Die Stadt Salzburg plant umfangreiche Investitionen in ihr Radwegenetz, um die Sicherheit für Radfahrer deutlich zu erhöhen. Bis zum Jahr 2030 sollen Gefahrenstellen entschärft, Verbindungen optimiert und bestehende Lücken im Netz geschlossen werden. Dieses Vorhaben, das jährlich vier Millionen Euro umfasst, zielt darauf ab, den Alltagsradverkehr in der Stadt benutzerfreundlicher und sicherer zu gestalten.
Wichtige Erkenntnisse
- Salzburg investiert jährlich vier Millionen Euro in Radwege bis 2030.
- Ziel ist die Entschärfung von Gefahrenstellen und der Ausbau des Netzes.
- Rund 200 Maßnahmen wurden zur Verbesserung identifiziert.
- Eine neue Radbrücke in Lehen soll kritische Verkehrspunkte sichern.
- Bürger sind aktiv zur Mitgestaltung eingeladen.
Umfassender Plan für mehr Sicherheit im Radverkehr
Die Stadt Salzburg verfügt derzeit über eine ausgebaute Radinfrastruktur von 187 Kilometern. Trotz dieses Netzes gibt es immer noch Bereiche, in denen Unfälle häufiger auftreten. Zudem behindern viele Hindernisse einen flüssigen und durchgehenden Radverkehr. Die aktuelle Unfallstatistik zeigt, dass Radfahrer an jedem zweiten Unfall mit Verletzungsfolge beteiligt sind. Dies unterstreicht die Dringlichkeit der geplanten Maßnahmen.
Das städtische Straßen- und Brückenamt hat in den letzten Monaten intensiv daran gearbeitet, diese Schwachstellen zu identifizieren. Das Ergebnis ist ein umfassender Katalog von etwa 200 Radwegbaumaßnahmen. Diese Maßnahmen reichen von kleineren Anpassungen bis hin zu großen Infrastrukturprojekten, die den Radverkehr in der Stadt grundlegend verbessern sollen.
Faktencheck
- 187 Kilometer: Aktuelle Länge der Radinfrastruktur in Salzburg.
- Jeder zweite Unfall: Beteiligung von Radfahrern bei Unfällen mit Verletzungsfolge.
- 200 Maßnahmen: Geplante Projekte zur Verbesserung der Radwege.
Konkrete Projekte und Finanzierung bis 2030
Ein zentrales Projekt ist der Bau einer neuen Radbrücke in Salzburg-Lehen. Diese Brücke wird den Radverkehr künftig über die Gaswerkgasse führen. Markus Huber, Projektleiter für den Radwegebau bei der städtischen Straßenbauverwaltung, erläuterte die Notwendigkeit dieses Bauwerks.
„An dieser Stelle herrscht viel Bewegung, und die Sichtachse ist sehr schlecht. Autofahrer sehen Radfahrer oft nicht und umgekehrt. Dies führt immer wieder zu sehr kritischen Situationen. Deshalb kommt hier diese Brücke.“
Die Umsetzung aller ausgearbeiteten Verbesserungsvorschläge soll bis zum Jahr 2030 erfolgen. Dafür stehen der Stadt Salzburg jährlich vier Millionen Euro zur Verfügung. Diese finanzielle Zusage sichert die langfristige Realisierung der ambitionierten Pläne.
Hintergrundinformationen
Die Förderung des Radverkehrs ist ein wichtiger Bestandteil der städtischen Mobilitätsstrategie. Sie trägt nicht nur zur Verkehrssicherheit bei, sondern auch zur Reduzierung von Emissionen und zur Steigerung der Lebensqualität. Viele europäische Städte setzen auf den Ausbau von Radwegen, um nachhaltige Verkehrskonzepte zu etablieren.
Bürgerbeteiligung als wichtiger Pfeiler des Projekts
Die Stadt Salzburg legt großen Wert auf die Einbindung ihrer Bürger. Alle Einwohner sind aktiv dazu eingeladen, sich an der Gestaltung des Radwegenetzes zu beteiligen. Dies kann durch Vorschläge für neue Routen, Hinweise auf Gefahrenstellen oder Ideen zur Verbesserung der bestehenden Infrastruktur geschehen.
Diese Form der Bürgerbeteiligung soll sicherstellen, dass die geplanten Maßnahmen den tatsächlichen Bedürfnissen der Radfahrer entsprechen und eine hohe Akzeptanz in der Bevölkerung finden. Die Stadt plant, verschiedene Kanäle für Rückmeldungen bereitzustellen, um einen breiten Dialog zu ermöglichen.
Vorteile des Radwegeausbaus
- Erhöhte Sicherheit: Weniger Unfälle und kritische Situationen.
- Bessere Verbindungen: Nahtlose Routen für den Alltagsverkehr.
- Umweltschutz: Förderung eines emissionsarmen Verkehrsmittels.
- Gesundheitsförderung: Mehr Bewegung im Alltag der Bürger.
- Weniger Stau: Entlastung des Autoverkehrs in der Innenstadt.
Die Investitionen in das Radwegenetz sind ein klares Bekenntnis der Stadt Salzburg zu einer nachhaltigen und sicheren Mobilität. Durch die kontinuierliche Verbesserung der Infrastruktur und die aktive Einbeziehung der Bürger soll Salzburg zu einer noch fahrradfreundlicheren Stadt werden.





