Für eine Familie im bayerischen Breitenberg endete der Heilige Abend in einer Katastrophe. Während sie beim Weihnachtsessen saßen, brach auf ihrem landwirtschaftlichen Anwesen ein Feuer aus, das einen Schaden in Millionenhöhe verursachte und mehrere Tiere das Leben kostete.
Das Wichtigste in Kürze
- Am Heiligen Abend brach auf einem Bauernhof in Breitenberg (Landkreis Passau) ein Großbrand aus.
- Der Sachschaden wird von der Polizei im unteren siebenstelligen Bereich geschätzt.
- Die vierköpfige Familie konnte sich in Sicherheit bringen, doch etwa 28 Tiere starben in den Flammen.
- Die Löscharbeiten wurden durch massive Wasserknappheit erschwert.
- Die Kriminalpolizei Passau hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.
Der Schock während des Weihnachtsessen
Der 24. Dezember sollte ein friedlicher Abend werden. Eine vierköpfige Familie aus Obernstein, einem Ortsteil von Breitenberg, saß gegen 17:40 Uhr gemeinsam am Tisch, um das Weihnachtsessen zu genießen. Doch die festliche Stimmung fand ein jähes Ende, als plötzlich der Strom ausfiel.
Ein ausgelöster Sicherungsautomat war das erste Vorzeichen des sich anbahnenden Unglücks. Als die Familie nach der Ursache suchte und nach draußen blickte, bot sich ihnen ein schreckliches Bild: Die Scheune, die Stallungen und die Garagen ihres Hofes standen bereits in hellen Flammen.
Ein schwieriger Kampf gegen die Flammen
Das Feuer breitete sich mit rasender Geschwindigkeit aus und erfasste weite Teile des landwirtschaftlichen Betriebs. Die Flammen waren so intensiv, dass sie schließlich auch auf das Wohnhaus übergriffen. Ein Großaufgebot von Feuerwehren aus der gesamten Region wurde alarmiert und eilte zum Einsatzort, um die Katastrophe einzudämmen.
Herausforderung Wasserversorgung
Besonders in ländlichen Gebieten stellt die Wasserversorgung bei Großbränden oft eine erhebliche logistische Herausforderung dar. Die Löschwassermengen, die für landwirtschaftliche Anwesen benötigt werden, übersteigen schnell die Kapazitäten des lokalen Hydrantennetzes. Lange Schlauchleitungen von entfernten Wasserquellen wie Bächen oder Teichen sind dann oft die einzige Lösung.
Die Löscharbeiten gestalteten sich jedoch als äußerst schwierig. Eine massive Wasserknappheit am Brandort zwang die Einsatzkräfte zu aufwendigen Maßnahmen. Über lange Strecken mussten Wasserleitungen verlegt werden, um genügend Löschwasser an den Hof zu pumpen.
Eine der Hauptaufgaben der Feuerwehrleute war es, ein Übergreifen der Flammen auf einen angrenzenden Wald zu verhindern. Durch den unermüdlichen Einsatz konnte dieses Szenario abgewendet werden.
Traurige Bilanz der Brandnacht
Während sich die Familie glücklicherweise rechtzeitig und unverletzt in Sicherheit bringen konnte, kam für viele ihrer Tiere jede Hilfe zu spät. Die Flammen wüteten unerbittlich in den Stallungen.
Nach offiziellen Angaben verendeten etwa 25 Hühner und drei Hasen im Feuer. Frühere Meldungen über gerettete Rinder mussten im Nachhinein korrigiert werden. Der Verlust der Tiere stellt für die betroffene Familie einen zusätzlichen schweren Schlag dar.
Der materielle Schaden ist immens. Die Polizei schätzt die Schadenssumme bereits jetzt auf einen Betrag im unteren siebenstelligen Bereich. Das landwirtschaftliche Anwesen ist größtenteils zerstört.
Ermittlungen zur Brandursache laufen
Noch in der Nacht zum ersten Weihnachtsfeiertag übernahm der Kriminaldauerdienst der Kriminalpolizei Passau die ersten Ermittlungen vor Ort. Die Brandursache ist derzeit noch völlig unklar und Gegenstand der laufenden Untersuchungen.
Spezialisten der Kriminalpolizei werden den Brandort in den kommenden Tagen genau untersuchen, um Hinweise auf den Auslöser des verheerenden Feuers zu finden. Ein technischer Defekt wird ebenso geprüft wie andere mögliche Ursachen.
Für die Familie aus Breitenberg ist das Weihnachtsfest von einem tragischen Ereignis überschattet. Sie haben ihr Zuhause und ihre Existenzgrundlage verloren und müssen nun mit den Folgen dieser Katastrophe fertigwerden.





