Die Salzburger Altstadt verwandelte sich am ersten Festwochenende in ein pulsierendes Zentrum der Tradition und Lebensfreude. Bei strahlendem Sonnenschein und spätsommerlichen Temperaturen zog der Rupertikirtag zahlreiche Besucher an, die das vielfältige Angebot aus Fahrgeschäften, kulinarischen Spezialitäten und altem Handwerk genossen.
Kaiserwetter sorgt für Besucheransturm
Bereits am Samstagvormittag füllten sich die Gassen und Plätze rund um den Salzburger Dom. Das ideale Wetter, von vielen als „Kaiserwetter“ bezeichnet, trug maßgeblich zur ausgelassenen Stimmung bei. Einheimische und Touristen nutzten die Gelegenheit, um das traditionelle Fest in vollen Zügen zu erleben.
Die warmen Temperaturen sorgten dafür, dass die Sitzgelegenheiten im Freien schnell besetzt waren und die Menschen bis in die Abendstunden das bunte Treiben verfolgten. Die Atmosphäre war geprägt von Fröhlichkeit und Geselligkeit, während der Duft von gebrannten Mandeln und regionalen Schmankerln durch die Luft zog.
Das Wichtigste in Kürze
- Perfektes Wetter: Strahlender Sonnenschein und warme Temperaturen lockten Tausende Besucher an.
- Vielfältiges Angebot: Der Kirtag bot eine Mischung aus modernen Fahrgeschäften und traditionellem Handwerk.
- Kulinarische Genüsse: Zahlreiche Stände versorgten die Gäste mit herzhaften und süßen Spezialitäten.
- Fest für Alle: Familien, junge Leute und Touristen prägten das bunte Bild des Festes.
Zwischen Tradition und Moderne
Der Rupertikirtag ist bekannt für seine einzigartige Mischung aus historischem Brauchtum und modernem Volksfest. Diese Kombination macht den besonderen Reiz der Veranstaltung aus und zieht ein breites Publikum an.
Fahrgeschäfte als Publikumsmagnet
Für viele Besucher, insbesondere für Familien und junge Leute, sind die Fahrgeschäfte das Herzstück des Kirtags. Klassiker wie das Kettenkarussell, das Autodrom und verschiedene Kinderkarussells sorgten für leuchtende Augen und ausgelassene Stimmung. Die Geräuschkulisse aus Lachen, Musik und den Ansagen der Schausteller gehört untrennbar zum Erlebnis dazu.
Besonders das Riesenrad bot den Fahrgästen einen beeindruckenden Blick über die Dächer der historischen Altstadt und die umliegende Bergwelt. Lange Schlangen bildeten sich auch vor dem Autodrom, wo es zu heiteren und ungefährlichen Kollisionen kam.
Wussten Sie schon?
Der Rupertikirtag ist eines der ältesten und traditionsreichsten Volksfeste in Österreich. Seine Wurzeln reichen bis ins Mittelalter zurück und er wird zu Ehren des Heiligen Rupert, des Schutzpatrons von Salzburg, abgehalten.
Handwerkskunst und Brauchtumspflege
Neben dem Trubel der Fahrgeschäfte bot der Kirtag auch ruhigere Bereiche, in denen traditionelles Handwerk im Mittelpunkt stand. Handwerker zeigten ihre Fertigkeiten und boten handgefertigte Waren zum Verkauf an. Von Töpferwaren über Holzschnitzereien bis hin zu traditionellen Textilien gab es viel zu entdecken.
Auf mehreren Bühnen fanden den ganzen Tag über Vorführungen von Brauchtumsgruppen statt. Volkstanz, Blasmusik und traditionelle Gesänge sorgten für eine authentische Atmosphäre und gaben Einblicke in die reiche Kultur der Region Salzburg.
„Es ist diese Mischung, die den Rupertikirtag so besonders macht. In einem Moment fahre ich mit meinen Kindern Karussell und im nächsten schaue ich einem Schnitzer bei der Arbeit zu. Das gibt es nur hier“, erzählte eine Besucherin aus dem Flachgau.
Kulinarische Reise durch Salzburg
Das leibliche Wohl der Besucher kam auf dem Rupertikirtag keinesfalls zu kurz. An unzähligen Ständen wurden sowohl herzhafte als auch süße Köstlichkeiten angeboten, die keine Wünsche offenließen.
Zu den beliebtesten Speisen gehörten Klassiker wie Bosna, Brathendl und Steckerlfisch. Aber auch süße Verführungen wie Zuckerwatte, gebrannte Mandeln und Schaumrollen fanden reißenden Absatz. Gekühlte Getränke, von Bier bis zu frisch gepressten Säften, sorgten für die nötige Erfrischung bei den sommerlichen Temperaturen.
Viele der angebotenen Produkte stammten direkt von regionalen Erzeugern. Dies unterstreicht den Fokus des Kirtags auf Authentizität und die Unterstützung der lokalen Wirtschaft.
Hintergrund: Der Heilige Rupert
Der Kirtag findet jährlich um den 24. September statt, dem Gedenktag des Heiligen Rupert von Salzburg. Rupert gilt als Gründer der Stadt und des Bistums Salzburg. Das Fest ist somit nicht nur ein Volksfest, sondern auch ein wichtiger Teil des kulturellen und religiösen Erbes der Stadt.
Ein Fest für alle Generationen
Der Rupertikirtag bewies einmal mehr seinen Charakter als Fest für die ganze Familie. Während die jüngsten Besucher sich auf den Karussells vergnügten, schlenderten die älteren Generationen über den Handwerksmarkt oder lauschten den Klängen der Blasmusik.
Auffällig waren auch zahlreiche Gruppen junger Menschen, darunter auch „Poltergruppen“, die den Junggesellen- oder Junggesellinnenabschied feierten. Sie trugen zur lebhaften und bunten Atmosphäre auf den Plätzen bei.
Die Veranstaltung zieht nicht nur Menschen aus der Stadt und dem Umland an, sondern ist auch bei Touristen aus aller Welt ein beliebtes Ziel. Sie erleben hier ein Stück authentisches Salzburger Lebensgefühl abseits der klassischen Sehenswürdigkeiten.
Der gelungene Auftakt lässt auf eine erfolgreiche Fortsetzung des Festes hoffen, das noch bis Montag andauert und als einer der Höhepunkte im Salzburger Veranstaltungskalender gilt.





