Nach dem Europa-League-Spiel zwischen Red Bull Salzburg und den Go Ahead Eagles ist es am Donnerstagabend zu erheblichen Sachbeschädigungen gekommen. Eine Gruppe niederländischer Hooligans randalierte in einem Bus und zerstörte dessen Inneneinrichtung. Die Polizei musste eingreifen und nahm mehrere Personen fest.
Der Fußballabend, der mit einem 2:0-Sieg für die Heimmannschaft sportlich erfolgreich verlief, wurde von den Ereignissen nach dem Schlusspfiff überschattet. Während die Mehrheit der rund 3.000 mitgereisten Fans aus den Niederlanden friedlich blieb, sorgte eine kleine Gruppe für einen Polizeieinsatz und erhebliche Störungen im öffentlichen Verkehr.
Vandalismus im Fanbus
Auf dem Weg vom Stadion in Richtung Innenstadt eskalierte die Situation in einem der für die Fans bereitgestellten Busse. Mehrere Personen begannen, im Fahrzeug zu randalieren. Dabei wurde die komplette Inneneinrichtung erheblich beschädigt. Sitze wurden herausgerissen und Verkleidungen zerstört.
Die Randalierer machten auch vor der technischen Ausrüstung des Busses nicht halt. Sie manipulierten die Druckventile der Türen, was zur Folge hatte, dass der Bus nicht mehr fahrtüchtig war und seine Route nicht fortsetzen konnte. Dies führte zu einer sofortigen Unterbrechung des Transports und erforderte das Eingreifen der Exekutive.
Hintergrund: Das Spiel
Die Ausschreitungen ereigneten sich nach der Europa-League-Partie zwischen Red Bull Salzburg und dem niederländischen Verein Go Ahead Eagles. Salzburg gewann das Spiel mit 2:0. Fußballspiele mit internationaler Beteiligung führen oft zu einem erhöhten Polizeiaufgebot, um die Sicherheit zu gewährleisten und rivalisierende Fangruppen zu trennen.
Polizei greift ein und nimmt Verdächtige fest
Die alarmierten Polizeikräfte waren schnell vor Ort, um die Lage unter Kontrolle zu bringen. Den Beamten gelang es, den Bus zu sichern und die Situation zu beruhigen. Im Zuge des Einsatzes wurden mehrere der mutmaßlichen Täter identifiziert und festgenommen.
Die genaue Anzahl der Festnahmen wurde von den Behörden zunächst nicht bekannt gegeben. Die Ermittlungen wegen schwerer Sachbeschädigung und Störung der öffentlichen Ordnung wurden umgehend eingeleitet. Die Polizei verstärkte nach dem Vorfall ihre Präsenz in der Salzburger Innenstadt, um weitere mögliche Auseinandersetzungen zu verhindern und die Sicherheit für die Bevölkerung zu gewährleisten.
Fakten zum Vorfall
- Was: Randale und Vandalismus in einem öffentlichen Bus
- Wer: Eine Gruppe niederländischer Fußball-Hooligans
- Wann: Donnerstagabend, nach dem Europa-League-Spiel
- Folge: Bus fahruntüchtig, mehrere Festnahmen durch die Polizei
Augenzeuge berichtet von aggressivem Verhalten
Ein friedlicher Fan aus den Niederlanden, der sich ebenfalls im betroffenen Bus befand, schilderte die Szenen. „Das ist nicht normal“, sagte Michel G. im Gespräch. Er selbst habe keine Angst gehabt, da er nicht das Ziel der Aggressionen war. Dennoch zeigte er sich bestürzt über das Verhalten seiner Landsleute.
„Das hat nichts mit Fußball zu tun. Sie haben sich aufgeführt wie die Wilden.“
Michel G., Augenzeuge im Bus
Seine Aussage unterstreicht die Wahrnehmung vieler, dass solche Gewaltexzesse den Sport beschädigen und nichts mit der Unterstützung für einen Verein zu tun haben. Die Handlungen einer kleinen Minderheit werfen ein schlechtes Licht auf die tausenden anderen Anhänger, die das Spiel friedlich verfolgten.
Sicherheitsmaßnahmen in der Innenstadt
Als direkte Reaktion auf den Vorfall wurden die Sicherheitsvorkehrungen im Zentrum von Salzburg deutlich erhöht. Zahlreiche Polizeistreifen waren sichtbar präsent, um potenzielle Unruhestifter abzuschrecken und schnell auf neue Entwicklungen reagieren zu können.
Die Maßnahmen zeigten Wirkung, denn im weiteren Verlauf des Abends wurden keine größeren Zwischenfälle mehr gemeldet. Die Polizei begleitete die Abreise der Gästefans, um eine reibungslose und sichere Heimfahrt zu gewährleisten. Der Vorfall wird jedoch eine juristische Aufarbeitung für die festgenommenen Personen nach sich ziehen.





