Die Stadt Salzburg reaktiviert am kommenden Wochenende den Gaisbergbus der Linie 151. Grund dafür ist die Prognose für sonniges und mildes Herbstwetter, das erfahrungsgemäß viele Ausflügler auf den beliebten Hausberg lockt. Die Maßnahme soll Verkehrsstaus auf der Gaisbergstraße verhindern und die Parkplatzsituation am Gipfel entlasten.
Das Wichtigste in Kürze
- Betriebszeiten: Der Bus verkehrt am kommenden Samstag und Sonntag.
- Route: Die Linie 151 pendelt zwischen dem Mirabellplatz und der Gaisbergspitze.
- Taktung: Alle 22 Minuten wird eine Fahrt in beide Richtungen angeboten.
- Ziel: Vermeidung von Verkehrsproblemen durch eine attraktive Alternative zum privaten PKW.
- Mögliche Sperre: Bei extrem hohem Verkehrsaufkommen kann die Polizei die Gaisberg Landesstraße ab der Zistelalm sperren.
Hohes Besucheraufkommen am Gaisberg erwartet
Für das kommende Wochenende prognostizieren Wetterdienste wie Geosphere Austria sonnige und überdurchschnittlich milde Bedingungen. Solche Herbsttage, oft verbunden mit einer Inversionswetterlage, bieten ideale Voraussetzungen für Wanderungen und Ausflüge. Der Gaisberg, als Hausberg der Stadt Salzburg, ist dabei ein besonders begehrtes Ziel.
Die Erfahrung der vergangenen Jahre zeigt, dass an solchen Tagen die Zufahrtsstraßen schnell an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen. Insbesondere die schmale Gaisberg Landesstraße ist für ein hohes Verkehrsaufkommen nicht ausgelegt. Die Folge sind oft lange Staus und eine frustrierende Parkplatzsuche am Gipfelplateau und entlang der Straße.
Eine bewährte Maßnahme zur Verkehrssteuerung
Um dieser vorhersehbaren Situation entgegenzuwirken, hat die Stadt Salzburg entschieden, die Buslinie 151 zu aktivieren. Dieser Service wird gezielt an Wochenenden mit hohem erwarteten Besucherandrang angeboten. "Der Gaisbergbus ist ein zentraler Baustein unseres Mobilitätskonzepts für Naherholungsgebiete", erklärt ein Sprecher der zuständigen Verkehrsbehörde. Das Ziel sei es, den Individualverkehr zu reduzieren und gleichzeitig eine bequeme Anreise zu ermöglichen.
Der Gaisberg als Naherholungsgebiet
Mit einer Höhe von 1.287 Metern bietet der Gaisberg einen beeindruckenden Panoramablick über die Stadt Salzburg, das Salzachtal und die umliegende Bergwelt. Er ist durch zahlreiche Wanderwege, Mountainbike-Strecken und Startplätze für Paragleiter erschlossen. Diese Vielfalt an Freizeitmöglichkeiten macht ihn zu einem der wichtigsten Naherholungsgebiete für die lokale Bevölkerung und Touristen.
Fahrplan und Route der Linie 151 im Detail
Der Gaisbergbus, betrieben von Albus, nimmt seinen Dienst am Samstag- und Sonntagmorgen auf. Die Busse verkehren in einem dichten 22-Minuten-Takt, um eine hohe Frequenz und kurze Wartezeiten zu gewährleisten. Dies ermöglicht es den Fahrgästen, ihre An- und Abreise flexibel zu planen.
Die Route beginnt an der zentral gelegenen Haltestelle Mirabellplatz und führt über mehrere Zwischenstopps direkt zur Gaisbergspitze. Diese Verbindung macht den Gipfel auch für Personen ohne eigenes Auto sowie für Touristen, die im Stadtzentrum untergebracht sind, leicht erreichbar.
Fahrtdetails auf einen Blick
- Linie: 151 (Gaisbergbus)
- Betreiber: Albus im Auftrag der Stadt Salzburg
- Startpunkt: Mirabellplatz, Salzburg
- Endpunkt: Gaisbergspitze
- Frequenz: Alle 22 Minuten
- Betriebstage: Samstag und Sonntag (bei prognostiziertem Schönwetter)
"Wir appellieren an alle Salzburgerinnen und Salzburger sowie an unsere Gäste, das Angebot zu nutzen. Jede Fahrt mit dem Bus ist ein Beitrag zur Entlastung der Umwelt und zur Reduzierung des Verkehrsaufkommens am Berg."
Vorteile für Besucher und Umwelt
Die Nutzung des öffentlichen Verkehrsangebots bietet für Ausflügler mehrere Vorteile. An erster Stelle steht die stressfreie Anreise. Die Suche nach einem der wenigen Parkplätze am Gipfel entfällt, was Zeit und Nerven spart. Zudem können Besucher die Fahrt und die Aussicht genießen, ohne sich auf den Verkehr konzentrieren zu müssen.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Umweltschutz. Weniger Autos bedeuten eine geringere Lärmbelästigung und weniger Abgase in diesem sensiblen Naturraum. Die Stadt Salzburg verfolgt damit auch das Ziel, die Naherholungsqualität des Gaisbergs langfristig zu sichern. Die Maßnahme steht im Einklang mit der städtischen Klimastrategie, die eine Stärkung des öffentlichen Verkehrs vorsieht.
Mögliche Verkehrssperren als letzte Option
Die Behörden weisen darauf hin, dass trotz des Busangebots bei extremem Andrang weitere Maßnahmen notwendig werden können. Sollte das Verkehrsaufkommen auf der Gaisberg Landesstraße ein kritisches Maß erreichen, behält sich die Polizei vor, die Straße ab der Zistelalm für den privaten PKW-Verkehr zu sperren.
Eine solche Sperre würde sicherstellen, dass Rettungswege frei bleiben und der Busverkehr nicht behindert wird. Fahrgäste des Gaisbergbusses wären von einer solchen Sperre nicht betroffen und könnten ihre Fahrt zum Gipfel ungehindert fortsetzen. Dies unterstreicht den Vorteil der Busnutzung an stark frequentierten Tagen.
Empfehlungen für das Ausflugswochenende
Die Stadt Salzburg empfiehlt allen, die einen Ausflug auf den Gaisberg planen, die aktuellen Fahrpläne online zu prüfen und die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln fest einzuplanen. Die Fahrt vom Mirabellplatz zur Gaisbergspitze bietet eine bequeme und umweltfreundliche Alternative, die das Freizeiterlebnis von Anfang an positiv gestaltet.
Wanderer und Naturliebhaber können so einen unbeschwerten Tag in den Bergen genießen, ohne zur Verkehrsbelastung beizutragen. Die Reaktivierung des Gaisbergbusses ist eine proaktive Maßnahme, um die Schönheit des Salzburger Hausbergs für alle zugänglich und erlebbar zu halten.





