In der Salzburger Altstadt steht eine deutliche Preisänderung für die Nutzung öffentlicher Toiletten bevor. Die Gebühr wird von 50 Cent auf einen Euro verdoppelt. Diese Maßnahme ist Teil eines umfassenden Sanierungsprogramms, für das die Stadt eine halbe Million Euro investiert. Die Modernisierung zielt vor allem auf die Einführung bargeldloser Zahlungssysteme ab.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Gebühr für fünf zentrale WC-Anlagen in der Altstadt steigt auf einen Euro.
- Die Stadt investiert 500.000 Euro in die Sanierung und Modernisierung.
- Bis 2027 sollen die Anlagen auf bargeldlose Bezahlung umgestellt werden.
- Öffentliche Toiletten in den Stadtteilen und Parks bleiben für die Bevölkerung kostenlos.
- Die Maßnahme zielt darauf ab, dass Touristen die Kosten der Sanierung mittragen.
Umfassende Modernisierung für eine halbe Million Euro
Die Stadt Salzburg hat ein umfangreiches Investitionspaket für die öffentlichen Sanitäranlagen in der historischen Altstadt beschlossen. Für rund 500.000 Euro werden die fünf meistfrequentierten Toilettenanlagen saniert und auf den neuesten technischen Stand gebracht. Ein zentraler Bestandteil der Modernisierung ist die Umstellung auf bargeldlose Bezahlmöglichkeiten.
Besucher können künftig voraussichtlich ab 2027 an diesen Standorten bequem mit Karte oder Smartphone bezahlen. Diese technische Aufrüstung ist mit erheblichen Kosten verbunden, die durch die Anpassung der Nutzungsgebühr finanziert werden sollen.
Fünf Standorte im Fokus
Die Modernisierung und Preisanpassung betrifft die folgenden fünf stark genutzten WC-Anlagen in der Salzburger Altstadt:
- Dombögen
- Hanuschplatz
- Vogelhaus
- Philharmonikergasse
- Neutor
Preisverdopplung soll Touristenbeitrag sichern
Die Anhebung der Gebühr von 50 Cent auf einen Euro ist eine bewusste Entscheidung der Stadtregierung. Ziel ist es, die Kosten für die aufwendige Sanierung nicht den Salzburger Steuerzahlern aufzubürden. Stattdessen sollen vor allem die zahlreichen Touristen, die die Anlagen in der Altstadt nutzen, einen direkten Beitrag zur Instandhaltung und Verbesserung der Infrastruktur leisten.
Bürgermeister-Stellvertreter Kay-Michael Dankl (KPÖ) erläuterte die Hintergründe der Entscheidung. Er betonte, dass die Finanzierung der Modernisierung durch die Nutzer selbst getragen werden soll, insbesondere durch die Besucher der Stadt.
„Damit wir das nicht den Salzburgern und Salzburgerinnen umhängen, werden sich die Touristen – unter Anführungszeichen – die Sanierung selber zahlen", erklärte Dankl die Maßnahme.
Klarstellung: Toiletten außerhalb der Altstadt bleiben gratis
Die Stadtverwaltung legt großen Wert auf die Feststellung, dass die Preiserhöhung ausschließlich die touristisch geprägte Altstadt betrifft. Alle öffentlichen Toiletten in den Wohnvierteln und städtischen Parks bleiben weiterhin zu 100 Prozent kostenlos. Damit wird sichergestellt, dass die lokale Bevölkerung von der Gebührenanpassung unberührt bleibt und weiterhin freien Zugang zu den Sanitäranlagen in ihrem direkten Lebensumfeld hat.
Technische Neuerungen und verbesserter Service
Neben der Einführung des bargeldlosen Bezahlens bringt die Sanierung weitere Vorteile mit sich. Durch die Nachrüstung mit Heizgeräten wird es möglich, fast alle modernisierten WC-Anlagen auch im Winter durchgehend zu betreiben. Dies stellt eine wesentliche Verbesserung des Services dar, insbesondere in der kalten Jahreszeit, wenn viele öffentliche Toiletten bisher geschlossen bleiben mussten.
Die Umstellung auf digitale Zahlungsmethoden soll spätestens im Jahr 2027 abgeschlossen sein. Dieser Schritt trägt nicht nur dem modernen Zahlungsverhalten Rechnung, sondern reduziert auch den Wartungsaufwand für die Bargeld-Automaten und erhöht die Betriebssicherheit der Anlagen.
Die Investition in die Infrastruktur der Altstadt ist somit ein Schritt, um den Service für Besucher zu verbessern und gleichzeitig eine faire Kostenverteilung zu gewährleisten. Während Touristen gebeten werden, einen höheren Beitrag zu leisten, bleibt der Service für die Salzburger Bevölkerung in den Stadtteilen unangetastet und kostenfrei.





