Die Zukunft des traditionsreichen Hotel Kobenzl auf dem Salzburger Gaisberg nimmt konkrete Formen an. Nach einem intensiven Architektenwettbewerb wurde ein Siegerprojekt für den Neubau ausgewählt. Die Pläne sollen Ende Jänner der Öffentlichkeit vorgestellt werden, doch schon jetzt sind entscheidende Details über die Neugestaltung des prominenten Standorts bekannt.
Das Projekt verspricht eine moderne Interpretation des historischen Ortes, unterliegt aber strengen baulichen Vorgaben. Die größte Herausforderung für die Planer war die Einhaltung der bestehenden Gebäudegröße, da sich das Areal im Grünland befindet.
Entscheidung nach langem Auswahlverfahren gefallen
Ein wichtiger Meilenstein für die Wiederbelebung des Hotel Kobenzl ist erreicht. Aus einem Feld von acht teilnehmenden Architekturbüros hat eine Jury, der auch Planungsstadträtin Anna Schiester (Bürgerliste) angehörte, einen Entwurf für den Neubau gekürt. Derzeit finden noch letzte Abstimmungen statt, bevor das Ergebnis offiziell präsentiert wird.
Die Bekanntgabe des Siegerprojekts ist für Ende Januar geplant. Dann wird die Öffentlichkeit erstmals sehen, wie das neue Hotel hoch über den Dächern Salzburgs aussehen wird. Das Interesse an dem Vorhaben ist groß, da das Kobenzl für viele Salzburger ein Ort mit großer historischer Bedeutung ist.
Ein Ort mit Geschichte
Das Hotel Kobenzl auf dem Gaisberg war über Jahrzehnte ein beliebtes Ausflugsziel und ein prestigeträchtiges Hotel, das zahlreiche prominente Gäste beherbergte. Nach seiner Schließung verfiel das Gebäude zusehends. Die Pläne für einen Neubau sollen nun an die glorreiche Vergangenheit anknüpfen und dem Standort neues Leben einhauchen.
Strenge Vorgaben für die Architektur
Die Planer sahen sich mit einer besonderen Herausforderung konfrontiert: den strengen rechtlichen Rahmenbedingungen. Da sich das Grundstück im ausgewiesenen Grünland befindet, darf die sogenannte Kubatur – also das Gesamtvolumen des Gebäudes – nicht verändert werden. Das neue Hotel darf weder größer noch höher als der bisherige Bestand werden.
Diese Vorgabe hat weitreichende Konsequenzen für die Gestaltung. Die Architekten mussten innerhalb des exakt gleichen Volumens ein modernes und funktionales Hotelkonzept entwickeln. „Für die Planer war es eine große Herausforderung, dass hier eigentlich nicht abgewichen werden kann. Das ist rechtlich so vorgegeben, somit können wir auch keinen Millimeter davon abweichen“, betonte Stadträtin Schiester die strikten Auflagen.
Zahlen zum Projekt
- Teilnehmer am Wettbewerb: 8 Architekturbüros
- Geplante Zimmer: Knapp 40 Zimmer und Suiten
- Wesentliche Auflage: Die Kubatur des Neubaus darf die des Bestandsgebäudes nicht überschreiten.
Die Einbettung in die sensible Landschaft des Gaisbergs und die Wahrung der wichtigen Sichtachsen auf die Stadt Salzburg spielten bei der Bewertung der Entwürfe eine zentrale Rolle. Das neue Gebäude muss sich harmonisch in die Umgebung einfügen und gleichzeitig als architektonisches Wahrzeichen wirken.
Ein exklusives Angebot für Gäste
Trotz der räumlichen Beschränkungen ist ein hochwertiges Hotel mit einem gehobenen Angebot geplant. Das neue Kobenzl soll anspruchsvolle Gäste aus dem In- und Ausland anziehen und sich als exklusive Adresse etablieren.
Was das neue Hotel bieten wird
Das Konzept sieht die Errichtung von knapp 40 Zimmern und Suiten vor. Diese sollen modernen Komfort und einen einzigartigen Ausblick auf die Stadt und das Umland bieten. Ergänzt wird das Übernachtungsangebot durch weitere Annehmlichkeiten:
- Ein hochwertiges Restaurant, das sowohl Hotelgästen als auch externen Besuchern offenstehen soll.
- Ein kleiner, aber feiner Wellnessbereich zur Entspannung und Erholung.
Mit diesem Konzept zielt man darauf ab, eine Lücke im Salzburger Hotelmarkt zu schließen und ein Boutique-Hotel zu schaffen, das sich durch seine einzigartige Lage und sein exklusives Ambiente auszeichnet.
Die nächsten Schritte im Genehmigungsverfahren
Mit der Auswahl des Siegerprojekts ist der Weg für die weiteren Planungsschritte geebnet. Der Prozess bis zum tatsächlichen Baubeginn ist jedoch noch mehrstufig und erfordert mehrere behördliche Genehmigungen.
„Es wird dann wohl noch ein paar Schritte im Gestaltungsbeirat geben, in weiterer Folge wird es einen Bebauungsplan geben und dann geht es an die Baubewilligung.“
- Anna Schiester, Planungsstadträtin
Nach der finalen Abstimmung im Gestaltungsbeirat muss ein detaillierter Bebauungsplan für das Areal erstellt werden. Dieser Plan regelt die genaue Nutzung und Bebauung des Grundstücks und bildet die rechtliche Grundlage für das Bauvorhaben. Erst nach dessen Genehmigung kann die Baubewilligung beantragt werden.
Ein genauer Zeitplan für den Baustart steht daher noch nicht fest. Stadträtin Schiester äußerte sich jedoch optimistisch: „Wann dann tatsächlich ein Baustart möglich ist, das kann ich heute noch nicht sagen. Aber ich glaube, dass alle Beteiligten bemüht sind, einen schnellen Baustart zu ermöglichen.“ Das gemeinsame Ziel sei es, das Projekt zügig voranzutreiben und dem Gaisberg bald wieder ein touristisches Aushängeschild zu geben.





