In den frühen Morgenstunden des Samstags brach in Lamprechtshausen im Salzburger Flachgau ein Feuer aus, das einen erheblichen Sachschaden verursachte. Eine Gartenhütte stand in Vollbrand, die Flammen griffen schnell auf benachbarte Gebäude und Fahrzeuge über. Zwei Feuerwehrleute wurden bei den Löscharbeiten leicht verletzt.
Das Wichtigste in Kürze
- Ein Feuer in Lamprechtshausen hat einen Schaden von rund 350.000 Euro verursacht.
- Betroffen sind eine Gartenhütte, ein Carport, ein Wintergarten und zwei Pkw.
- Zwei Einsatzkräfte der Feuerwehr erlitten bei den Löscharbeiten leichte Verletzungen.
- Die Brandursache ist noch unklar; ein Sachverständiger wurde mit den Ermittlungen beauftragt.
Feueralarm am frühen Morgen
Die Ruhe in einer Wohnsiedlung in Lamprechtshausen wurde am Samstagmorgen jäh unterbrochen. Anwohner bemerkten Flammen und alarmierten umgehend die Feuerwehr. Als die ersten Einsatzkräfte und die Polizei am Brandort eintrafen, bot sich ihnen ein dramatisches Bild: Eine Gartenhütte stand bereits vollständig in Flammen.
Der Brand entwickelte eine enorme Hitze und breitete sich rasch aus. Die Flammen erfassten nicht nur die Hütte, sondern griffen auch auf einen angrenzenden Carport, einen Wintergarten und zwei darunter geparkte Personenkraftwagen über. Die Feuerwehr begann sofort mit den Löscharbeiten, um ein weiteres Ausbreiten des Feuers auf das Wohnhaus und benachbarte Grundstücke zu verhindern.
Umfangreicher Einsatz der Feuerwehr
Der Löscheinsatz gestaltete sich als herausfordernd. Die Einsatzkräfte mussten von mehreren Seiten gegen die Flammen vorgehen, um den Brand unter Kontrolle zu bringen. Die starke Rauchentwicklung erschwerte die Arbeiten zusätzlich.
Während des Einsatzes zogen sich zwei Feuerwehrmänner leichte Verletzungen zu. Eine medizinische Behandlung im Krankenhaus war glücklicherweise nicht erforderlich. Ihr Einsatz verhinderte Schlimmeres und zeigt einmal mehr die Risiken, denen sich die freiwilligen Helfer bei jedem Einsatz aussetzen.
Schadensbilanz des Feuers
Die Polizei beziffert den entstandenen Sachschaden auf eine Summe von etwa 350.000 Euro. Diese hohe Summe ergibt sich aus der Zerstörung und Beschädigung mehrerer Objekte:
- Gartenhütte (vollständig zerstört)
- Carport (stark beschädigt)
- Wintergarten (durch Hitze und Rauch beschädigt)
- Zwei Personenkraftwagen (stark beschädigt)
Ermittlungen zur Brandursache laufen
Nachdem das Feuer gelöscht war, begann die Arbeit der Brandermittler der Polizei. Der Brandort wurde abgesperrt, um Spuren zu sichern und die Ursache für das Feuer zu finden. Bislang gibt es noch keine gesicherten Erkenntnisse darüber, was den Brand ausgelöst hat.
Um die genaue Ursache zu klären, wurde von der Staatsanwaltschaft Salzburg ein unabhängiger Brandsachverständiger hinzugezogen. Solche Experten sind darauf spezialisiert, Brandorte zu analysieren und die Entstehung eines Feuers zu rekonstruieren.
Die Rolle des Brandsachverständigen
Ein Brandsachverständiger untersucht den Brandort methodisch. Er sucht nach dem Brandherd, also dem Punkt, an dem das Feuer ausgebrochen ist. Untersucht werden unter anderem elektrische Leitungen, technische Geräte oder mögliche Spuren von Brandbeschleunigern. Die Analyse hilft dabei, festzustellen, ob es sich um einen technischen Defekt, Fahrlässigkeit oder möglicherweise Brandstiftung handelt. Die Ergebnisse des Gutachtens sind entscheidend für die weiteren polizeilichen Ermittlungen und für versicherungsrechtliche Fragen.
Untersuchung in alle Richtungen
Die Polizei teilte mit, dass die Ermittlungen in alle Richtungen laufen. Es werden sowohl ein technischer Defekt als auch andere Ursachen in Betracht gezogen. Die Befragung von Zeugen und Anwohnern ist ebenfalls Teil der laufenden Untersuchungen. Es wird erwartet, dass die Auswertung der Spuren und das Gutachten des Sachverständigen in den kommenden Tagen oder Wochen erste Ergebnisse liefern werden.
Prävention: Brandschutz im eigenen Garten
Der Vorfall in Lamprechtshausen erinnert daran, wie wichtig Brandschutzmaßnahmen auch im privaten Bereich sind. Gerade Gartenhütten und Carports, in denen oft brennbare Materialien gelagert werden, stellen ein erhöhtes Risiko dar.
Experten raten zu folgenden Vorsichtsmaßnahmen:
- Lagerung: Brennbare Flüssigkeiten wie Benzin oder Lacke sollten nur in dafür vorgesehenen, sicheren Behältern und getrennt von Zündquellen gelagert werden.
- Elektrik: Elektrische Installationen in Gartenhütten sollten von Fachleuten durchgeführt und regelmäßig überprüft werden. Provisorische Verkabelungen sind eine häufige Brandursache.
- Ordnung: Unnötige Ansammlungen von brennbarem Material wie altem Holz, Papier oder trockenem Laub sollten vermieden werden.
- Abstand: Grillgeräte oder Feuerschalen sollten immer in sicherem Abstand zu Gebäuden, Hecken und brennbaren Gegenständen betrieben werden.
Ein Rauchmelder in der Gartenhütte kann im Brandfall frühzeitig warnen und so helfen, größere Schäden zu verhindern. Die Ermittlungen in Lamprechtshausen dauern an.





