Acht Jahre nach seinem gefeierten Debüt „Die beste aller Welten“ kehrt der Salzburger Regisseur Adrian Goiginger auf die große internationale Bühne zurück. Sein neuer Spielfilm „Vier minus drei“ wurde für das Programm der renommierten Berlinale ausgewählt und wird dort seine Weltpremiere feiern.
Die Einladung in die Sektion „Panorama“ der Internationalen Filmfestspiele Berlin ist eine bedeutende Anerkennung für den Filmemacher und sein Team. Der Film basiert auf dem autobiografischen Bestseller von Barbara Pachl-Eberhart und behandelt die tiefgreifende Geschichte einer Frau, die nach dem Unfalltod ihrer Familie einen neuen Weg ins Leben finden muss.
Das Wichtigste in Kürze
- Adrian Goigingers neuer Film „Vier minus drei“ hat Weltpremiere bei der Berlinale.
- Der Film läuft in der angesehenen Sektion „Panorama“.
- Es ist Goigingers zweite Teilnahme am Festival nach seinem Debüterfolg 2017.
- Die Geschichte basiert auf dem Bestseller von Barbara Pachl-Eberhart über einen schweren Schicksalsschlag.
Ein großer Erfolg für den Salzburger Film
Die Auswahl für eines der weltweit wichtigsten Filmfestivals ist für jeden Filmschaffenden ein Karrieresprungbrett. Für Adrian Goiginger ist es die Bestätigung seines Talents, das er bereits mit seinem Erstlingswerk unter Beweis stellte. Eine Weltpremiere bei der Berlinale garantiert internationale Aufmerksamkeit von Kritikern, Verleihern und dem Publikum.
Der Film wird in der Sektion „Panorama“ gezeigt, die bekannt für ihr kuratiertes Programm aus anspruchsvollen Arthouse-Filmen und politisch relevanten Werken ist. Hier einen Platz zu bekommen, ist ein Gütesiegel für die künstlerische Qualität und Relevanz des Films.
Die Bedeutung der Berlinale
Die Internationalen Filmfestspiele Berlin, kurz Berlinale, gehören neben Cannes und Venedig zu den drei bedeutendsten Filmfestivals der Welt. Eine Teilnahme eröffnet Filmen den Zugang zum globalen Markt und ist oft der Startpunkt für eine erfolgreiche internationale Auswertung.
Eine Geschichte, die Mut erfordert
„Vier minus drei“ erzählt die wahre Geschichte von Barbara Pachl-Eberhart. Im Jahr 2008 verlor sie bei einem tragischen Verkehrsunfall ihren Mann und ihre beiden kleinen Kinder. Ihr Buch, auf dem der Film basiert, ist eine bewegende Chronik ihrer Trauer und ihres Weges zurück ins Leben.
Die Verfilmung eines derart persönlichen und schmerzhaften Stoffes ist eine immense Herausforderung. Adrian Goiginger gab zu, anfangs Respekt vor der Aufgabe gehabt zu haben. In einem früheren Gespräch erwähnte er, er habe „ein bisserl Angst“ vor dem Thema gehabt. Diese Ehrlichkeit zeigt, mit welchem Feingefühl er sich der Geschichte genähert hat.
Es ist eine Geschichte über den Verlust, aber vor allem über die unvorstellbare Kraft, die ein Mensch entwickeln kann, um weiterzuleben.
Der Titel „Vier minus drei“ verweist auf die mathematische Reduktion ihrer Familie, die sie überwinden musste. Von einer vierköpfigen Familie blieb nur sie allein übrig. Der Film verspricht, diese emotionale Reise mit großer Sensibilität auf die Leinwand zu bringen.
Goigingers Weg von Salzburg in die Welt
Für Adrian Goiginger schließt sich mit der erneuten Einladung nach Berlin ein Kreis. Vor acht Jahren präsentierte er an gleicher Stelle sein Debüt „Die beste aller Welten“. Der Film, der seine eigene Kindheit mit einer drogenabhängigen Mutter thematisiert, wurde zum Überraschungserfolg, gewann zahlreiche Preise und berührte ein weltweites Publikum.
Seitdem hat sich Goiginger als einer der wichtigsten jungen Regisseure Österreichs etabliert. Er bewies seine Vielseitigkeit mit Projekten wie dem Historiendrama „Der Fuchs“, das ebenfalls auf einer wahren Familiengeschichte basiert.
Adrian Goigingers Werdegang
- Geboren: 1991 in Salzburg
- Ausbildung: Filmakademie Baden-Württemberg
- Durchbruch: „Die beste aller Welten“ (2017), basierend auf seiner eigenen Kindheit.
- Weiterer Erfolg: „Der Fuchs“ (2022), eine Geschichte über seinen Urgroßvater.
Seine Filme zeichnen sich durch eine große emotionale Tiefe und eine authentische, ungeschönte Darstellung menschlicher Schicksale aus. Er bleibt dabei stets nah an seinen Figuren und schafft es, auch bei schweren Themen Hoffnung und Menschlichkeit zu vermitteln.
Was die Zuschauer erwartet
Mit „Vier minus drei“ wendet sich Goiginger erneut einer wahren Geschichte zu, die an die Grenzen des Erträglichen geht. Die Weltpremiere bei der Berlinale wird zeigen, wie es ihm gelungen ist, diese universelle Erfahrung von Trauer und Überleben in eine filmische Form zu gießen.
Die Bekanntgabe des Programms durch die Berlinale-Leitung am Mittwoch bestätigte, was viele in der Branche gehofft hatten: dass Goigingers neuer Film die Qualität und Relevanz besitzt, um auf der internationalen Bühne zu bestehen. Für das Salzburger und österreichische Filmschaffen ist dies ein weiterer wichtiger Erfolg, der die hohe Qualität der heimischen Produktionen unterstreicht.
Wann der Film regulär in den österreichischen Kinos anlaufen wird, steht noch nicht fest. Die Premiere in Berlin wird jedoch zweifellos den Weg für eine breite Veröffentlichung ebnen.





