Gadenstätter und dem œnm verspricht eine Interpretation auf höchstem künstlerischem Niveau.
Die Künstler hinter dem Projekt
Der Erfolg des Jubiläumskonzerts stützt sich auf die Expertise und das Engagement herausragender Persönlichkeiten der Musikwelt. Clemens Gadenstätter gehört zu den führenden Komponisten Österreichs, dessen Werke international aufgeführt werden. Seine Musik ist bekannt für ihre Komplexität und ihren konzeptuellen Tiefgang.
Dirigent Johannes Kalitzke hat sich als Interpret Neuer Musik einen Namen gemacht und arbeitet regelmäßig mit den wichtigsten Ensembles und Orchestern in diesem Bereich zusammen. Seine Leitung garantiert eine präzise und ausdrucksstarke Umsetzung der anspruchsvollen Partitur.
Das œnm . œsterreichisches ensemble fuer neue musik selbst besteht aus hochspezialisierten Musikerinnen und Musikern, die sich mit Leidenschaft der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts widmen. Ihr 50-jähriges Jubiläum ist ein Beweis für ihre anhaltende künstlerische Vitalität und ihre unverzichtbare Rolle in der österreichischen Kultur.





