In der Salzburger Altstadt hat die Vorweihnachtszeit offiziell begonnen. Am Freitag, dem 7. November, starten die Aufbauarbeiten für den 51. Salzburger Christkindlmarkt am Dom- und Residenzplatz. Innerhalb von nur drei Tagen werden die 96 traditionellen Marktstände aufgestellt, um die historische Kulisse in ein festliches Winterwunderland zu verwandeln.
Die Vorbereitungen markieren den Beginn einer logistischen Herausforderung, die präzise Planung erfordert, um die Stadt für eines der beliebtesten Ereignisse des Jahres vorzubereiten. Die offizielle Eröffnung findet am 20. November statt.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Aufbauarbeiten für den 51. Christkindlmarkt starten am 7. November.
- Insgesamt 96 Marktstände werden am Dom- und Residenzplatz positioniert.
- Die offizielle Eröffnung ist für Donnerstag, den 20. November, geplant.
- Der diesjährige Christbaum stammt aus St. Jakob am Thurn im Tennengau.
- Ein Eislaufplatz am Mozartplatz öffnet bereits am 13. November.
Ein logistisches Meisterwerk in der Altstadt
Der Aufbau des Christkindlmarktes ist weit mehr als nur das Aufstellen von Hütten. Es handelt sich um eine sorgfältig choreografierte Operation, die höchste Präzision erfordert. Die 96 Marktstände müssen in einer exakten Reihenfolge an ihre vorgesehenen Plätze gebracht werden, um den engen Zeitplan einzuhalten und Störungen in der Altstadt zu minimieren.
Wolfgang Haider, Obmann des Vereins Salzburger Christkindlmarkt, beschreibt die Komplexität des Vorhabens. Er betont, dass die Zusammenarbeit aller Beteiligten entscheidend für den Erfolg ist.
„Der Aufbau der Hütten ist Präzisionsarbeit. Damit alles reibungslos klappt, müssen sich alle Standbetreiber exakt an die vorgegebene Reihenfolge halten – die gesamte Fahrzeugkolonne wäre rund 1,5 Kilometer lang. Nur so kann ein schneller und reibungsloser Aufbau gewährleistet werden.“
Nachdem die Hütten an ihrem Platz stehen, beginnt die Detailarbeit. Jeder Stand wird gereinigt, geschmückt und für den Verkauf eingerichtet, um pünktlich zur Eröffnung bereit zu sein.
Kilometerlange Lichterketten und hunderte Christbäume
Die festliche Atmosphäre des Salzburger Christkindlmarktes entsteht durch eine aufwendige Dekoration, die den gesamten Bereich um den Dom und die Residenz erfasst. Ein zentrales Element ist der berühmte „Sternenhimmel“, ein Lichterdach, das sich über den gesamten Markt erstreckt und für eine einzigartige Stimmung sorgt.
Die Installation erfordert eine beeindruckende Menge an Material und technischem Know-how.
Zahlen zur Dekoration
- 14 Kilometer Stromkabel werden verlegt.
- 4 Kilometer Tannengirlanden schmücken die Stände und Plätze.
- 3 Kilometer LED-Lichterketten bilden den „Sternenhimmel“.
- 2 Kilometer Stahlseile sind für die Aufhängung notwendig.
- 350 Christbäume werden auf dem Marktgelände verteilt.
Diese Elemente, kombiniert mit zahlreichen weiteren Dekorationen, schaffen das Bild, das Besucher aus aller Welt anzieht und schätzen. Die charakteristischen Hütten selbst sind Teil einer langen Tradition.
Historisches Design
Das unverwechselbare Aussehen der Marktstände geht auf das Jahr 1974 zurück. Der Salzburger Künstler Franz Wallnöfer entwarf die Hütten gemeinsam mit dem Brauchtumsexperten Erwin Markl. Ihr Design prägt bis heute das Erscheinungsbild des Christkindlmarktes und trägt maßgeblich zu seiner authentischen Atmosphäre bei.
Der Christbaum aus dem Tennengau
Ein Höhepunkt der Vorbereitungen ist die Ankunft des großen Christbaums, der traditionell den Residenzplatz schmückt. In diesem Jahr stammt die Tanne aus St. Jakob am Thurn, einer Ortschaft in der Tennengauer Gemeinde Puch. Der Baum wird am Montag, dem 10. November, gefällt und anschließend in die Stadt transportiert, wo er feierlich aufgestellt wird.
Seit 1999 organisiert der Verein Salzburger Christkindlmarkt den Baum für die Altstadt. Während der erste Baum noch auf dem Kapitelplatz stand, hat er seither seinen festen Platz auf dem Residenzplatz gefunden. Die feierliche Illumination des Baumes am 20. November ist zugleich der offizielle Startschuss für den Markt.
Weitere Attraktionen und Öffnungszeiten
Neben dem Marktgeschehen am Dom- und Residenzplatz gibt es auch in diesem Jahr wieder eine weitere beliebte Attraktion. Bereits am 13. November öffnet der Eislaufplatz am Mozartplatz seine Pforten. Er bietet bis zum 31. Januar täglich von 10:00 bis 22:00 Uhr die Möglichkeit zum Schlittschuhlaufen vor historischer Kulisse.
Der Christkindlmarkt selbst ist vom 20. November bis einschließlich 1. Januar täglich geöffnet und lädt Einheimische sowie Touristen ein, die besondere Atmosphäre der Salzburger Vorweihnachtszeit zu erleben.





